Die Deutsche Mentalität
Was ich festgestellt habe, ist das der Deutsche im Ausland, ein sehr Herrschsüchtiger, Rechthaberischer, Gieriger, Besserwisserischer,Arroganter Neidischer Mensch ist.
Ich möchte ja nicht alle über einen Kamm scheren, aber leider sind es hier auf der Insel von diesem Menschenschlag viel zu viele. In Deutschland haben sie es nicht fertiggebracht sich eine Existenz zu sichern, also ab in´s Ausland, und dort ist ja alles besser und einfacher, denn das Ausland wartet ja nur auf die Deutschen mit offenen Armen. (Lach) Wer mit dieser Einstellung (egal wo) ins Ausland auswandert, ist schon von vorne herein zum Scheitern verurteilt. …..
Immer wieder sieht und hört man von Familien, Paare die sich auf in ein neues besseres Leben machen,(man muß ja nur die Berichte im Fernsehen in letzter Zeit anschauen) um dann kläglich zu scheitern. Wenn es dann nicht klappt, ist jeder andere schuld daran. Hat man alle Brücken abgebrochen, kann man meist nicht zurück ohne Gesicht zu verlieren, da lebt man doch lieber davon die lieben Mitbürger oder Urlauber abzuzocken, und über´s Ohr zu hauen.
Leider gibt es hier auch den Menschenschlag die das Gesetzt nicht beachten, und inoffiziell Ihre Geschäfte betreiben, aber dann über diejenigen schimpfen die Ihre Angebote nicht in Anspruch nehmen, sondern lieber etwas billigeres (aber offizielles) suchen und buchen. Diese sind dann solche die sich als INSELINSIDER feiern lassen, und anderen Auswanderern Tips und Info geben. Sie werden dir dann erzählen das sie ja nur das beste für dich wollen (ja ja)
Die meisten Auswanderer sind am Anfang darauf besessen Kontakt mit Menschen aus Ihrem Heimatland zu haben, und suchen dort anfangs ihre Freundschaften. (Es geht soweit das sie Kontakt zu Menschen suchen, mit denen sie in Ihrem Heimatland normalerweise nicht zu tun haben würden) Meistens ist es aber so das sie sehr schnell merken das sie nur geduldet und befreundet werden wenn sie von Nutzen sind, sind sie es nicht, werden sie schnell verstoßen.
Man sollte sich einmal vor Augen halten “Warum will ich Auswandern”?? um weiterhin Kontakt zu Deutschen zu haben? dann bleibe ich doch lieber da wo ich bin. Ich empfinde den Kontakt zu den Einheimischen um einiges angenehmer. Entweder man wird Akzeptiert, weil man miteinander klar kommt, oder man geht sich aus dem Weg. Es beruht auf Sympathy, nicht auf Nutzen.
Und so sollte es sich jeder ganz genau überlegen was er von dem Auswandern erwartet, denn die Realität holt einen sehr schnell ein. Man muß Akzeptieren das daß Leben im Ausland nicht wie in Deutschland ist, und man sollte auch nicht versuchen es mit aller Gewalt so zu gestalten zu wollen, sonst wird es zum Disaster.
Und noch ein Abschlußwort:
Nein ich bin nicht davon betroffen,da ich die Menschen sehr schnell beim ersten Treffen einschätzen kann und mich dann distanziere, wenn die Sympathy nicht stimmt.





Am 28. October 2006 um 16:47 Uhr
Herr,
bewahre mich vor Wetter und Wind
und vor Deutschen die im Ausland sind.
Am 29. October 2006 um 19:28 Uhr
Da ich sehr viel reise, habe ich auch schon viele peinliche Deutsche im Ausland gesehen. Was ich gar nicht will, wenn ich im Ausland bin, ist, wie eine Deutsche leben. Ich will dann kein Schnitzel zu Mittag und kein Toast mit Nutella zum Frühstück, sondern ich will das essen, was in dem betreffenden Land üblich ist.
Aber wie ist das bei dir Julisko - möchtest du aus Prinzip gar keine Deutschen treffen auf Gran Canaria (und auch nicht in deinem Blog *loool*), oder geht es dir nur darum, daß du nicht fern von Deutschland wie in Deutschland leben willst??
Peinlich finde ich auch, wenn Deutsche im Ausland deutsche Kulturgegebenheiten erwarten. Ich habe schon mehrere Deutsche in Indien gesehen, die sich laut mockierten, weil der Bus 15 min. zu spät kam für einen Tagesausflug. Ich habe dann kein Deutsch gesprochen und mich distanziert. Da ich indisch gekleidet war und sagen wir mal nicht unpassabel Englisch spreche ;-), wurde ich für eine Engländerin gehalten.
Am 29. October 2006 um 19:59 Uhr
Mir geht es drum, das ich als Ausländerin in einem Fremden Land mich genauso anpassen sollte wie die Deutschen es von Ausländern in Deutschland erwarten.
(Ich bin übrigens Engländerin mit einem Deutschen Verheiratet)
Ich habe nichts dagegen mich mit Deutschen zu treffen, wenn wir auf der selben Wellenlänge sind. Was ich nicht will, ist mit aller gewalt Deutsche Kontakte haben nur damit es getan ist, und Gran Canaria verdeutschen.(Davon gibt es schon genug in den Touristengebieten)
Am 15. April 2007 um 13:45 Uhr
Deutsch ist durch und durch einfach nur noch peinlich ohne Ende !!!
Folgende Attribute verbinde ich eindeutig mit der deutschen Mentalität: Neid, Aroganz, Überheblichkeit, Hochmut, Egoismus, Verklemmtheit, Mißgunst ohne Ende, Ellenbogenverhalten, mehr oder weiniger Kontaktscheu, Intoleranz mit dem dazugehörigen Rasterdenken und und und … um an dieser Stelle nur einge zu nennen !!!
Was das Verhalten gegenüber ausländischen Mitbürgern angeht, dazu möchte ich mich besser erst gar nicht detailierter äußern !!!
Am 15. April 2007 um 18:34 Uhr
Leider benehmen sie sich im Ausland noch schlimmer als Zuhause.
Am 22. April 2007 um 19:42 Uhr
Eben !!! Im eigenen Land führen sie sich doch schon auf wie das Letzte !!! Wie sollte das dann wohl auch schon im Ausland aussehen !? Man braucht sich doch alleine nur den typisch Deutschen Autofahrer hinter´m Steuer anzuschauen, da kommt diese typisch deutsche Aroganz auf unseren Straßen wunderbar zum Vorschein !!!
Am 23. August 2007 um 00:24 Uhr
“Never get abroad a German Yacht”
Das ist ein geflügeltes Wort in der internationalen Yachti Scene..
Am 28. October 2007 um 09:19 Uhr
Wieso habt ihr solche schlimme Meinung ueber Deutschetouristen?! Ich habe gearbeitet fuer 3 Monate auf dem Schiff mit den Touristen aus Russland, Italien, Tuerkei, Frankreich und auch von Deutschland! Die Letze waren die ruhigste und wir hatten sehr wenig Problemen mit ihnen. Zum Unterschied von Italianische, z.B. oder Russische…
Ich bin selbst aus Russland und manchmal schäme ich mich für ihres (ich meine Russische…) Benehmen… Doch das ist normal fuer Mehrheit von Touristen - sie gehen in anderen Laendern um Ferien zu haben und sich zu erholen!
Am 20. December 2007 um 00:21 Uhr
Danke Peter Nickoleit.
Ich als Ausländer mit deutschem Pass spüre die Demütigungen jedentag. Vorallem in letzer Zeit. Aber trotzallem sollte man auch die Guten Eigenschaften Deutschlands und seiner vergessenen Kultur erwähnen.
Das Land der Dichter und Denker: Goethe, Schiller, Kurt Tucholsky…
In wirtschaftlich schlechten Zeiten neigen die Deutschen sehr schnell dazu sich einen Opfer bzw. einen Sündenbock zu suchen, anstatt die Probleme anzupacken.
Hier werden natürlich die Migranten auch die Eingebürgerten gerne als Kanonenfütter benutzt. Sei es für Wahlkämpfe oder sonstiges…
Am 20. January 2008 um 18:37 Uhr
Also ich selbst kam mit der deutschen Mentalität nicht so klar und bin mit 20 nach England gegangen. Da hatte man endlich Ruhe, keine Glotzerei mehr, nicht doof angequatscht werden (von wildfremden Leute, die sich in die eigene Privatsphäre einmischen), da war Toleranz (alle Menschen sind anders) und und und. Ich kam mir vor wie ein Vogel der plötzlich frei fliegen konnte. Ich bin jetzt mit 30 erst nach D. zurück. Weil hier ebend die Lebensqualität zig mal höher ist als in England, hatte aber nicht mehr so mit der Mentalität gerechnet und vieles vergessen.
Nun finde ich es schwierig hier wieder klar zu kommen. Natürlich sind nicht alle so. Ich habe nach 10 Jahren UK einfach super Vergleichsmöglichkeiten.
Einige wenige sind extrem nett und offen und der Rest ist ebend ziemlich bis sehr schwierig. Das Erste was mir in meinen ersten Wochen auffiel war die Unsicherheit bei den meissten, es giebt eine Norm wo alle versuchen reinzupassen, in der UK giebt es sowas überhaupt nicht. Der Hammer ist dass dieses dann auch noch von anderen erwartet wird. Die Kultur ist generell affektiert, nicht entspannt, die Leute sind viel zu sehr aufeinander fixiert, nicht sich selbst, gucken jeden an, lächeln nicht unbedingt zurück, beschweren sich über andere, auch wenn die anderen einen Fehler machen.
Ein Spanier sagte mir das Schwäche zeigen nicht gerne gesehen wird. Über ungewohntes wird viel geredet. Ein franz. Kollege sagte er fühle sich beobachtet von seiner Nachbarin und alle wüssten im Haus was er macht. Furchtbar! Wenn alle so fokusiert auf einander sind und man dann in ein anderes Land geht fühlt man sich voll verloren weil den Leuten da Sch…egal ist wer gerade neben ihnen steht und was man tut! Es ist auch irgendwie eine Erwartungshaltung da wie: “sowas muss man doch wissen!!”. Dafür mangelt es extrem an Höflichkeit, Danke, Bitte und Freundlichkeit! Man kann morgens in der Bank sein und von einem wildfremden Menschen angemacht werden (eigentlich jederzeit überall)!
