Bin mal wieder da

Und schon wieder steht der Flug von der Insel vor der Tür.  Das Wetter hier in den Bergen ist auch dementsprechend.  Wir haben ab und zu Tagsüber ein paar Stunden Sonne, aber der Rest des Tages ist von Regen oder Wolken dominiert.  Ich stimme mich schon mal auf England ein wo es zur Zeit ja nass und kalt ist. :-(

Mit gemischten Gefühlen fliege ich dieses mal weg denn ich habe dieses Jahr schon viel zu viel Zeit weg von meinem Mann und meinen Tieren verbracht.  Ich freue mich auf jeden Fall meine Enkelkinder zu sehen, aber ich weiß auch das es mit Stress verbunden ist. ;-)

Die letzten Tage waren ganz schön aufregend.  Sonntag hatten wir den ganzen Tag keinen Strom.  Beim Nachbarn vorm Haus waren die Leitungen geschmolzen und jedes mal wenn der Regen darauf fiel knallte und explodierte es.  Es fing schon früh Morgens um ungefähr 4am an und hielt bis 9-10 Uhr an.  Obwohl einer der anderen Nachbarn den Notruf zwei mal angerufen und informiert hatte, kam NIEMAND.  Das Haus hätte warscheinlich in Flammen stehn müßen bevor sie sich hätten blicken lassen.

Wir haben dann bis zum Nachmittag gewartet das jemand von der Unelco (E-werk) kommt um die Leitung zu reparieren.  Da wir ja Kaffejunkies sind, war es für uns die Hölle denn ohne Strom keinen Kaffe. Am Nachmittag war es mir zu dumm, und ich habe unseren Freund gebeten doch mal bei Ihnen anzurufen, die ihn dann jedoch auf einen Elektriker verwiesen.  Elektriker kam dann auch endlich eine Stunde später und wir durften erst einmal 120€ bezahlen um dann gesagt zu bekommen er kann da nichts machen das E-werk muß jemand schicken. :-(

Die Herren vom E-werk kammen dann auch und haben die Leitungen in Stand gesetzt und wir hatten dann endlich um 5pm wieder Strom. Juchuuuuuuuuuuuuuuuuuuuu.  Man merkt erst wie sehr man doch Dinge wie Strom und Wasser als selbstverstädnlich ansieht wenn man diese nicht mehr hat. ;-)   Wir werden uns jetzt einen kleinen Campingkocher zulegen denn noch einmal in einer Situation zu sein in der wir den ganzen Tag keinen Kaffe oder etwas warmes zu essen machen können wollen wir nicht sein, und bei diesen Leitungen hier könnte es jeder Zeit wieder pasieren.

Ansonsten habe ich die Zeit mit rumrennen verbracht.  Doktortermine, Einkaufen und aufräumen und Putzen.  Montagmorgen muß ich noch schnell nach Arucas um zu sehen ob ich das Geld (120€) wieder bekomme.  Am Nachmittag dann geht mein Flieger.

Ich hoffe das ich dann bei Weihnachten wieder hier auf der Insel bin.

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Neuigkeiten Von Gerard

Habe die gute Nachricht bekommen das Gerard ein neues Zuhause hat.  Ich freu mich so, denn obwohl er ja von jedem in der Strasse gefüttert wurde, wollte sich keiner erbamen und den kleinen Schmußer in´s Haus lassen.  Das hatte mir beim Abflug große Sorgen gemacht denn es fing ja schon nachts an zu frieren.  Die Freundin meines Sohns hat mir bescheid gegeben das sie ihm ein gutes Zuhause gefunden hat.  Das hat der liebe Kerl wirklich verdient.  Ich wünsche Ihm ein schönes Leben. :-)

Selbstüberschätzung

Nachdem es gestern nicht so dolle beim Arzt gelaufen ist, wollte ich heute einfach nur Ruhe und frische Luft.  Die Sonne scheint (21°), wir haben ein paar Wolken und ich mußte laufen.  Gypsie an die Leine genommen und eigentlich geplant auf der Finca Osorio ein wenig zu wandern, aber es kamm dann doch anders.

