Im Fahrstuhl gefangen
Freitag mußte ich wieder einmal in´s Mecurio, zum Büro. Zur gleichen Zeit, habe ich den Schwiedervater an den Strand gefahren das er wenigstens einmal im Meer schwimmt bevor er nach DE zurück geflogen ist.
Im Mercurio sind zur Zeit einige Umbauarbeiten im Gang, und die Eingangshalle sieht dementsprechend aus. Die drei Fahrstühle liesen auf sich warten und ich war am Überlegen ob ich den Weg in den 7ten Stock doch zu Fuß machen sollte. Gerade in dem Augenblick, öffnete sich die Lifttür, und nahm mir die Entscheidung ab. Trotzdem war ich noch etwas unentschlossen, als ich die Mitfahrer sah. Drei kräftig (man könnte sagen fast Dicke) Indische Herren, Ihr Dünner Begleiter und Übersetzer, und ein kleines zierlichs Persöhnchen von einem Mädchen……
Der Fahrstuhl war für 6 Personnen und 270kg gedacht.
Der Fahrstuhl ist nicht sehr Groß, und da ich unter Klaustrophobie leide und Fahrstühle mich generell nervös machen, habe ich mich fast dazu gezwungen einzusteigen. Kurz vor der Abfahrt, quetschte sich noch eine sehr Üppige Dame mit in den Fahrstuhl, und die Türen schlossen sich befor ich die Möglcihkeit hatte wieder auszusteigen.
Wir waren regelrecht wie Sardinen in der Dose zusammengequetscht, und es war ein sehr unagenehmes Gefühl Fremden Menschen so nah zu sein. Ich war am schwitzen, und hoffte das die Fahrt schnell vorbei sein würde. Der vierte Stock kam gerade in Sicht, da hielt der Lift auf einmal an, und nix ging mehr.
Die Luft war stickig, und der Bewegungsraum war Null. Also nix mit in Ohnmacht fallen, ich hätte den Boden nicht erreicht. Der dünne Begleiter fing an jeden möglichen Knopf zu drücken, und auch noch manche Knöpfe zusammen. Ich hätte ihn am liebsten angeschrieen, das was er macht, sicherlich die Situation nicht verbessert. Aber nein, er drückte und drückte.
Die Üppige Dame (Ich gebe Ihr einfach mal die Schuld weil sie die eine zuviel war) drückte den Alarmknopf. Und weiter ging die Drückerei des Dünnen. Langsam machte sich ein wenig Panik in mir breit, und ich zwang mich ruhig zu bleiben und tief durchzuatmen (was in dem kleinen Raum kaum möglich war). Ich drehte den Kopf zur Seite, und sah einen Knopf für ein Nottelefon. Also drückte ich den Knopf, und man hörte das Telefon läuten. Als jemand endlich abnahm, babelte die Dicke das wir feststecken, und jemand doch den Fahrstuhl wieder in Gang bringen soll.
Das war ja so OK, aber der Ton in dem sie sprach und dann noch verlangen “aber Pronto”, da wäre mir fast der Kragen geplatzt. Wenn sie nicht noch in den Lift gestiegen wäre, hätten wir das Problem nicht gehabt. Zwischenzeitlich war der Dünne immernoch damit beschäftigt die Knöpfe wild und hemmungslos zu drücken.
Kurze Zeit darauf hörten wir wie ein Mechaniker an der Tür fummelte, und er zwang die Tür von aussen auf. Wir waren zwischen dem dritten und vierten Stock steckengeblieben, und mußten klettern um rauszukommen. Die Dicke motzte umeinander mit dem Mechaniker, und ich habe mitbekommen das er ihr erklärte das zuviel Last im Aufzug war.
Die restlichen Passagiere stellten sich am nächsten Fahrstuhl an, aber ich nahm meine Beine in die Hand und lief den rest der 7 Stockwerke zu Fuß. So schnell bekommt man mich in keinen Fahrstuhl mehr rein. Nachdem ich im Büro fertig war, bin ich erst einmal an die Playa gefahren, und habe mir zur Beruhigung ein gespritztes Bier zur Nervenberuhigung gegönnt, obwohl ich wenn ich Auto fahre sonst nie trinke.
Ich war danach so entspannt, das der Fahrstuhvorfall total verdrängt war, und mir erst gestern Abend wieder einfiel, als ich bei Teletext einen Artikel gelesen habe “warum bleiben so viele Fahrstühle stecken” Wie konnte mir das nur passieren?
Also Treppensteigen für mich in nächster Zeit.




