Ich habe mit Schrecken festgestellt das ICH ein ermöglicher bin…….
Vieleicht liegt es daran wie ich erzogen wurde???ß Man hilft Anderen wo möglich und denkt nicht an sich selbst denn das wäre ja egoistisch und nicht gewollt. Als Kind wurde mir das von meinem Vater eingedroschen. Nur ein Beispiel: Wir wohnten neben einem Bauernhof und ich liebte es dort zu helfen. Eines Tages (ich war weniger als 10 Jahre alt) war Feldarbeit angesagt und der Bauer versprach mir ein Speckbrot nach der Arbeit. Als wir fertig waren. fragte ich ganz unschuldig ob ich mein Speckbrot bekomme. Mein Vater überhörte es, kam anmaschiert und Ohrfeigte mich das mir die Ohren klingelten. Wütend schrie er das ich ihn beschämen würde mit meinem Betteln.
Danach habe ich Nie wieder nach etwas gefragt, und auch Heutzutage fällt es mir unheimlich Schwer um Hilfe zu bitten denn die wenigen Male das ich es tat wurde ich entweder fertig gemacht, verspotted oder beschämt.
Ich fiel in die Rolle der Helferin und Problemslöserin. Schon früh habe ich freiwillig Rollen angenommen die jeder Andere abgelehnt hat oder für die Sie bezahlt werden wollten. Kostenloser Babysitter, Putzfrau, Aushilfe als meine Mutter arbeiten ging um das Haushaltsgeld aufzubessern als mein Vater lieber seinen Lohn in die Spielautomaten zu werfen und seine Freundinnen zu verwöhnte.
Irgendwie hat sich das in meiner Ausstrahlung wiedergespiegelt. Saß ich an der Bushaltestelle, dann wurde mir von Fremden Menschen Ihr Leid erzählt und ich hörte geduldig zu und hatte Mitleid was ich zum Ausdruck brachte.
Wo jedoch war die Person die mir zuhörte als ich mit 16 Jahren von Zuhause weg lief, vergewaltigt wurde, ohne Lohn in einer Wurstbude arbeitete??? Ich schluckte alles in mich hinein. Das Leben ging weiter und ich hörte weiterhin anderne Menschen zu.
Mein Leben war nicht vom Glück geprägt und ich kämpfte mich durch denn immerhin heißt es doch „was dich nicht umbringt macht dich stärker“.
Meine Beziehungen waren auch nicht die Besten denn man sucht sich immer wieder die gleiche Typen mit den selben Charactaristics raus. Nicht dem Aussehen nach sondern wie sie mit einem umgehen. Man könnte sagen ich war ein ewiges Opfer, aber ich sah das nicht so. Heute erkenne ich das es genau das war. Ich strahlte es aus und somit war ich ein Target.
Sehr jung wurde ich alleinerziehende Mutter, und obwohl ich danach geheiratet habe war es wieder eine Situation die in die Hose ging da mein Mann mich betrog. Danach war ich Jahrelang alleine und es war für mich kein Problem. Ich ging arbeiten, bezahlte meine Eltern für das Babysitting und besuchte Sie fast täglich.
Als mein Vater meine Mutter veließ war ich diejenige (aus 7 Kindern) die immer wieder zu meiner Mutter ging und ihr half selbständig zu werden und Alles in den Griff zu bekommen obwohl einige der anderen Geschwistern näher wohnten. Ich fühltte mich verpflichtet. Mein Vater kam zurück und alles war wie immer. Niemand macht Ihm einen Vorwurf und das Leben ging weiter.
Ich hatte nach Jahren einen (arbeitslosen) Freund der mit meinem Geld einen Urlaub (ohne mich) buchte und behandelte wie dreck. Ich rebelierte und bekam dann auch mein gestohlenes Geld zurück. Danach war die Beziehung aber auch schon bald vorbei.
Ich hatte ein / zwei andere Beziehungen mit anständigen Männern aber habe Sie selbst sabotiert. Im nachhinein sehe ich das jetzt.
Tja, und dann habe ich meinen jetzigen Mann kennengelernt. Anfangs war es gut und die ersten Jahre hielten wir zusammen. Auch nach dem tragischen Tod unseren Sohns konnte uns nichts auseinander bringen. Er arbeitete und brachte das Geld Nachhause. Irgendwann habe ich dann auch wieder einen Job angenommen und es ging uns gut. So gut das er entschloß SEINEN Traum zu verwirklichen auszuwandern.
Schon vor der Auswanderung lief nicht alles perfekt. Er buchte einen Flug und ließ mich alleine zurück so das ich die Wohnung auflösen würde und alles regele. Ohne Hilfe habe ich aus geräumt, entrümpelt und Tapiziert. Als ich ENDLICH fertig war Wurde mir vom Schwager und Schwiegervater gesagt „Du hättest ja um Hilfe Bitten können“ . Meine Antwort war „Ihr hättet es ja anbieten können“. 6 Wochen später flog dann auch ich nach Spanien.
Die ersten Jahre waren gut und ich mußte nicht arbeiten. Aber wie so oft, irgendwann kam der Punkt wo alles schief lief. Mein Mann tat sich mit 2 Kollegen zusammen die Ihn dann über den Tisch zogen und mit einem Schuldenberg hinterließen.
Lange Geschichte…….. Auf jeden Fall hat es Ihn ganz schön entmutigt und aus der Bahn gebracht. Von da an ging es Bergab. Die letzten Jahre arbeite ich und bring das Geld rein. Ich bezahle jede Rechnung, kaufe ein, führe den Haushalt alleine (sehr schlecht da ich einfach die Lust und Energie nicht mehr habe) und kümmere mich um die Tiere. Auch das ist etwas was ich freiwillig tue. Er sitzt stundenlang im Büro, kommt zum Essen (wenn ich koche und es Ihm sage) und schläft. Eine Gemeinsamkeit gibt es nicht und das schon seit Jahren nicht mehr. Wenn ich Ihn darauf anspreche kommt immer wieder die Aussage „Ich tue es für uns“. Für uns würde für mich bedeuten das wir dieses Leben gemeinsam meistern, aber ich sehe das nur ich am kämpfen bin und er sich in dieser Situation geborgen fühlt. Ja, ich weiß das er es wirklich schaffen will etwas wieder auf die Beine zu stellen, aber so lange ich es Ihm ermögliche weiterhin so zu leben indem er keine Verpflichtungen hat wird sich nichts ändern. Ich bin gefangen ……… Möchte ich es ändern???? Ja aber wie…… Würde ich Morgen gehen, würde für Ihn eine Welt zusammen brechen und ich weiß nicht wie er reagieren würde.
Sehe ich ein leidendes Tier oder Mensch, fühle ich mich vepflichtet zu helfen. Bittet man mich um einen Gefallen so kann ich selten nein sagen.
Mir ist mit schrecken klar geworden das ich es Menschen ermögliche mich auszunutzen.


























