Ganz schön nervig. Aber was mir am meissten auffällt ist wie gesagt die grosse Unsicherheit der Menschen. Manche versuchen dass dann abzudecken durch sehr viel lautes Gequatsche (was auch sehr nervig ist und nichts mit Selbstbewusstsein zu tun hat). Also ich glaube nicht dass ich wieder auf Dauer hier wohnen könnte und ich vermisse auch die ganze Freundlichkeit. Übrigens eine Bekannte (Diplom Therapeutin) aus England meinte dass die ganze Deutsche Kultur noch stark von der Kriegszeit geprägt ist. Wir sollten die bessere und stärkere Rasse sein, Überlegenheit der Rassen, bessere Gene. Aber dann haben wir den Krieg verloren …. 2 mal!! Was bleibt übrig? Eine Kultur mit Unsicherheit und Schamgefühl.
Am 4. February 2008 um 08:05 Uhr
Anja hat das wunderbar beschrieben … in diesem Zusammenhang möchte ich noch hinzufügen, dass bei den allermeisten Deutschen ein sogenanntes Rasterdenken vorherrscht. Soll heißen, dass die Leute eine bestimmte Vorstellung im Verhalten etc. eines anderen Mitmenschen erwarten, also von Tolleranz keine Spur.
Folglich ist es inzwischen auch sehr schwer geworden, noch nette und freundliche Deutsche kennenzulernen. Wahrscheinlich liegt es auch an der Unsicherheit, Angst, Arroganz und nicht zuletzt an der Verschlossenheit nach dem Motto: “Sprech´ mich bloß nicht an …”
Kurz gesagt ein ziemlich komisches und weltfremdes Volk mit einer überheblichen Ellenbogenmentalität, garniert mit einer guten Portion Neid und Mißgunst. Jeder ist sich halt der Nächste und das ist mit eines dieser Hauptprobleme …
Am 8. March 2008 um 19:27 Uhr
Einfach nur toll eure Beiträge!
Es ist sooooooo schwer INNERHALB von Deutschland Leidensgenossen zu finden und oft richtig sozial “gefährlich” Kommentare abzugeben, denn da der Deutsche ja überhaupt nicht merkt wie er ist, ist er tief gekränkt, wenn man ihn damit konfrontiert. Manchmal versuche ich es, manchmal gebe ich es auf. (Ich glaube man tritt sich da sowieso die Hacken ab) Es erleichtert mich so sehr, was ihr sagt. Natürlich habe ich das auch alles schon lange bemerkt, untersucht, analysiert, überarbeitet.Immer wieder. So tolerant ich beizeiten mit meinem Mutterland war, so negativ fällt die Bilanz am Ende immer wieder aus. So dass ich im Grossen und Ganzen sagen würde, “die Deutschen sind einfach nur unglaublich krank”! Und was macht man, wenn jemand so krank ist? Man hält sich fern, um sich nicht anzustecken. Es fällt mir leider nur nicht immer leicht und tut mir in der Seele weh, weil ich nun mal auch zur Hälfte Deutsch bin. (Andere Hälfte Italienisch). Ich habe hier Abi gemacht und bin dann auch wie Anja auf die Insel gegangen. Danach gabs noch andere Auslandsstationen und mit 27 dachte ich dann mal wegen Arbeit (lach!)nach Deutschland zurückzukommen. Kulurschock ohne Gleichen! Bei mir fing übrigens das Unverständnis in der Pubertät an, vielleicht, weil sich da auch das Temperament entwickelt. Nur in der Zeit glaubt ja noch niemand, dass man quasi den “Durchblick” hat. Ich habe ab 15 Jahren nicht mehr verstanden, worüber die Deutschen lachen, was sie motiviert, sprich, wie sie ticken. Bin jetzt seit 2 Jahren aus pers. Gründen leider wieder hier gelandet, aber plane wieder zu gehen - zwangsläufig, denn das hier in Deutschland ist kein Leben. Die Deutschen wissen gar nicht was das ist.Die leben nicht!!! Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Lebensunfähig, nur überlebens und existenzfähig.
Beispiel: Bin gerade in eine neue Stadt gezogen und heute zum zweiten Mal in den Ruderverein gegangen. Tausend Dinge, die mich mal wieder gelähmt haben: klar bin ich noch nicht gut, aber der Trainer - genauso alt wie ich - war, nachdem ich den Ruderrückzug nach 10, 20 Minuten immer noch nicht draufhatte, richtig persönlich beleidigt und kommentierte dann so mit verachtendem Ton: “ohhhhh (stöhn)dass kann doch nicht so schwer sein!!!!!” und hat immer wieder auf diesem Problem rumgehackt - obwohl klar war, dass ich nun mal Anfänger war. Wieso muss er nur so todernst sein und kann nicht mal begreifen, dass ich da vielleicht noch ein- zweimal Training brauche. Auch in England, Italien hatte ich Trainer die “hart” waren, aber da ist auch immer noch eine weiche Seite, Witz, Humor, Gelassenheit, Wohlwollen. Und damit gelangt man im Endeffekt zu Leistungen die exakter, genauer, stärker als die der Deutschen mit ihrer TÖDLICHEN Verbissenheit sind, wenn man so will (Aber so wird ja gar nicht erst gedacht, gerechnet…!). Ich hab ihn auch hinterher angesprochen,von wegen, “ich würde so nicht funktionieren, nie ein positiver Kommentar und meine Leistung wird schlechter (ist das nicht “logisch” - nein, bis dahin reicht eure Logik nicht ihr dummen Deutsche, wa? Denn selbst die Logik hat ein Brett vorm Kopf!) aber dann kam von ihm so ein “das war nicht so gemeint”. Doch, das war so gemeint. Die Deutschen können einfach nicht aus ihrer Haut. Beschränkt. Die merken das nur nicht. Vieles ist auch so schwer zu beschreiben, das sitzt im Tonfall und den Gehsten (schreibt man das so?).
Am 5. June 2008 um 13:28 Uhr
Hallo,
auch ich bin (leider) Deutscher und kann eure Kommentare voll und ganz nachvollziehen.
Die Deutschen sind größtenteils ein sehr missgünstiges, ernstes, und “plattes” Volk.
Was mich auch mit am Meisten stört ist diese ewige doofe Glotzerei von wildfremden Menschen, die einem haßerfüllt anstieren.
Die Deutschen sind verklemmt und überhaupt nicht fähig so etwas wie Freundschaften oder einfach Menschlichkeit zu leben. Die Meisten haben keine echten Freunde, nur Bekannte, die “nützlich” sein könnten.
von Lebensfreude oder Liebe und Mitmenschlichkeit keine Spur.
Generell kann man sagen das hier,- so krank dies auch ist, aber es ist so- Werte wie Liebe und Mitmenschlichkeit immer noch als Schwäche angesehen werden.
Ich kann es voll und ganz verstehen wenn die Deutschen im Ausland nicht sonderlich gemocht werden. Ich selbst hasse dieses Volk.
Wobei ich jedoch dadurch wohl auch typisch Deutsch werde.
Ich habe mehrere Jahre in Spanien gelebt. Fernab des Tourismus, bei den Einheimischen. Hier fand ich Freundschaft, Menschlichkeit und vor allem LIEBE.
Ich habe Menschen getroffen, echte Menschen und keine Roboter oder Feinde, wie es in Deutschland größtenteils ist.
Wie Christian schon schreibt, “diese tödliche Verbissenheit aus nichtigem Grund, völlig kontraproduktiv und einfach demotivierend”, das tilgt Lebensfreude, das behindert statt einem “Fliegen” zu lassen. Aber leider redet man hierbei wohl gegen eine Wand, denn die Deutschen verstehen das einfach nicht.
Ich denke die Deutschen (ca. 70%) sind einfach schlechte Menschen. Es gibt wenige sehr nette und “verständige”.
Jedenfalls werde ich schleunigst meine sieben Sachen packen und zurück zu den Menschen gehen, die ich liebe.
Liebe konnte ich nämlich in Deutschland gute 20 Jahre nicht finden. Früher war ich traurig darüber. Jetzt weiß ich das es nicht an mir lag, denn Deutschland ist einfach so…leer, gehässig und lieblos.
Am 17. June 2008 um 07:54 Uhr
Ich muss an dieser Stelle doch immer wieder feststellen, dass ich mit meiner Meinung nicht ganz alleine hier vertreten bin … Gott sei Dank !!
Übrigens habe ich beruflich mit sehr vielen, überwiegend fremden Menschen zu tun. Und was diese Deutschen mir oftmals ohne wenige Worte vermitteln, darauf möchte ich besser nicht im Detail eingehen. Zumal sich die o.g. Statements ständig nur wiederholen.
Ein besonderes Hauptaugenmerk in diesem Zusammenhang ist auch die Tatsache, dass es scheinbar noch sehr vielen Deutschen viel zu gut zu gehen scheint.
Und wie die Deutschen bekanntlich so sind, lassen diese es auch oftmals mit einer unermesslich großen Portion Arroganz und Übermut “heraushängen” … von ihrer Selbstherlichkeit ganz zu schweigen !!
Mal ganz abgesehen davon was diese Leute überhaupt für ein Weltbild vertreten …
Am liebsten würde ich morgen früh in einem europäischen, am besten südlichem Nachbarland und in einem etwas “anderen” Leben aufwachen …
Am 4. September 2008 um 08:49 Uhr
Ich kann hier die Kommentare nur bestätigen.
In Deutschland lebt jeder für sich alleine !!!
Eine traurige Mentalität
Am 22. October 2008 um 11:30 Uhr
Wenn ich mir den Grundtenor dieser schwachsinnigen Kommentare anschaue, dann komme ich nur zu einer Schlussfolgerung und Assoziation: Selektive Wahrnehmung! Natürlich benehmen sich viele Deutsche im Ausland peinlich und unangepasst, doch wer daraus schlussfolgert, die deutsche Mentalität sei im Schnitt schlechter als die Mentalität irgendeines anderen Volkes, dem empfehle ich wirklich, einmal über den deutschen Tellerrand zu schauen, die ach so gern getragene alles “typisch deutsche” im negativen Licht erscheinende Brille der deutschen Selbstpeinigung abzusetzen und etwas objektivere Beobachtungen anzustellen. Ich würde behaupten, was hier angeprangert wird, ist nicht der “typisch” deutsche Tourist, sondern überhaupt der “typische” Tourist. Ich lege jedem den Vergleich der hier angeprangerten sozialen Schicht von deutschen Touristen mit ihren britischen, amerikanischen, russischen oder italienischen Pendants nahe. Ist es wirklich etwas grundlegend anderes, wenn sich der Brite in der Toskana am Frühstücksbuffet seinen Teller mit Würstchen, Spiegelei und Ketschup vollpackt oder am Strand von Mallorca nur wenige Kilometer vom Ballermann, an dem sich größtenteils primitive Deutsche daneben benehmen, auf der anderen Seite von Palma de Mallorca genauso daneben benimmt? Macht es einen Unterschied, ob italienische oder spanische Jugendliche nachts volltrunken und in ihrer Landessprache gröhlend durch die Altstadt von Prag wanken oder ob es deutsche Jugendliche sind? Benimmt sich der russische Pauschaltourist an der türkischen Riviera, der, weil er es von zu Hause nicht anders gewohnt ist, Müll grundsätzlich an Ort und Stelle liegen lässt und ihn nicht in einen Mülleimer wirft, nicht peinlich? (Kommentare über Vorurteile braucht muss keiner abgeben, denn ich weiß von unzähligen Russlandaufenthalten sehr wohl, wovon ich spreche.) Um es mal auf den Punkt zu bringen:
1. Wer hier kritisiert wird, sind gewisse soziale Schichten und keine “Völker”.
2. Wenn wir schon so verallgemeinernd argumentieren: “Touris” benehmen sich im Ausland tendenziell schlechter als bei sich daheim. Der Pauschaltourist will in seinem hart erarbeiteten Urlaub eben mal “die Sau rauslassen”.
