Und noch eine auf die Fre..e

Ich kann es nicht glauben. Kaum hatte ich mein letztes Posting veröffentlicht klingelt es an der Tür. Am Gartentor steht eine Nachbarin die meint das meine Katze verletzt auf dem Gehweg liegt. Ich sofort raus gerannt, und ja dort neben Ihrem Garagentor liegt Mimo. Vorsichtig hab ich sie aufgehoben und in´s Haus getragen. Ich hab sofort bemerkt das sie ein Bein hinter sich her schleppt und das sie Blut im Stuhlgang hat. Sofort sie eingepackt und zum Tierarzt. Dieser meint das sie von einem Auto erfasst wurde und mindestens einen Bruch erlitten hat. Auch kann es sein das sie innere Verletzungen hat. Es wurde geröngt, Bluttest gemacht und Schmerzmittel wie andere Medikamente verabreicht. Nach 3 Stunden ist sie jetzt Zuhause am Tropf und wir müßen sie beobachten bis Montag dann wird man entscheiden ob man Operieren muß oder kann. Ich habe eine Tüte voller Spritzen die ich ihr verabreichen muß und noch einen Tropf den ich dann Morgen wechseln muß. Mir ist gerade zum heulen zumute.

Dazu kommt natürlich die finanzielle Belastung. Wir zahlen noch immer die TArechnung von Gypsie und Merlin ab. :-(

Gran Canaria 1.4.2017

Auch heute wieder Sonne pur und ein wenig diesig. (Calima) 27°

Zur Zeit mache ich mir einige Gedanken und um sie ein wenig zu relativieren, muß ich sie auf Papier bringen (ja ok, einfach niederschreiben. ;-) )

Ich war immer ein Mensch der anders als die Massen gedacht hat. Schon als Kind habe ich mich dabei ertappt (meist auf dem Klo lol….) wie ich mir den Tod vorstelle und was (wenn überhaupt etwas) danach kommt. Ich habe mir Gedanken über Freunde, Familie und Bekannte gemacht warum sie so handeln oder das sagen was sie sagen. Über die Jahre hinweg habe ich einige herbe Erfahrungen machen müßen die manch einen anderen Menschen warscheinlich gebrochen hätte, aber ich habe überlebt und bin der Mensch geworden der ich jetzt bin. Würde ich ein Buch darüber schreiben, würde mir kein Mensch glauben.

Es reicht von Sexuellen Übergriffen, Vergewaltigung, bis hin zu versuchtem Mord. All das mußte ich vor meinem 21sten Lebensjahr erfahren. Oft habe ich gedacht es wäre meine Schuld und habe vieles einfach verdrängt, aber …… je älter man wird, um so mehr versteht man das man diese Dinge nur verarbeitet wenn man darüber spricht, nur so kann man die Vergangenheit los lassen. Wenn man alten Balast mit sich schleppt wird man nur bitter und das macht krank. Man stelle sich vor man packt alle Probleme, negative Erfahrungen in einen Rucksack und schleppt den Jahrein Jahraus mit sich herum. Dann stell dir vor man setzt den Rucksack ab und läuft zu. Die Erleichterung ist als ob man 50kg seelischen Balast abgeworfen hat. Es ist nicht einfach, aber ich arbeite jeden Tag daran, und so nach und nach kann ich ein wenig mehr von der Vergangenheit los lassen. Vergessen wird man es niemals, aber es ist vorbei und gehört nicht in mein heutiges Leben. Dadurch macht man sich nicht gerade beliebt und wird von Teilen der Familie gemieden und ausgestoßen. Anfangs habe ich mir das sehr zu Herzen genommen, aber die letzten Jahre ist mir klar geworden das ich kein Opfer bin sondern eine Kämpferin, und das diejenigen die die Warheit verleugnen die wahren Opfer sind.

Auch heutzutage ist das Leben kein Zuckerschlecken, aber ich gehe damit ganz anders um. Ich habe wie so viele Andere auch alltäglich Probleme, Auseinandersetzungen und Konfrontationen, aber ich versuche immer die andere Seite zu sehn. Wenn ein Problem auftritt, dann schau ich in mich hinein und versuche zu verstehn, nicht zu verurteilen, sondern eine Lösung zu finden. Diese Art ist nicht jedermanns Sache, und wenn man ihnen den Ratschlag gibt sich mal in die Situation zu versetzen und ihnen einen Spiegel vorhält, dann wird man gleich ausgegrenzt und verstossen. Dieses typische “Angriff ist die beste Verteidigung” ist leider all zu normal, aber bin ich darüber böse? Nein, es ist Menschlich und vieleicht irgendwann werden sie es erkennen.

Ich habe mein Leben und das ist viel zu kurz um sich mit Problemen rumzuschlagen die dich nur runterziehen und versuchen dich klein zu halten. Ich versuche im Einklang mit der Natur zu leben (was nicht immer leicht ist) und niemanden zu schaden. Ich bin immer da wenn jemand meine Hilfe braucht, und erwarte eigentlich nur das ich respektiert werde und man mich nicht ausnutzt. Vieleicht ist es gerade deshalb das ich mich immer mehr fern von Menschen halte und mich mit Tieren umgebe, denn sie sind Geschöpfe die weder verurteilen noch anklagen sondern einfach nur ihre Dankbarkeit zeigen.

That´s all folks for today ;-)