Unterwegs habe ich unseren Nachbarn getroffen der auch grade unterwegs war und ich dachte ein wenig mitlaufen kann ja nicht schaden.  Also anstatt zur Finca Osirio, ging es Richtung Valleseco und bei Rosadas sind wir links abgebogen und durch die Landschaft dem Wegweiser nach, Richtung Cruz de Tejeda.  Nach einiger Zeit (einer Stunde) hat sich der Nachbar entschloßen wieder umzukehren, aber ich wollte noch hoch zur Quelle ( Madre del Agua) die ja eigentlich nur noch 3km weiter sein sollte. Immer Bergauf ging es den Wegweisern nach richtung Cruz de Tejeda.

Die Wege wurden steiler und schmaler, und immer wieder eine Kreuzung oder Abbiegung aber dazu keinerlei Beschreibung.  Immer öffter mußte ich anhalten und verschnaufen. Die steilen und schmierigen Wege waren eine Chalenge für sich.  Wasser habe ich nicht dabei gehabt (War ja nicht geplant so weit zu gehn) und gefrühstückt hatte ich auch nicht. Zum Glück kamen wir an einigen Feigenbäumen vorbei und ich hab mir 2 Feigen gegönnt. Mmmmmmm. Ich hielt mich links, und nach fast einer Stunde Bergauf, wurde es mir dann doch zuviel und ich entschloß mich den Weg zurück anzutreten.  Unterwegs wurden wir (Gypsie und ich) von einem rudel Hunde angekeift und ich habe mit dem Stock auf den Boden gechlagen bis sie sich verzogen haben dabei ist leider der Stock zu Bruch gegangen.

Zurück auf der Ebene, war das laufen eine Qual.  Meine Hüften begannen zu schmerzen, meine Füße Brannten und ich fühlte wie sich einige Blasen unten an den Sohlen bildeten.  Gypsie und ich schleppten uns mit großer Müh heim, und ich war froh als ich endlich auf dem Sofa kolabieren konnte.

Dreieinhalb Stunden waren wir unterwegs was anfürsich ja nicht viel ist, aber dieses extrem steile schmierige Gelände ware dann doch zu viel für uns-mich.

Da muß ich noch ein wenig üben und das nächste mal vieleicht eine Karte mitnehmen um dorthin zu gelangen wo ich hin will.

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Von ungefähr dem gekennzeichnetem Punkt ging es los

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Bis hoch zum gekennzeichneten Punkt wo ich mir eingestehen mußte das ich mich wohl verlaufen hatte. :-(

Beide Bilder sind vom selben Punkt aufgenommen.

Melde mich mal wieder

Sodele, bin zur Zeit gerade wieder auf der Insel.  Eigentlich sollte es ja sein das die Schwiegereltern zu Besuch kommen, aber da die Schwiegermutter kurzfristig in´s Krankenhaus eingeliefert wurde (Gute Besserung Mama) wurde der Besuch abgesagt.  Schade.

Also, Montagmorgen bin ich mit dem Zug von Todmorden nach Manchester gefahren umgestiegen und mit dem nächsten Zug zum Flughafen.  Was für ein Theater.  Der ganze Rückflug schien aber von vorneherein verhext zu sein als ob mich Jemand davon abbringen wollte zurück zu fliegen.  Zuerst das Problem mit meinem Pass.

Ich mußte meinen Reisepass erneuern denn der Alte läuft im Dezember ab, und da ich ja vor Ort war dachte ich es wäre das Beste ihn gleich erneuern zu lassen.  Nach meiner Ankunft in Todmorden bin ich gleich Dienstag früh zur Post maschiert und habe alle Papiere, Pass, Foto am Schalter abgegeben und mich beraten lassen welcher Servis am schnellsten ist.  Der “nette” Beamte versicherte mir das ich eine Extra Gebühr bezahlen sollte dann würden die Details vor Ort gecheckt, direkt abgeschickt und der neue Pass würde inerhalb 2 Wochen wieder da sein.  Ich versicherte mich das er auch wirklich nur zwei Wochen dauern würde und bezahlte meine 85Pfund.

Natürlich war mein Pass nach zwei Wochen nicht da und ich ging zurück zum Postamt wo ich doch etwas rüde aufgefordert wurde beim Passamt anzurufen. Na ja, da mir gesagt wurde das ich mich an den Angestelten vom Postamt wenden könnte sollte es Schwierigkeiten geben war ich von der Reaktion doch verwundert.  Ich rief das Passamt am nächsten Tag an und mir wurde gesagt das der Pass am vorherigen Tag gedruckt wurde.  Auf meine Nachfrage wann der Pass denn bei mir ankommen würde, wurde mir gesagt das es noch einige Tage dauern würde, aber warscheinlich nicht vor Montag.  Dies war am Mittwoch und mein Flug zurück nach Gran Canaria war für Montagmorgen gebucht.  Ich erklärte dem netten Mann am Telefon was mein Problem war und er wollte sich kümmern. Ich sollte noch mal am Freitag anrufen.