So bedauernswert und peinlich dieses Benehmen ist: Es kommt sowohl bei Deutschen als auch bei anderen vor!
Am 23. October 2008 um 00:57 Uhr
Ich finde, dass man verallgemeinernd sagen kann: jedes volk besitzt grundsätzliche charakterzüge, die man nirgendwo anders findet. positive wie negative.
was mich vor allem an den deutschen stört sind eifersucht und eine gewisse prahlerische selbstdarstellung, die z.b. nichts mit italienischem machogehabe zu tun hat, was ich wieder humorvoll finde.
auch wird oftmals keine andere meinung erlaubt als die der allgemeinheit. sollte man wagen, seine eigene ansicht kundzutun, dann schlägt oft die falsche offenheit
um in intoleranz.
das fängt schon an, wenn man die mülltrennung nicht all zu sehr einhält…assi, umweltzerstörer,
global-warming assistant - immer diese prinzipenreiterei!
da deutschland nunmal von juristen gegründet wurde, wird hier detailgenau alles zerpflückt…nachbarn werden für acht nicht zurückgegebene cent belangt und verurteilt…andere dafür das obst zu essen, welches von den bäumen der nachbarn aufs eigene grundstück gefallen ist. das sind jetzt natürlich zwei krasse beispiele.
aber das zeigt schon sehr auf die typische art der deutschen, auf dingen herumzureiten, egal wie unbedeutend sie sind - obwohl letztendlich jeder genervt davon ist.
viele merken einfach nicht, wann schluss ist und zerreden die dinge, die einem den tag lang widerfahren sind.
dass es den deutschen irgendwie zu gut zu gehen scheint, wird einem tagtäglich demonstriert.
als beispiel die auswandererdokus: deutsche die von sich selbst die nase voll haben, versuchen hals über kopf im ausland eine neue existenz zu gründen.
unglaublich, was der staat einem in deutschland alles abzwackt, meinte dort vor kurzem eine junge mutter mit zwei kindern und wundert sich dann, dass es in portugal weder kindergeld noch eine pendlerpauschale gibt xD
Am 23. October 2008 um 14:41 Uhr
Ich fand diesen Blog per Zufall auf der Suche nach Informationen, da ich morgen in einer tschechischen Schule eine Praesentation ueber Deutschland halte. Nachdem ich die ersten Beitraege gelesen hatte, dachte ich, dass dies eine konstruktive Diskussion werden koennte, die mir bei der Sicht der Deutschen von aussen helfen wuerde. Doch anstatt wohlueberlegte Argumente vorzufinden, musste ich mit verfolgen, wie sich die Teilnehmer immer mehr in ihre Abneigung gegen das deutsche Volk hineinsteigerten. Besonders stark wurde dies deutlich, als ein aussagekraeftiger Erfahrungsbericht, das einzige Argument, dass versuchte das Thema von einer anderen Seite zu beleuchten, einfach uebergangen wurde. (Entschuldigen Sie, aber deutet dies nicht „TÖDLICHEN Verbissenheit“ und die „Engstirnigkeit“ der Akteure an?)
Eigentlich habe ich keine Zeit zu antworten, doch dieser Ansatz, alles Schlechte in einem Volk zusammenzufassen und dabei die negativen Aspekte der eigenen Kultur heimlich unter den Tisch zukehren, hat mich derart bewegt, dass ich mich gezwungen sah, es doch zutun.
Wenn wir uns auf den Anfang zurueck besinnen, an dem es um das Verhalten der Deutschen im Ausland ging, und in Anbetracht dessen, dass in diesem Blog oft von Englaendern die Sittenlosigkeit der Deutschen betont wurde, moechte ich darauf aufmerksam machen, dass Urlauber aus dem UK, auf der Unbeliebtheitsskala sehr weit oben stehen. Immer wieder hören wir folgendes Klischee: Englische Touristen ziehen in Horden, laut, besoffen und aufdringlich durch die Strassen und rauben den normalen Leuten den Schlaf. Doch kann man dies nicht dogmatisch feststellen, deswegen moechte ich hinzufuegen, dass es natuerlich auch friedliche Touristen aus diesem Land gibt.
In dieser „Diskussion“ werden immer wieder generelle Aussagen ueber „die Deutschen“ und den „typischen Deutschen“ getroffen, doch wie ist er?
Kalt, gefuehlslos, egoistisch, missguenstig, neidisch, ohne Benehmen, unfreundlich, intolerant, krank, lebensunfaehig; um nur ein paar der Adjektive zunennen. Kurz gesagt: Durch und durch schlecht! Kann man so eine Aussagen ernsthaft unterstuetzen? Ist es so einfach?
Wie ist denn der „typische Italiener?“ Klein, isst den ganzen Tag Pasta, hat einen Goetterkomplex, redet zu viel und zu laut und hoert niemandem zu; also durch und durch oberflaechlich? Das wuerde auch niemand sagen, obwohl es noch weitaus harmloser ist.
Ich bin halb italienisch und halb deutsch, trotzdem stehe ich voll hinter Deutschland, meinem Heimatland, ohne meine gemischte „Rasse“ als Ausrede zuverwenden, mich als „Leidensgenossen“ darzustellen und meine Wut ueber die schlechten Seiten des Menschen an einem einzigen Volk auszulassen. Anstatt mich still aus der Affaire zuziehen, um dann einen prima Suendenbock fuer alles zuhaben, unterstuetze ich dieses Land und zeige der Welt, dass die Deutschen eben doch nicht alles das sind, was ich oben aufgezaehlt habe.
Es mag sein, dass das deutsche Volk verschlossener als manch anderes ist. Doch das dies vielleicht an der Historie des Landes liegt, hat kaum einer bedacht. So ein Ereigniss praegt die Bevoelkerung. Die Deutschen mußten sich intensiv mit ihrer Vergangenheit beschäftigen, in der Folge veränderte sich die Gesellschaft. Viele Menschen hadern noch immer mit den Erinnerungen und ihrem Gewissen, doch Deutschland ist dabei mit sich ins Reine zukommen und auch die anderen sollten einen Schritt nach vorne machen und sich von dem Klitschee des unfreundlichen, Mercedes fahrenden Deutschen mit Bierwampe loesen.
Am 31. October 2008 um 00:59 Uhr
Hi erstmal!
Ich bin per Zufall auf diese Seite gestoßen. Ich habe mehr als 50 Länder bereist und kann nur sagen, vieles kommt mir hier bekannt vor, wenn es um die Mentalität der Deutschen geht, mit der ich leider auch nicht allzuviel anfangen kann.
Ja! Es gibt ihn, gerade bei der älteren Generation, den kleingeistigen, verklemmten deutschen Spießer, Nörgler und Besserwisser.
Ich arbeite im Hotelgewerbe und habe ständig viele Nationalitäten um mich herum und stelle auch oftmals fest, das die Deutschen schon ein Völkchen für sich sind.
Jedoch hat jedes Volk seine Eigenheiten und ich schätze schon ein wenig deutsche Pünktlichkeit, Ehrlichkeit, Zuverlässigkeit ecet. Denn damit sieht es in südlichen Ländern schon etwas anders aus.
Jedoch die hier viel benutzten Begriffe, wie Neid, Hochmut und Arroganz bei deutschen und schlechtes Verhalten im Ausland, kann ich nicht unterschreiben.
Ich finde andere Nationen führen sich im Ausland teilweise viel schlimmer auf.
Was mir immer wieder aufs neue auffällt, das die Deutschen schon recht verklemmt, kalt und unromantisch sind und generell keine Leute sind, mit denen man so easy, locker reden kann, wie etwa mit den Amerikanern, oder Australiern. Somit nenne ich diese Nationen auch immer the easy going international people.
Aufgrund der Tasache, das die Deutschen auch nuneinmal so sind wie sie sind, werden die kontaktfreudigen Amerikaner, Australier, Kanadier ecet……… auch immer als oberflächlich angesehen, da der verklemmte Durschnittsdeutsche einfach nicht die Art und Weise versteht, wie der kontaktfreudige, offene Amerikaner kommuniziert.
Was mich jedoch am meißten in Deutschland stört, ist das hier zu Lande oft auf einem sehr hohem Niveau gemeckert wird.
Es gibt nämlich sehr wenig Länder, in denen man soviel Urlaub, soviele Feiertage hat und so gut lebt wie hier.
Am 1. November 2008 um 21:25 Uhr
leider bin ich auch in diesem Land mit seiner eigenartigen Mentalität, die mir irgendwie so gar nicht liegt geboren und fühle mich leider auch total als angepasster Deutscher. Obwohl es sicherlich schlechtere Länder zum leben gibt, wollte ich schon als Kind immer auswandern.
Ich bin im Leben schon sehr viel gereist und was mir in Deutschland immer wieder aufs neue auffällt, das man mit den meißten Leuten hier nicht locker abreden kann, was wohl auch an der Deutschen Sprache liegt, die irgendwie so völlig anders ist.
Sicherlich ist es eine super Sprache für die Wissenschaft und Lyrik, aber nicht für den unkomplizierten Umgang und Gefühle.
Auch kann ich mich der Meinung meiner Vorgänger hier nur anschließen, das die Deutschen als Volk einfach meißt kalt, gefühllos, verlemmt, spießig und unromantisch sind.
An dem Wetter kann es wohl kaum liegen, denn die Engländer,Skandinavier, sowie Holländer finde ich völlig anders.
Ich stelle dies immer wieder aufs neue fest, wenn ich wie so oft in der Welt unterwegs bin.
Leider kann ich ähnlich wie Gerhard Polt diese Eigenschaften nicht verachten, da ich sie bei mir selbst sehe.
Jedoch ist es einfach nicht richtig hier zu behaupten, viele Deutsche seien, neidisch, hochmütig, arrogant und im Ausland vom benehmen das Letzte.
