Gran Canaria 14.2.2017

Die letzten Wochen waren ein Grauen. Durch den Tod von Gypsie und Merlin hatte ich mich in eine energielose Couchpotatoe verwandelt die sich nur noch dann bewegte wenn sie zur Arbeit musste oder vieleicht einkaufen. Am besten die Welt und alles schöne abschalten denn wenn man Gefühle hat dann könnte man ja daran zerbrechen. Ich hatte mir vorgenommen beim TA nicht zu weinen als das Urteil über Merlin fest stand, aber mein Körper wollte das nicht zulassen und somit schnürten sich meine Atemwege zu und ich bekam keine Luft. Nach Luft schnappend bin ich fast zusammen geklappt. Danach ging nichts mehr. Ich verweigerte mir das weinen und die Gefühle. Samstag mußte ich Merlin abholen und wir haben ihn im Garten beerdigt. Die Nacht hat mein Mann dann Besuch von Merlin bekommen. Er konnte ihn spüren und es war als ob er uns damit sagen wollte das es ihm gut geht. Ich kann die Trauer noch immer nicht richtig zulassen.

Heute hab ich mich aber selbst in den Hintern getreten und war mit Leroy schon vor 9 Uhr unterwegs. Nach den extrem Wind den wir über das Wochenende hatten, hat es viele Bäume zerschlagen, Äste abgerissen und die Blätter auf den Strasse verteilt. Noch immer sind die Strassen mit Tannennadeln und dreck bedeckt was es ein wenig gefählich macht wenn man es nicht erkennt.

Leroy und ich sind nach La Laguna hoch gefahren und wollten um die alte Rennbahn laufen. Da aber etwas verdächtiges passiert war (Mann auf Moped fährt an uns vorbei richtung Strasse. Plötzlich dreht er, fährt zurück, quatscht mich an und fährt auf den Feldweg zurück und in Richtung des Eukalyptuswalds wo er anhielt. Hmmmm da ich ja schon als Kind (Teenager) überfallen und fast ermordet wurde, hab ich mich kurzerhand umgedreht und bin mit Leroy in die gegengesetzte Richtung gelaufen, den Pico Osorio hoch und habe das genoßen. Wir haben den Teide zu sehen bekommen und auf dem Gipfel liegt noch der Schnee. Kein Wunder das es hier dann morgens so kalt ist (10°)

Auf dem Weg nach Oben, hat Leroy ein Mauseloch entdeckt und hat gegraben was das Zeug hält. Glücklicherweise habe ich ihm seinen Maulkorb angelassen und somit konnte er nichts töten. Die Maus war recht schlau. Als Leroy ihr zu nahe kam, ist sie durch seine Beine geflitzt und in´s Unterholz. Da konnte er suchen wie er wollte, die war weg. :-) Aber, Leroy hat wohl gedacht das sie wieder im Loch oder das doert noch weitere Mäuse verweilten denn er buddelte bis er fast selbst in´s Loch passte. Ich mußte ihn Gewaltsam von dort weg holen.

Der Weg nach oben auf den Pico war recht beschwerlich denn überall lagen abgebrochene Bäumchen, Äste und Laub aber es hatte sich gelohnt. Oben angekommen Sonne und einen tollen Ausblick.

Danach wieder den Pico runter, und eine Runde auf der Rennbahn laufen (oder so dachte ich) Wie immer, habe ich Leroy den Maulkorb angelassen, ihn aber von der Leine genommen so das er frei laufen konnte. Was für ein Fehler…… Plötzlich rannte er davon, ein Gegacker und fliegende Fehdern. Er hatte eine Gruppe frei laufende Hühner gefunden. Da half alles rufen und schimpfen nix, ich mußte hin und ihn schnappen. Leider war das Bild das ich vorfand nicht sehr schön. Überall Federn, und Leroy rollte auf einem Huhn herum. Da er ja noch den Maulkorb trug, konnte er das Huhn nicht beissen, aber er wollte es töten. :-( Sein Maulkorb war mit Federn überzogen und hätte er den nicht getragen, wäre er warscheinlich mit Blut bedeckt gewesen. Ich schnappte ihn mir und untersuchte das Huhn. Nix zu machen das war verstorben denn es regte sich nicht. Leroy in´s Auto gebracht und wieder hin zum Kadaver. Wo war es denn????? es gab nur noch Federn wo eigentlich das Huhn liegen sollte. Mein Verdacht ist das es sich tot gestellt hatte und als wir weg waren sich aufgerafft hat und schnellsten weg. Phew das war noch einmal gut gegangen.

Bilder folgen später (aber nicht vom Huhn)



4 Reaktionen zu “Gran Canaria 14.2.2017”

  1. ingrid

    Liebe Julie,
    lass Dich einmal fest drücken. Denke daran, es soll ein kleiner Trost sein, das Merlin 7 schöne Jahre bei Dir
    hatte. Was wäre sonst aus Ihm geworden.
    Liebe Grüße
    Ingrid aus Köln

  2. me

    Danke Ingrid

  3. Birgit

    Liebe Julie du hast es wirklich schwer..immer wieder Probleme und Trauer :-( aber lass dich nicht unterkriegen. Kopf hoch es kommen sicher wieder bessere Zeiten.
    Dein Bericht über euren Ausflug war fast schon wieder so wie früher ;-) hat mir gut gefallen was ihr beide so macht bei euren Spaziergängen :-)

    LG Birgit

  4. sinbad

    Hallo Julie & Community
    Das ewige “kommen und gehen”, und die Verbindungen die dabei entstehen, sie schmerzen und erleichtern . Wenn “es” sich dir offenbart, lachst du und schaust in die Tiefe, wenn es sich dir verweigert, weinst du . Dein Eröffnungs-foto zeigt die Tragweite des Eingriffs in die Natur .., “der Himmel von gestern, ist nicht mehr der von heute” .. selbst auf den Kanaren, scheint nicht immer die Sonne. Doch: Danke für die tollen Fotos,( auch wenn sie manchmal die Schattenseiten zeigen )
    Lg
    sin

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