Fiesta in Teror
Gestern hatte ich mich eigentlich auf ein frühes ins Bett gehen gefreut, da ich die Nacht davor ja nur umgerechnet eine Stunde geschlafen hatte. Am Nachmittag kam dann Maru und fragt mich ob ich nicht Lust hätte mit ihr ins Dorf zur Fiesta zu gehen.
Na da ließ ich mich nicht zwei mal bitten, und wir verabredeten uns für 21.15 Uhr. Wie immer, je später es wurde um so müder wurde ich, und ich hatte mir schon überlegt den Abend doch noch abzusagen. Aber nein, ich komm so selten unter die Einheimischen, das ich das jetzt durchziehen wollte.
Pünktlich stand sie vor der Tür und wir machten uns auf den Weg. Das Dorf war festlich geschmückt, und die Lichterketten funkelten im Dunklen. Hinter der Basilika (vor dem Rathaus,) war eine Bühne aufgebaut und es spielte ein Big Band Musik.
Rings rum auf dem Marktplatz verteilt waren Ess und Getränkebuden, und für alles war gesorgt. Die Atmosphäre war einfach Toll, und man konnte die Füße eigentlich nicht stillhalten. Alle Altersgruppen waren vertreten, von Großeltern bis zu den kleinsten der Familie, und jeder hatte seine Freude an der Darbietung.
Sie spielten alles, von Alten Jazz stücken bis zu einigen Rock stücken. Super Leistung. Als wir so am Rand der Menschenmenge standen, bemerkte ich vor uns ein kleines Mädchen (so um die zwei einhalb Jahre alt) die von der Musik demassen begeistert war das sie einfach mittanzen mußte. Sie twistete, schüttelte sich und drehte sich zum Takt der Musik im Kreis. Sie war wie eine kleine Puppe und gab einfach eine fantastische Darbietung.
Als die Musik zu Ende ging, gab es danach eine Erwachsenen Geschichtsführung durch das Dorf. Die Menschen wurden von drei spielenden Klarinisten angeführt und zu bestimmten Stellen im Dorf geleitet wo den zuhörern einige nicht immer ganz Jugendfrei geschichten erzählt wurden. Wie der Rattenfänger von Hammeln sah das ganze aus als sie mit Musik und beleuchteten Klarinetten von einem Ort zum anderen wanderten.
Da wir hinten nicht ganz so viel zu hören bekammen, haben wir dann an einer Essbude angehalten und uns dort erst einmal etwas zu trinken und essen besorgt. Eigentlich wollte ich ja nichts essen, aber der Besitzer gab mir einige leckere sachen zum probieren, und bei den noch ofenwarmen Doughnuts konnte ich dann wirklich nicht wiederstehen.
(Na Ja Diät ade) So um halb eins Morgens machten wir uns dann auf Richtung Heimat. Komischerweise war ich kein bisschen müde mehr, und hatte den ganzen Abend voll und ganz genossen. Aber auch der Nachhauseweg war voll mit Menschen mit denen man noch ein Wort wechseln mußte, und hier und da hielten wir an um zu bekunden wie wunderbar der Abend doch war.
Also beim nächsten mal bin ich sicherlich wieder dabei.