In meinen Augen ist es einfach eine traurige, verklemmte, spießige Mentalität die mir nicht liegt und dann diese ewige Meckerei auf hohem Niveau, echt schrecklich.
Viele sollten mal für ein Jahr ins Ausland, zum Besispiel für nach England gehen, um zu sehen wie gut es ihnen hier geht.
h
Am 2. November 2008 um 16:19 Uhr
Sicherlich sind die Deutschen nicht die herzlichsten, lockersten und zugänglichsten Menschen auf dieser Welt. Aber Anhand dieser Texte sehe ich mich wie so oft darin bestätigt, was ich schon seit langem weiß. Viele deutsche mögen sich selbst, ihr Land, ihre Geschichte einfach nicht.
Aber wen wundert es auch großartig, wenn man ständig im Fernsehen und den Mendien darauf hingewiesen wird, was die Deutschen doch großes verbrochen haben.
Für mich hat das Ganze schon etwas von Brainwashing, da es ständig wie ein Wiederkäuer unaufhaltsam im Fernsehen wiederholt wird.
Da behauptet ein Daniel Goldhagen in seinem Buch (1996) “Hitlers willige Vollstrecker ” Das die Deutschen ein von Natur aus rassistisches, Killervolk seien und diese Eigenschaft immer noch haben, diese im Moment jedoch nur schläft.
Und ein Steven Spielberg zeigt seinen Film “Schindlers Liste” (1994) bis in die die hintersten Winkel der Welt, dessen Nachricht ist, welch brutale und kalte Menschen die Deutschen doch sind. Und obendrein werden diese Leute noch von Regierg und Medien geehrt, umjubelt und mit Preisen überhäuft.
Die stolzen und nationalbewußten Japaner, würde sich derartige Schikanen NIEMALS !!!!! bieten lassen und auch diese haben im zweiten Weltkrieg mitgewirkt.
Jedoch liest und hört man kaum jemals ein Wort wie vortschrittlich, modern und menschlich einst das alte Preußen war. Wo Kinderarbeit verboten war und die regierung Wucherzins und waghalsige Kapital und Aktieneschäfte untersagte. Mit einer derartigen humanen und menschlichen Gesetzgebung hätte sich eine solche Finanzkrise wie jetzt nie ereignen können.
Aber es ist absolut logisch, das alles deutsche schlecht geredet wird. Denn das vortschrittliche denken und handeln einiger spitzenhafter Politiker von einst passt eben nich in die Zeit des Raubtierkapitalismus, der Abzokkergesellschaft und des allgemeinen Werteverfalls der heutigen Zeit.
Die Frage ist nur, wer steckt dahinter ?? Sicherlich sind die Denkansetze des Filmes ZEITGEIST gar nicht so verkehrt !!!
Am 27. December 2008 um 15:10 Uhr
Hallo zusammen!
Eure Beiträge sind alle höchst interessant. Ich hoffe, Euch ist bewusst, dass Ihr hier die Deutschen stereotypisiert, vielleicht treffend, aber dennoch ist es eine Art des Denkens und Urteilens die sehr gefährlich und auch engstürnig ist. Wenn man eine Kultur vergleicht oder bewertet, setzt man den Bezugspunkt zu einer anderen Kultur, also in Relation zu einer anderen Kultur (aus der ihr stammt oder die ihr besonders toll findet, …). Das heißt dann aber, dass diese Vergleiche nicht wirklich objektiv sind…und das birgt eine weitere Gefahr: ihr vergleicht bzw. bewertet eine Kultur, nennt diesen Vergleich einen objektive Feststellung und verallgemeinert/stereotypisiert. Dass dabei eine Annahme und nicht die Tatsache zugrunde liegt, dass diese Beobachtung objektiv und somit stimmig bzw. der Wahrheit entspricht, ist vielen nicht bewusst. Das hat wieder etwas Unreflektiertes in sich und entspricht nicht einer kritischen Betrachtungsweise.
Mein Vorschlag ist, wenn ihr eine Verhaltensweise beobachet, die ihr nicht toll findet, sprecht die Person direkt darauf an. Stößt sie so zu sagen zum Denken an.
Ich wollte meine Freunde aus Spanien nach Deutschland einladen und mit ihnen bei meinen Eltern im “oberschwäb´sche Ländle” übernachten. Was meinten meine Eltern: “Nein, wir wollen unsere Ruhe haben. Du kannst doch nicht jeden Bekannten einfach so einladen…”. Aber ich bin so. Mich haben auch andere einfach so zu sich eingeladen. So kam ich im Ausland sehr viel und sehr oft herum und hatte Gelegenheit, meine Freunde dort zu besuchen. Und was soll ich machen…soll ich sagen, die Deutschen sind nicht weltoffen, sie sind eigenblödlerisch und das Gegenteil von gastfreundlich, sie wollen ihr Zuhause schützen als eine nicht antastbare hochheilige Privatsphäre?! Quatsch, ich darf das nicht bewerten und anschließend stereotypisieren (auch wenn ich eine andere Vorstellung habe und anderer Meinung bin). Ich schäme mich auch für meine Eltern. Aber das einzigste was ich machen kann ist a.) lernen zu akzeptieren, dass meine Eltern andere Werte und Vorstellungen haben und b.)ich sie nur anregen und ermutigen kann, Dinge vielleicht auch mal anders anzugehen und c.)das Ganze als Anregung zu nehmen, es anders zu machen. Wir brauchen Unterschiede, egal ob sie für uns negativ oder positv erscheinen, um unsere eigene Art der Person und der Kultur erkennen zu können. Die große Herausforderung und zugleich Verantwortung ist es, wenn wir Unterschiede erkennen, diese Wahrheiten zu nutzen, um das Positive im Leben zu verwirklichen. So brauche ich z.B. einen Egoisten. Denn an ihm erkenne ich, was egoistische Verhaltensweisen sind. Meine Veranwortung ist dann, meine Erkenntnis umzusetzen, z.B. dass ich soziale Verhaltensweise oder solidarische… verwirkliche. Versteht Ihr mich???!
Dicken Gruß, Eure Andi.
Am 28. January 2009 um 00:38 Uhr
Hallo erstmal,
bin auch deutsch,mit deeutschem pass und bin sehr viel beruflich im Ausland unterwegs auf allen Kontinenten und vielen Ländern. Das mit dem allgemeinen “deutschem” Verhaltensmuster und Einstellung kann ich bei vielen Leuten bestätigen aber man kann das nicht so vereinfacht darstellen. Nicht jeder Deutsche ist gleich genau wie nicht jeder Chinese oder Inder gleich ist. Ich kann nur allgemein sagen dass mich vor allem am Anfang das Gefühl ein Ausländer zu sein sehr zu schaffen gemacht hat. Das mag in erster Linie daran liegen dass ich wenn ich im Ausland unterwegs bin nicht an “typischen” Tourismusorten oder sonst welchen von Ausländern besuchten Orten verkehre. Da wird man dann angeglotzt nicht angeschaut die Leute bleiben stehen und glotzen dich an weil sie des erste mal nen Europäer oder nen Menschen mit langer Nase sehen und machen Fotos von dir wenn du dich umdrehst und weitergehst oder streicheln dir einfach mal so über deinen Arm weil du da Haare hast und rotzen dir einfach mal vor die Füße oder sagen einfach mal “dreckige Langnase” zu dir im Aufzug und grinsen dich mal dreckig dabei an weil sie meinen du verstehst nichts. Soviel mal zum Thema wies wo anders laufen kann. Fliegst du auf die andere Seite sind die Leute sehr aufgeschlossen. Also kann man das nicht unbedingt alles pauschalisieren. Distanziere mich auch des öfteren von Deutschen weil des Verhalten eifach daneben ist. Liegt aber vor allem in der Erziehung und den Werten nach denen man erzogen wurde sich selber angeeignet hat und wertschätzt. Wenn du denkst du bist jetzt der Macher und Leute wie dreck behandelst geht des so lange gut bis sie des von dir haben was sie wollen dann bekommst du meistens die Rechnung. Ich kenn viele Chinesen, Inder etc. die noch viel mehr schlechtere Tugenden und Mentalitäten haben als die meisten Deutschen. Allgemein kann ich nur sagen wenn man die Menschen so behandelt wie man selber behandelt werden will funktionierts auch meistens. So wie oben beschrieben dass rumgemeckert wird wenn der Bus 15 minuten zu spät kommt muss einem klar sein bevor man ins Ausland geht. Die richtige Ansicht ist froh zu sein dass überhaupt einer kommt……..
Auf diesem Wege
Grüße
Am 23. February 2009 um 22:41 Uhr
Hallo,
ich bin Italienerin, 9 Jahre in Italien aufgewachsen, 20 Jahre in Hannover und seit 7 Monaten in Helsinki viel gesehen und erlebt.
In Italien gibt es Menschen die Freundlich sind und Menschen die in Napoli in den Müll gehören.Und viele Menschen wünschen sich manchmal so einen Wetter wie in London weil das oft zu heis ist,(Nachts 42g. usw)Viele Italiener machen sich (mehr im Süd z.b) gar keine gedanken ob Sie heute einen job haben oder nicht denn oft helfen die Eltern in Sizilien machen das 95% der einwohner und der Druck vom Arbeitsamt ist nicht sowie in Deutschland. Dafür haben die Arbeitslosen nicht soviele Rechte wie hier in Deutschland. Die Deutschen haben vielleicht mehr Druck wenn die Arbeitslos werden dafür bessere Rechte meiner meinung nach.(Und ich kenne den Unterschied) Die Deutschen sind in Italy sehr beliebt,98% der Deutschen machen einfach nur Urlaub nerven niemanden,bewundern das Land, sie bringen Geld und die Italiener freuen sich welches Land tut das nicht??? Als ich in Deutschland war, habe ich in 2 verschiedene Bundesländer gelebt, in Hessen 2Jahre und in Niedersachsen 18 Jahre. In den lezten Jahren war ich am Wochenende in viele andere Städte gewesen, Berlin, Köln, Hamburg, München, Frankfurt usw und ich habe oft gesehen das die Deutschen garnicht soooooooooo schlecht drauf sind wie ich es hier oft gelesen habe, stimmt doch garnicht es gibt auch in Deutschland solche und solche…..Aber meine erfahrung war sehr positiv alle waren sehr nett und ein schlechten Tag hat jeder mal…Die Deutschen schieben Ihre Laune oft an das Wetter Grau, Regen Schnee usw….Was sollen Die Finnen hier sagen, ich sehe Schnee hier seit November 2008….Zu den Finnen….wenn ich das mal so vergleichen darf, hier gibt es gar kein Lächel, oder sorry, oder entschuldigung darf ich mal durch, oder was weiss ich, wenn jemanden am niesen ist dann sage ich immer Gesundheit und danke und bitte, nichts keine Reaktion das ist meine beurteilung seit 7 Monaten in diesen Land, das heisst aber nicht das alle so sind, dafür braucht man länger um das ganze richtig zu beurteilen….aber gib den Finnen das Gute ALKO dann kriegst du sogar einen Heiratsantrag, so sind die Deutschen nicht, ein Deutscher spricht eine Frau auch wenn er mal Nüchtern ist…Das liegt vielleicht daran das nicht so viele Ausländer wohnen:-) woher sollen die auch kommen? Es gibt hier Russland und Schweden als nachbarnländer? Ach ja und Estonia. Aber Ihr leben auch viele Deutsche seit über 20, 30 Jahren. Ich kenne keine noch nicht.