Donnerstag Nachmittag klopfte es an der Tür, und zu meiner Überraschung stand ein Mann vor der Tür mit meinem Pass in der Hand.  Er war extra beauftragt worden den Pass von Liverpool nach Todmorden zu fahren.  Ich kann nur sagen Hut Ab und ein großes Dankeschön. Selten erfährt man solche Aufmerksamkeit von einem Amt.

Ok, Passproblem gelößt und ich bin Montagmorgen 7am am Bahnhof gestanden in der eisigen Kälte.  Der Zug war pünktlich und da ich 2 Reisetaschen hatte blieb ich stehn anstatt mich zu setzen. (Großer Fehler im Nachhinein) Der Zug füllte sich mit Menschen die zur Arbeit mußten und ich habe selten so viele Zombies auf einem Fleck gesehen. Jeder Sitzplatz füllte sich und die Stehplätze wurden immer weniger.  Ich fühlte mich wie eine Sardine in der Dose. Jeder Reisende was in seinen Gedanken vertieft, oder hatte stöpsel in den Ohren und starrte missmutig vor sich hin.  Nur keinen Augenkontakt zu den anderen haben es könnte ja jemand die Unverfrorenheit haben und dich ansprechen, und wehe es hätte einmal jemand gelächelt, er wäre warscheinlich auf den Scheiterhaufen geschleift worden.

Ich erinner mich noch gerne an die vor MP3 und Iphone Zeiten.  Die Menschen lächelten oder unterhielten sich in der Bahn und Zug.  Was für ein Unterschied.  Was ist nur aus unserer Gesellschaft geworden. :-(

In Manchester mußte ich umsteigen und machte mich auf den Weg zm Bahnsteig der auf der Anzeigetafel stand.  Dort angekommen wurde mir gesagt das der nächste Zug in 20 Minuten kommen würde.  Tja, von wegen.  Plötzlich kam ein Bahnbeamter auf mich zu und fragte wohin ich wolle.  Er erklärte mir dann das der Zug jetzt auf einem anderen Gleis ankommen würde und ich müßte zu nummer 3.  Also mein Gepäck geschnappt und zu der 3 gerannt.  Dort wußte niemand welcher Zug wohin fuhr, und frustriert nahm ich mein Gepäck und ging zur Auskunft.  Dort wurde mir gesagt das das der Zug jetzt von Gleis 13 fahren würde aber mit Verspätung kommen würde.  Nach 10 Minuten laufen und schleppen habe ich es dann zum Bahnsteg 13 geschaft und 5 Minuten später saß ich endlich im Zug.  Leider aber fuhr der in Schneckentempo wegen den ganzen Problemen am Bahnhof.

Endlich am Flughafen angekommen erwarteten mich die nächsten Probleme.  Vom Bahnhof zum Terminal war es eine lange Strecke, und beim Checkin war die Schlange unendlich lang.  Endlich eingecheckt, Reisetaschen abgegeben und zum Zoll.  Dort war ich erschrocken als ich sah das die Schlange unendlich lang war.  Es gab nur 2 Zollbeamten die alle Passagiere und Pässe kontrollierten und ich hatte die Befürchtung das ich meinen Flug nicht mehr erwischen würde.  Immer wieder schaute ich auf meine Uhr, und als ich endlich durch den Zoll kam, sah ich das mein Flug beim Boarding war.  Ich rannte zum Gate und schaffte es grade noch.  Phew Glück gehabt.  Wenn man bedenkt das ich um 7am los gefahren bin und um 10.20 am im Flugzeug saß kann man sich vorstellen wie lange es gedauert hat. (normalerweise schaffe ich diese Strecke in 1 std)

Auf Gran Canaria angekommen durfte ich mich aber auf die warme Luft freuen und die Sonne genießen. :-)   Jetzt werd ich diese Tage genießen und viel Wärme tanken bevor ich ende November wieder nach England fliege.