Was ich damit sagen will, Deutschland ist doch garnicht schlecht und schlimm wie viele denken, seit alle froh Modernes Land, nicht soooooooooo Teuer, Lebensmittel und der Rest in Finnland kostet das dreifache, genauso wie Miete Haus usw und die Menschen verdienen NICHT das Dreifache.
Es gibt überall solche und solche mann muss das Beste daraus machen.
Hei Hei
Am 27. February 2009 um 14:02 Uhr
die Deutschen sind in erster Linie arme Socken die
von einer Preußentumartigen Verwaltungs und Behördenobrigkeit
aus CDU/SPD in Grund und Boden regiert werden,und scheinbar auch regiert werden wollen,getreu dem Motto nur die dümmsten Kälber wählen ihren Schlächter selber.Daraus resultiert alles andere für diese braven Lemminge.
Am 12. March 2009 um 01:56 Uhr
Liebe Deutschlandtouristenfreunde bzw Deutschlandtouristennichtmöger;)
Ihr seht das Ganze meiner Meinung nach aus eier eingeschränkten Perspektive, ich werde versuchen es euch zu erklären, wie ich es sehe:
Klar gibt es peinliche deutsche Touristen im ausland aber meistens sind sie nur den deutschen selber peinlich. Es gibt auch peinliche englische Touristen oder peinliche italienische Touristen, aber von denen kriegen wir Deutschen im Ausland nicht so viel mit, weil wir nicht alle der sprache mächtig sind oder vielleicht einfach nicht richtig hinhören, dafür aber bei unseren landsleuten umso genauer.
Das deutsche immer pünktlich sind und arrogant und immer ordung haben müssen sind grobe Klischees die nur z.T. stimmen. Vielleicht habt ihr einfach mit manchen Leuten schlechte Erfahrungen gemacht aber das kann euch genausogut mit Spaniern oder engländern passieren.
Klar ist jede kultur und mentalität unterschiedlich und man sollte sich das beste davon heraussuchen. die einzige schlechte mentalität die ich bei euren einträgen sehe ist, dass ihr euch selbst und eure landsleute schlechter macht als sie sind.
nur wer seine heimat liebt und sie im herzen trägt kann auch woandes(im ausland) glücklich werden, das ist eine alte chinesische weisheit. wer seine heimat mit hass verlässt wird auch woanders sein glück nicht finden, denn es liegt in einem selbst( dieses Zitat gilt allen die auswandern weil sie sagen in deutschland ist ja alles doof).
ich bin auch für längere zeit im ausland, möchte aber bald wieder zurück, weil ich zu schätzen weis, was ich zu hause habe, es ist nicht nur der höhere standard( wohnkosten sind woanders im vergleich zu deutschland viel höher insbesondere in spanien)sondern auch einfach ein heimatgefühl mit allem drum und dran und das man jederzeit weis wieder zurückkehren zu können und mit offenen armen empfangen wird.
Am 12. March 2009 um 02:00 Uhr
Bitte nicht vergessen, die deutsche sprache war einst mal sprache der romantik und der dichter und auch heute gibt es noch viele menschen gerade im ausland die auf grund dessen germanistik studieren
Am 17. March 2009 um 11:43 Uhr
Liebe Lena,
wenn man in Deutschland lebt kann man dieses Land nur hassen. Ich habe nichts gegen die deutsche Landschaft, die mitunter auch schön sein kann. Aber leider wirkt sich die Mentalität der Menschen in einem Land auch auf das Gemüt aus. Ich bin vor 20 Jahren aus dem Ausland nach Deutschland gekommen zusammen mit meiner Familie. Meine Familie und ich mussten oft erleben, dass man als Ausländer z.B. bei der Wohnungssuche diskriminiert wird. Auch bei der Vergabe von Arbeitsplätzen werden Ausländer in Deutschland stark diskriminiert. Das habe ich selbst erlebt und erlebe es noch immer. Davon kannst du sicherlich nichts mitbekommen haben, da solche Dinge einfach an dir vorbeiziehen. Auch kam es schon mal vor, dass wir als Ausländer in einem Laden nicht genauso bedient werden wie eine echte deutsche Familie. Oder andere drängeln sich an der Kasse vor dich und die Verkäuferin sagt nichts weil du ja eh nur ein Ausländer bist. Man kann mit Recht sagen dass die Deutschen eine gewisse Grundmentalität haben, die sie von anderen Völkern unterscheidet. Wer das verleugnet ist nicht ehrlich zu sich selbst und redet die Dinge schön. Was mich aber noch sehr stört an der deutschen Mentalität ist das unflexible Verhalten und das Schubladendenken. Egal ob du Arbeitsloser bist, Ausländer, Schwuler oder Behinderter. Alle Menschen werden nach einer Art Rastermuster in eine gewisse Schublade gesteckt und nach der immer gleichen öffentlichen Meinung gewissermaßen hingerichtet. Arbeitslose in Deutschland sind z.B. immer faul und müssen dementsprechend behandelt werden. Ausländer in der öffentlichen Meinung meist kriminell und ungebildet weshalb man sie dementsprechend behandelt. Ich denke man muss sagen dass die deutsche Mentalität sich in den vergangenen Jahrzehnten nach dem Krieg sehr gewandelt hat. Viele Deutsche leiden leider noch an den Spätfolgen des Krieges und haben Depressionen und Angstzustände. Auch das ist etwas was wir in der öffentlichen Meinung in Deutschland stärker diskutieren sollten.
Am 20. March 2009 um 23:27 Uhr
Die Deutschen sind schizophren. Wer das nicht sieht ist meiner Meinung nach blind oder eben selber schizophren oder verdrängt etwas. Schizophrenie ist anstrengend. Es gibt im ehemaligen Jugoslawien auch schizophrene Völker. Dennoch die haben immer noch eine wirklich warme Seite. Die haben die Deutschen nicht. Und das ist einfach nur hässlich. Sie haben nichts zum ausgleichen - also ausser brutale Pünktlichkeit und Pedanterie. Wem das ausreicht….
Mein Nachbar unterrichtet die werdenden Oberärzte der deutschen Psychiatrien. Haben uns ‘nachbarschaftlich’ unterhalten und er hat mir erzählt dass die Polinnen und Russinnen die mit deutschen Männern verheiratet sind, die sexuelle Seite nur ’schwer ertragen’ und zum richtig guten ….. alle mindestens einmal pro Jahr in die Heimat fahren und es sich gut gehen lassen
Es gibt medizinische Forschung über ‘german bitterness syndrom’.
Es gibt Unterschiede zwischen den Kriegskindern und Kriegsenkeln. Die Kriegs oder Nazi-Kinder haben Kälte erfahren und diese nicht ausreichend verarbeitet und deswegen weitergegeben. Das sind dann so die Mitt-Sechziger die in der Strassenbahn rummeckern wenn da ein Fahrrad ist und man könne doch bei dem Wetter fahren - was für eine Indiskretion! Zumal es erlaubt ist. Die haben sozusagen mit dem schizo-Verhalten angefangen. Es gibt im Sandkrughof Seminare von wegen Aufarbeitung.
Das einzige was fehlt ist das Öl im Getriebe. Das ist ein zuvorkommendes Verhalten, ein Lächeln etc. Das kann aber niemand geben, der es nicht selbst erfahren hat. Und so wird sich das nicht so schnell ändern.
Das Klima auf der Strasse ist eben mies. Rette sich wer kann in Klüngelwirtschaft, Clubs, Interessensgemeinschaften. Das ist das einzige was man für sich machen kann.
Wer aber wirklich Zwischenmenschliches erleben möchte, der muss weggehen oder sich mit einem Ausländer zusammen tun.
Selbst die die lächeln (die Deutschen) sind dann beschränkt, prahlerisch. Das Lächeln alleine reicht nicht. Es ist eine ganze barbarische Antikultur.
Am 22. March 2009 um 20:40 Uhr
und das schlimmste ist. wenn Deutsche ins Ausland gehen und jammern das man deutsche Verhältnisse nicht hat. Wieso wandern die dann überhaupt aus? Wenn die deutsche Verhältnisse wollen dann sollen die doch in DE bleiben.
Am 23. March 2009 um 11:37 Uhr
Ich hab mich immer gefragt, wieso es in Deutschland sowiele Vorschriften und Regulierungen gibt. Ich dachte immer die Regierung sei schuld, aber jetzt weiss ich es ist die deutsche Mentalität die sowas will.
Am 28. March 2009 um 17:32 Uhr
Weiß jemand von euch warum deutsche Nachbarn sich immer wie Schweine aufführen müssen ? Ich will niemand von euch beleidigen oder das verallgemeinern aber ich habe diese Erfahrung gemacht. Es kommt bestimmt auch auf die Wohngegend an. Aber dort wo ich wohne mischen sich die Nachbarn in anderer Leute Angelegenheiten und lästern so über dich dass du es auch noch mitbekommst. Ich weiß nicht wie krank ein Mensch sein muss dass sein Privatleben fast auschließlich darin besteht das Privatleben seiner Nachbarn zu beobachten und sich täglich darüber zu unterhalten. Merken einige Leute in Deutschland eigentlich nicht selbst wie pervers ihr Verhalten ist ? Ich meine brauchen die das schriftlich bestätigt mit einem amtlichen Stempel ? Armes Deutschland.
Am 28. March 2009 um 18:51 Uhr
Also ich würde das aber nicht alleine auf die Deutschen münzen. Ich habe auch lange in England gelebt und dort war es nicht besser. Der Mensch ist von Grund auf neugierig, und alles was skandalös sein könnte wird begutachtet und darüber getratscht. Auch hier auf der Insel ist es nicht anders. OK Wenn man einer bessern Gegend wohnt denkt man das man davor geschohnt ist, aber………………………. wer weiß was hinter geschloßenen Türen und vorgehaltener Hand getuschelt wird. Ich denke das viele so ein langweiliges oder trauriges Leben führen das jede Ablenkung für sie ein highlite ist.
Am 16. April 2009 um 12:23 Uhr
Hallo,
hier wird so oft über disckriminirung gesprochen….Habe ich als Italienerin in Deutschland oder meine Eltern, Verwanden die schon seit 30 Jahren in Deutschland leben nie was negatives gehört…Deswegen kann ich nichts sagen…
Ich lebe seit 7 Monaten in Finnland und ich glaube das viele Menschen hier nicht jeden mögen…..Mann ist hier auch nicht wirklich wilkommen…Ich habe noch nicht mal einen Beratungsgespräch beim Arbeitsamt bekommen.Keinen Scherz…
Also nicht so laut über Deutschland sprechen..Wenn mann seit 20 30 Jahre in Deutschland lebt und nichts anderes wirklich erlebt hat, dann können wir nur über unsere Umgebung sprechen und nichts anderes…und vergessen dabei das es in viel andere Länder nicht besser ist. Das was wir toll finden, was wir besser finden in Spanien in Italien usw das ist nur unsere Urlaubszeit. Na klar ist alles schön, wir haben Geld, Spass, sind entspannt, für 2 Wochen ist alles super…Aber wir können uns nicht vorstellen wie es ist 1, 3, 5 Jahre in diesen Länder zu sein….Auch in diese Länder haben Menschen schlechte Laune. Viele können sich das nicht vorstellen aber es ist so…
Es gibt keinen Land wo gesagt wird: Herzlich willkommen, wir haben Arbeit und Geld für euch….Das ist vorbei.
Disckriminirung gibt es überall. Hier spüren das manche sehr stark.In Italien is es auch nicht besser, stark zugenommen hat es in den lezten 10, 15 Jahre.
Ich bin immer noch der Meinung das wenn mann sich nicht mehr wohl fühlt, dann sollte man wieder zurück keren da wo man her kommt oder Auswandern warum nicht? Auswandern wenn der Job 100% sicher ist das ist sehr wichtig und wenn mann die Sprache beherscht….Zurück zu keren ist aber auch manchmal schwehr und wenn mann Kinder hat dann is es Komplizierter. Meinen Freund ist aus Finnland ich fange von 0 an, das ist hart. Der Vorteil hier spricht jeder Englisch. Was aber auch einen Nachteil sein kann, du lernst die Sprache langsamer.
Trotz der Mentalität hoffe ich immer noch das Meinen Freund nach Deutschland versetzt wird ich finde es dort schöner, meine Freunde, Familie sind alle dort und unglaublicherweise is es in Deutschland WÂRMER:-)
Also an alle Mann Kopf hoch, lächel, positiv denken, bald ist der Sommer da und nicht sooooooooooo viel schimpfen es ist hart und schwehr überall…
Hei hei..
Am 24. April 2009 um 15:11 Uhr
Hört auf zu weinen und zu jaulen!
Die sind doch alle voll im AUSSTERBEN!
Deutsche, Östereicher, egal wie die Nordeuropäer alle heißen und die ganzen weißen Nordamerikaner dazu, werden in wenigen Jahrzehnten verschwunden sein.
Lasst uns alle die Multikultur, in der Mode und in den Medien kräftig unterstützen und sie sind alle bald mutiert. Wenn es so weiter läuft wie bis her bekommen die immer mehr Farbe, eine bessere Mentalität und dann müssen sich diese Nazinachkommen auch nicht mehr für den Massenmord schämen, denn dann sind sie etwas Neues, etwas Besseres.
Das Wort Multi heißt viele, viele sind mehr als Zwei.
Wer multikulturell ist, kennt, beherrscht, lebt, in mehr als zwei Kulturen.
Um eine Kultur kennen zu lernen, muss man die Sprache beherrschen.
Nur über die Sprache erschließen sich Sitten, Traditionen und kulturelle Zeugnisse, wie Bauwerke, Bilder und Bücher. Eine gut beherrschte Fremdsprache macht aber noch lange nicht bikulturell, denn es fehlt die Prosodie sowie das Leben in diesem Land. Nur wer vorort ist, sich vorurteilslos einlässt und weis, wie die Menschen leben und was man auf der Straße spricht, versteht Sitten und Bräuche. Nur so wird die eigene und die fremde Mentalität transparent und erklärt das vorher erlernte.
Ein einfacher Mensch leistet das, mangels Intellekt und Methode nicht!
Ein multikultureller Mensch spricht folglich, mindestens drei Sprachen, kennt, deren Kulturen, Sitten und Traditionen. Lebt, zumindest monateweise, in den entsprechenden Ländern. Außer ein paar Wissenschaftlern, Begabten und Genies, gibt es weder multikulturelle Menschen, noch eine multikulturelle Mehrheits-bevölkerung, geschweige denn, Städte oder Länder.
Dennoch wäre eine Begriffs-korrektur eine unsinnige, obsolete, Transformationsbehinderung!
Denn, nach wie vor, bedeutet dieser Begriff, dass man nett mit Fremden ist, im Ausland Urlaub macht, in den Geschäften von Zuwanderern einkauft, sowie in deren Imbissen und Restaurants essen geht. Fremde Kollegen, migrantische Nachbarn, Parallelgesellschaften sowie nationale Konglomerationen, sollten weiterhin als Begriffsfüllung gelten.
Es ist zum Ablauf einer sanften Mutation absolut ausreichend.
Wer, in den globalen Medien nach Multikultur forscht, findet die Sinnstiftung, in multikulturellen und interkontinentalen, Freundschaften, Paaren, Ehen und Familien. Im Kontext von Unterhaltung und Information wird dieser Lerninhalt, permanent, subtil, intermittierend, transportiert. Das Ziel der seit vielen Jahrzehnten anhaltenden Erziehung zur Multikultur sind binationale Ehen, respektive deren Kinder und Enkel. Multikultur ist folglich ein multi-kontinentales, multi-ethnisches Verbesserungsprogramm, zur Kulturellen- und Mentalitätsaufwertung weißer Komponenten und zugleich eine quasi-genetische Entnazifizierung.
Die mediale Erziehung zur Multikultur findet hauptsächlich in Ländern mit über-wiegend (nord-) europäischstämmiger Bevölkerung statt und beginnt schon im Klein-kindalter (TV, Buch, etc.). In diesen Ländern leben, kinderlos und stark überaltert, beständig sinkende 9,8 % der Weltbevölkerung. Weiter schaffen in diesen Ländern die Medien, wie TV, Film, Werbung für die Industrie, Zielgruppen bezogen, einen, optisch weitgehend homogenen Konsumenten mit positivem internationalen Image.
Auch dadurch ist der Erfolg dieser Aktion gut abgesichert.
Da sich, nach dem Holocaust, keines dieser Länder frei von faschistischen Rasse-gedanken erwies, in vielen dieser Länder verfolgte Juden mit Todesfolge abgewiesen worden waren und sich dort, nicht nur Kollaborateure, sondern auch lupenreine Nazis/Faschisten fanden, war diese Erziehung zwingend geworden.
Um den Vorgang zu erleichtern, wurde um 2000 in den USA und Canada, amtlicher-seits, die vorwissenschaftliche Blumbach-Definition aus dem Jahre 1775 (Dissertation, University of Göttingen ) der „caucasien-race” reaktiviert. Die, u. a. Turkvölker, sowie Menschen aus, Nordafrika, Arabien (Hamiten/Semiten), Balkan, Slawien, Kleinasien, dem kaukasischen Raum, Persien und Indien (incl. White Hispanics), als weiß subsummiert, die den (nord-) europäischstämmigen US Bürgern eine 74%-ige weiße Mehrheit darstellt.
Je weiter die Bevölkerung von der eigenen Kultur, Traditionen und Sitten, entfernt ist, um so leichter ist die Überlagerung mit anderen, auch pseudo, Kulturen. Die Entwicklung der lokalen, indigenen Kulturen ist erziehungsgemäß unerwünscht.
Die Reklamation des Status einer bedrohten Minderheit ist durch die negative Historie absolut indiskutabel, da, sowohl Kulturverlust, als auch Bevölkerungs-schrumpfung, das Ergebnis eines allseitigen Desinteresses ist.
Wer Hoch-Kultur nicht erlernt hat, z. B. Musik und Lieder, adaptiert Vieles, wie wechselnde Jugendkulturen und wird Hoch-Kultur nicht weitergeben können. Er wird die im Urlaub besuchten Völker, die authentisch schreiben und singen, bewundern und unter Umständen den Wunsch verspüren dazu zugehören. Konsum-angebote, wie die verschiedenen Moden (Rap, Punk, Rock, Weltmusik, etc.) schließen vermeintlich gefühlte Lücken.
Weltweit sind Kultur-Nerds immer zu vernachlässigen.Die halten das nichtmehr auf
Der weiße Mensch hat durch das Schuldbewusstsein, als Nachfahre von kolonialen und antisemitischen Massen- und Völkermördern, aktiven und latenten Antisemiten, Xenophoben und Rassisten, keine Möglichkeit, sich und seine (nord-) europäischen Vorfahren als schön, oder gar als gut, zu empfinden, geschweige denn, als solches darzustellen. So bezeichnet sich, der blasse, helläugige, im weitesten Sinne blonde Typus (schwarz-aschblond, über weißblond, bis dunkel-rotbraun, rezessive 1,8% der Weltbevölkerung) der sowohl, als dümmlich, sexuell wahllos, als auch, als eiskalt gilt, sich selbst als blond (Blondine), wenn er einen Fehler macht und versucht sich, teils dunkel gefärbt und gebräunt, anzupassen. Alle Rassen (gelb, bronze, schwarz) haben mentale und körper-liche Überlegenheiten.
Vorzüge, die den Weißen zugeordnet wurden, sind zu vernachlässigen, da sie a priori als rassistisch gelten.
Jede Variable des dunklen Typs hingegen gilt in allem, als vorteilhaft und überlegen, ist Vorbild und fördert so den Wunsch nach einem Partner aus einem anderen Kontinent.
Wer aber die unabwendbare Multikultur nicht mit einem migrantischen Partner lebt, sollte besser den Kinderwunsch ablegen, Drittweltkinder adoptieren oder, wie üblich zum Haustier greifen. Kurse wie „eye-to-eye“ und „BabyBedenkzeit“, sowie die feminine Dominanz in Erziehung und Schule, stabilisieren den vorgegebenen Weg.
Typische europäische Angstreaktionen/Rechtsradikalisierungen werden durch die mediale, positive Begriffsbesetzung vermieden. Mit der Übernahme der politischen Mehrheiten in diesen Ländern, durch Zuzügler, was ab 2030 zu erwarten ist, aber offiziell erst zu 2080 prognostiziert wird, ist der Vorgang final positiv abgeschlossen.
Der Untergang von Imperien, Städten und Geschlechtern ist, der Entwicklung geschuldet, manchmal genauso so notwendig, wie das Verschwinden von Insekten, Tieren, Völkern, Nationen und Rassen.
Multikultur befördert, - heute schon unumkehrbar - , den notwendigen Transit in eine globale, Rassismus freie, chancengleiche Weltbevölkerung.
Noel Ignatiev, posited: “The key to solving the social problems of our age is, to abolish the white race, He is an American history professor at the Massachusetts College of Art.
( http://en.wikipedia.org/wiki/Noel_Ignatiev )
Susan Sontag, born Rosenblatt, wrote: “The white race is the cancer of human history.” She is an highly decorated American journalist, author, filmmaker, philosopher, literary theorist, and political activist.
( http://en.wikipedia.org/wiki/Susan_Sontag )
Am 28. April 2009 um 08:35 Uhr
Für Grahmann: Bravissimo….du hast recht….
Am 12. May 2009 um 09:30 Uhr
@Leo
das liegt am 3. Reich. In Nazi-Deutschland muss jeder seinen Nachbar überwachen, um “undeutsche Umtriebe” zu melden. Jeder musste jeden überwachen, diese Mentalität hat sich kulturell weitervererbt, bis heute. In Ostdeutschland ist es noch ausgeprägter weil im DDR-Sozialismus siehe nachbarschaftliche Überwachung lange und extrem ausgeprägt war
Am 6. June 2009 um 07:05 Uhr
Dankeschön Grahmann!!!! Vielen Dank. Gut zu hören. Bei welchem Geheimdienst arbeitest du? Diese ehrlichen Worte machen mir Mut! Und zwar ungemein. Dass sie so wenig ausgesprochen werden, ist wahrscheinlich auch Teil des Plans, nicht wahr?
Am 9. June 2009 um 21:50 Uhr
Who for the fu.. is Grahmann? Jedenfalls ein ziemlicher Schmarren. Die weisse “Rasse” wird nicht aussterben,totz rezessiver Vererbung von hellen Haaren, hellen Augen und heller Hautfarbe. Auch wenn wir Deutsche plötzlich nur noch dunkle Ausländer heiraten würden, würden blonde Haare und blaue Augen zwar seltener werden, aber bedingt durch die rezessive Vererbung immer wieder und unter Umständen auch überraschend auftauchen. Also dunkelhäutige Eltern könnten durchaus hellhäutige Kinder zur Welt bringen; nämlich dann, wenn sie die entsprechenden Gene dazu in sich tragen.
Im Übrigen dient die ganze Disskussion hier zur Befriedigung von Klischees und Vorurteile gegenüber den Deutschen.
Andere Völker haben genauso viele Fehler wie wir, wenn auch meistens andere.
Nach Martin Luthers Reformation, Preußens’s Glanz und Gloria, dem deutschen Kaiserreich und zuletzt dem Tausendjährigem Reich kann ein Volk wahrscheinlich sich nicht mehr natürlich und zwanglos verhalten.
Am 15. June 2009 um 15:24 Uhr
Hm. Interessante Ansätze über “Deutsche” gibts hier. Aber Menschen mit schlechten “antisozialen” Eigenschaften findet man doch überall.
Vielleicht neigt man dazu schlechte Eigenschaften von einzelnen Individuen direkt der Nationalität zuzuschreiben. Warum? Und wahrscheinlich kommt auch es drauf an WO man in einem Land gerade ist.
Man findet in kleinen Städten und Gemeinden eines jeden Landes z. B. engstirnige kleinkarierte Spießer. Vielleicht weil Kleinstädte und Dörfer eben einen bestimmten Schlag von Leuten anziehen. Aber nichts desto Trotz: selbst in London wurde ich paar mal von Leuten angezischt und zurechtgewiesen, weil man eben überall auf der Welt auf solche Leute trifft.
Und was die Geschichte eines Landes angeht, so ist vielleicht Deutschland geprägt gewesen vom Nationalsozialismus. Aber die ganzen “westlichen” Länder waren und SIND noch machtgierig, patriotisch und unterdrückend gegenüber “3. Welt Ländern” - wozu diese ja von den Industrienationen gemacht wurden und aus wirtschaflichen Interessen auch so beibehalten werden.
Oder es gab z. B. immerhin über Jahrhunderte das “British Empire”. Dort wurden ganze Völker und Länder Jahrhundertelang belagert und zugunsten des Empire ausgebeutet, ermordet und für eigene Zwecke benutzt. Zu behaupten alle Engländer wären jetzt schlecht, ist doch vermessen und falsch. Genauso wie Holland, Frankreich, Spanien usw. Kolonien hatten.
Worauf ich hinaus will ist, dass diese genannten Attribute wie herrschsüchtig, rachsüchtig, arrogant, gierig etc… eigentlich Attribute für die ganzen “westlichen” Nationen sind. Der Reichtum in dem wir leben dürfen ist der Unterdrückung und Ausbeutung armer Länder durch uns reiche Industrienationen und sogenannten entwickelten Ländern zu verdanken.
Und was das Verhalten ausländischen Leuten gegenüber angeht, so findet man nationalistische Arschlöcher ebenso in England, Frankreich, Spanien, etc.
Vielleicht sollte man sich Gedanken machen, dass wenn man Leute als neidisch, egoistisch, arrogant etc. bezeichnet, nicht sich selber auf andere projeziert. Denn wenn jemand solche Gefühle in sich selber nicht kennt, würde dieser seine Mitmenschen als solches nicht empfinden. Man unterstellt Mitmenschen dann seine eigenen Gefühle zu haben - auch wenn dies nicht der Wahrheit entspricht. (wer sich dafür interessiert kann ja mal im Sektor “Psychologie” im Internet nach Projektion schauen).
Schönen Gruß und mir ist egal was ich fürn Pass hab!
Am 19. June 2009 um 22:42 Uhr
Ha!…ganz viele sehen das so wie ich, nach 12 jahren ausland ist man ein exot im eigenen ursprungsland!
man spricht zwar deutsch, man sieht deutsch aus, man kommt aus einem deutschen haushalt aber die mentalität ist unwiderruflich geprägt und stösst sich an dieser erdrückenden gesellschaft.
alles was ich selbst erfahren habe wurde in diesem blog schon erwähnt, ich werde nicht weiter darauf eingehen…und fühle mich zum zehntausendsten mal bestätigt.
die landes-(leidens)-genossen an sich sind ja in ordnung (viele), einzeln kann man die gut verdauen, aber die deutsche gesellschaft…oh mein gott
wehe dem der versucht sich mit den bundesdeutschen da mal drüber auszusprechen…
erstens fehlt es an verständnis, (ist halt nicht leicht einem fisch zu erklären das er sich in wasser bewegt, im eigenen badewasser) und zweitens wissen die anscheinend tief drinnen, dass es nicht so dolle is und fühlen sich mitten ins herz getroffen…zurecht.
womöglich muss man in diesem land aufgewachsen sein, um filter zu entwickeln die diese ganzen missstände ausblenden, ich für meinen teil will wieder weg, auf dauer muss man sich schon sehr einschränken um hier klar zu kommen.
tanken…
ich glaube ja, dass die bundesdeutschen in gewisser weise den japanern ähneln…man lebt um zu arbeiten und arbeitet nicht um zu leben…ein bisschen robotisch und ähnlich homogen….wie dem auch sei ich freue mich jetzt erstmal auf einen monat heimaturlaub, da kann man dann wieder freudige freiheit
und um das nochmal klarzustellen: es geht weder um touris die sich nicht zu benehmen wissen, noch um die wirtschaft, schlechte politiker, harz4 oder die erhöhung der milchpreise um fünf cent. auch das wetter ist nicht schuld, es ist diese nette ellenbogengesellschaft, die einem die luft zum atmen raubt.
so long brothers
Am 21. June 2009 um 14:29 Uhr
Hallo Wilfried.
ich finde es gut, dass du zwischen der rigiden, roboterhaft auftretenden deutschen Gesellschaft und dem einzelnen hier lebenden Deutschen unterscheidest.
Der Einzelne hier kann durchaus völlig undeutsch, also z.B.locker und spontan sein, aber auch dieser sieht sich dem enormen Anpassungsdruck an diese so zwanghaft und gesetzestreu auftretende deutsche Gesellschaft ausgesetzt. Beispiel: Verhalten der Fussgänger an einer Ampel. Einzelne gehen verbotenerweise häufig bei Rot rüber. Bildet sich jedoch vor einer roten Ampel ein Pulk von Fußgängern, beäugen sich alle ganz mißtrauisch und selbst wenn weit und breit kein Auto in Sicht ist, verhalten sich fast alle ganz gesetzestreu. Nur ganz mutige Außenseiter lassen sich dazu hinreissen, den Rotlichtversto0 zu begehen.
Ich will damit nicht dazu aufrufen, Verkehrsverstösse zu begehen; doch solch ein Verhalten löst in vielen mehr pragmatisch ausgerichteten Ländern Verwunderung und Kopfschütteln hervor.
Gesetzesnormen, egal ob sinnvoll, gerecht oder sozial gelten hier in D wohl immer noch als ein heiliges Sakrileg.
Diese deutsche Gesellschaft zeichnet sich m.E. nicht nur durch ihre fast zwangsneurotische Starrheit sondern auch durch ihren Mangel an Spontanität, Toleranz und Pragmatismus aus. Indivuduelles Verhalten wird nur schwer akzeptiert; jeder soll sich angepasst und normgerecht verhalten…
Es soll aber Gesellschaften geben, so die japanische, aber auch die schwedische wo dies ähnlich oder noch ausgeprägter sein soll.
Zwar sind wir Deutsche im Durchschnitt keine Individualisten aber unsere Gesellschaft ist trotzdem so stark individualisiert wie noch nie in ihrer Geschichte. Das heisst mit anderen Worten, es gibt immer mehr Singlehaushalte, viele leben für sich allein und finden keine oder nur unbefriedigende Kontakte. Durch den Wegfall der Großfamilie hat wahrscheinlich auch die Kontaktfähigkeit der Deutschen extrem gelitten. Sicherlich wird es noch andere Gründe dafür geben. Aber viele kämpfen und leben für sich allein in ihrer eigenen Welt getreu dem Motto, Jeder ist sein eigenes Glückes Schmied….
Das sind emotionale Zustände wie man sie in anderen Regionen dieser Welt, auch in Europa meist nicht kennt.
Als Ergebnis findet man dann neben Zwangserkrankungen, Phobien vor allem Depressionen.
Natürlich findet man solche Neurosen auch bei anderen Völkern. Trotzdem ist die deutsche Mentalität ziemlich einzigartig (international gesehen) und durchaus in vielerlei Hinsicht neurotisch.
Und was sagt Goethe, unser größter deutscher Dichter dazu? Ich habe irgendwo folgendes Zitat gefunden:
” Die Deutschen sind übrigens wunderliche Leute! – Sie machen sich durch ihre tiefen Gedanken und Ideen, die sie überall suchen und überall hineinlegen, das Leben schwerer als billig.”
Also soviel hat sich damit seit 200 Jahren gar nicht geändert!
Grübelsucht und Schwerblütgkeit zeichneten also schon damals die deutsche Seele aus.
Undeutsch wäre es jedoch, es mit dieser Feststellung zu belassen.
Richtig deutsch wäre es jedoch nach den Gründen dieser wunderlichen Mentalität zu fragen.
Gruß Volker
Am 26. June 2009 um 06:00 Uhr
Also ich bin zurzeit in Australien in Sydney und lebe in dieser Stadt seit 6 Monaten.Ich bin hier auf einem internationalen College und habe es hier mit vielen Australiern als auch vielen anderen Nationalitäten zu tun. Was mir auffält ist sicherlich das ich selber wesentlich lockerer geworden bin in dieser Zeit hier, außerdem bin ich fröhlich und gut gelaunt. Ich stelle an mir selber fest das die australische kultur und Mentalität mir gut tut. Andere Leute haben mir attestiert das ich total verkrampft und bissig war als in Sydney angekommen bin und das ich aber inzwischen viel mehr lache und gut drauf bin.
Ich selber gehöre absolut nicht zu den Deutschlandnörglern die alle über den Kamm scheren und sagt das alles in Deutschland scheisse ist, aber vieles von dem was bereits geschrieben wurde wird damit bestätigt. In Deutschland ist die Gesellschaft wirklich zu verkrampft und bissig.
Ich arbeite hier in einem Restaurant/Club mit vielen internationalen Gästen, wobei die meisten Australier sind. Was mir auffält ist die mangelnde Ess- und Trink Kultur der Australier, Amerikaner und Asiaten. Die “fressen” anstatt zu essen und die Saufen sich hier ins Koma. Die deutschen Gäste sind hingegen durch die Bank kultiviert, angenehm, haben Trinkgeld gegeben und haben sich nicht unter den Tisch gesoffen wie die Australier.
Die Australier sind zwar lockerer drauf, werden aber schnell agressiv (Schlägerei ist standartmäßig) und haben absolut kein Benehmen, sobald sie was getrunken haben.
Was mir in Australien fehlt ist europäische Kultur und Stil.
Mir wurde hier schnell klar das Australien wunderschön ist, aber die Leute i.d.R sehr oberflächlich, proletig und absolut nicht weltoffen sind.
Ich glaube das jeder der hier in diesem Forum über Deutschland nörgelt und herzieht, erstmal dankbar sein sollte für das was er/sie in Deutschland bekommen hat. Bildung, Kultur, Demokratie, Sicherheit, Soziale Sicherheit…Dinge die viele für selbstverständlich halten. Zudem sollte jeder der hier nörgelt mal für mindestens 1 Jahr im Ausland leben und dann einen Kommentar abgeben, dann wird er nämlich feststellen, das Deutschland viel zu bieten hat. Auf der anderen Seite gebe ich zu und das ist die Wahrheit, dass die deutsche Gesellschaft verklemmt, bissig und lieblos ist. Jeder Deutsche kann aber was ändern und seinen Beitrag leisten um das zu ändern. Ich bin 23 Jahre alt und die oben genannten Attribute treffen i.d.R auch nur auf die ältere Nachkriegsgeneration zu. Wenn die ältere verkorkste Generation weg ist, kann die aktuelle junge Generation den ganzen Scheiss ändern…
Am 30. June 2009 um 10:34 Uhr
Hallo Julian,
genau wie hier in Finnland. Sie reden nur mit dir wenn die Breit sind aber sonst eis Kalt.Die Saufen sich tod glaub mir ich wohne hier seit 1 Jahr, am 20, 21 Juni ist hier sowas wie Pfingsten, die lezten 20 Jahre sind wir in DE mit Freunden immer ins Freizeitpark gefahren, hier wird so gesoffen das ich an diesen Wocheneende einen problem hatte ins Krankenhaus musste und der Notdienst zu mir sagte das ich nicht hin kann weil die Krankenhäuser voll sind, ich spreche über 2 Städte so Gross wie Göttingen und Kassel so gross ungefåhr, ich fragte warum??? Die Antwort: wegen Juhannus alle Breit… Ich sagte natürlich auf Englisch: wie peinlich das Land hat nur 5 millionen Einwohner und die Krankenhäuser voll…. Der Hammer….Wenn das Alkohol so günstig wäre wie in Deutschland,oder in Italien dann gäbe es nur Tode. Es gäbe kein Finnland mehr. Die günstigste Wein Flasche 7,50 ein Bier 5 euro manchmal 6 euro. In Deutschland wäre das ein Grosser Verlust. Aber hier die Läden sind voll und machen Umsatz.
Weiter gehts, meine Freundin Claudia ist auch Italienerin mil langen Schwarzen Haare, nachdem das Konzert zu ende war hat sie sich mit Freunden Unterhalten und merkte das Ihre Füsse nass werden, als sie sich umgedreht hat war da ein skinez der sie voll angepisst hat, ja genau so gehen die ab, aber was wird über Skandinavien gesagt: Pisa Studie Nummer 1, education Nummer 1, was ist das denn für eine education bitte???Das schüler besser sind?? Das liegt nur daran das die keine Ausländer haben es ist einfach leichter für Lehrer zu Unterrichten weil da nur Finnische Kinder sitzen.In Deutschland ist das schwieriger weil in einer Klasse 30 verschieden Kinder sitzen. Ich war in Italien zu Schule in Deutschland und hier, die Unterrichten in Deutschland genau so wie hier. Es gibt keine Unterschiede.
Aber jeder meckert über Deutschland, geht doch selber mal ein wenig raus aus DE und dann überlegen und glaub mir: Deutschland ist mehr Freundlich und wird immer mehr Freundlicher. Glaub mir, das schreibt eine Italienerin.
LG
Am 30. June 2009 um 10:45 Uhr
Nicht nur Deutschland hat so viele Vorschriften und Regulierungen, Finnland auch, das hat nichts mit der Mentalität zu tun, dafür ist aber alles geregelt, einfach mal ins Länder gehen wo es nicht so viele Vorschriften gibt dann wirst du sehen ob du am Ende des Monats dein Gehalt kriegst
Alles schon erlebt, ist echt toll arbeiten und dein Gehalt kommt irgend wann. Mit einem geregeltem Vertrag passiert das aber nicht.
Hier meckert nur, das ist nicht gut. SMILE SMILE SMILE.
Am 5. July 2009 um 08:37 Uhr
Was mich interessieren würde, wurde die deutsche Kultur deshalb krank, wegen den 3 großen Diktaturen wie Kaiserreich, Nazireich und DDRreich, oder waren diese Diktaturen einfach das Produkt der deutschen Kultur?
Am 6. July 2009 um 08:22 Uhr
Wie würde eigentlich die Welt aussehen wenn es nie Deutsche gegeben hätte?
Am 10. July 2009 um 15:19 Uhr
und versprehen gute Laune, im Gegensatz zur grimmigen deutschen MentaLITÄT. Bei den Deutschen klingelt es Punkt 12 Uhr zur Mittagspause und 30 Minuten später steht jeder wieder eifrig am Band
Am 11. July 2009 um 11:26 Uhr
Ich meine, hier wird zu sehr in Klischees und Verallgemeinerungen gedacht. Es gibt aber nicht den deutschen Touristen schlechthin oder den ständig rumsaufenden Finnen oder den immer gutgelaunten prolligen Australier. Alle Menschen sind verschieden, jeder ist ein Individuum und als solcher absolut einzigartig.
Wenn sich deutsche Touristen in Australien z.B. kultiviert und gesittet geben, heisst das doch nicht, dass dies an anderen Orten der Welt genauso sein muss. Oder mit anderen Worten, der durchschnittliche deutsche Australien-Tourist ist sicherlich meistens überdurchschnittlich gebildet bzw. hat auch in der Regel ein überdurchschnittliches Einkommen, zumal solche Fernreisen ziemlich teuer sind. An wilden Partys oder Alkoholexzessen dürfte diese Sorte Tourist eher weniger interessiert sein.
Natürlich gibt es auch prollige ungebildete und kulturlose Deutsche, aber wie wahrscheinlich ist es, dass diese gerade in Australien Urlaub machen??
Sicherlich gibt es bestimmte Eigenheiten und Verhaltensweisen, welche für die meisten Deutschen charakteristisch sind. Dieses nennt man dann wohl Mentalität. Aber abseits dieser Mentalität ist doch jeder Deutsche absolut einzigartig. Dies trifft natürlich nicht nur für Deutsche zu …..
Die erwähnten drei großen Diktaturen gab es in ähnlicher Weise auch in anderen Ländern. Sie sind überwiegend kein Produkt der deutschen
Kultur sondern mehr ein Produkt ihrer Zeit.
Typisch deutsch ist jedoch die Neigung zur Perfektion und zur straffen Durchorganisation, siehe z.B. die Nazi-Diktatur oder den DDR-Kommunismus. Dies könnte ein Überbleibsel des preussischen Staates sein.
@master: wenn es nie Deutsche gegeben hätte, gäbe es natürlich nur dolce vita und niemand würde leben, um zu arbeiten, alle wären spontan, glücklich, ausgeglichen, einige wenige vielleicht auch prollig und alkoholisiert ….;-)) (Ironie)
Am 12. July 2009 um 11:47 Uhr
Für die Leute die es nicht glauben, wie andere Leute aus Finnland, oder England usw sich benehmen muss mann schon etwas Ausland erfahrung haben, ich habe in Schweden gelebt und dort ist das nicht anders als in Finnland. Naomi und Julian stimme ich zu, das die Deutschen mehr benehmen haben. Nicht nur die Ältere aber auch jungere Leute. Ich empfehle Euch mal eine Disko zu besuchen um am schnellsten erfahrung zu sammel.
Ich nicht. Wenn ich nach Sizilien fliege oder sonst wo, habe ich immer meine dolce vita, ich kann an der Nord See fahren, mit Geld, Urlaub, ist das immer dolce vita. Wir haben schon längst die dolce vita auch hier in DE, wir können nur das nicht schätzen, weil wir uns das immer schwer machen. Vielleicht nie zufrieden sind nicht nur in DE, generell der jenige der alles hat. Etwas ändern können wir nur daran, die Menschen in Cuba haben nichts und tanzen jeden Tag, wir haben alles und sind depressiv das ganze Jahr. Nur wir können was änder. So schlimm ist das doch nicht in DE.
Meine Pause mache ich nie punkt 12:00 Uhr und nie 30 min. Daran sieht mann das die Deutschen auch Unterschiedlich sind. Ich habe 1 Stunde Pause und die ist nicht um 12:00 In Italien, Spanien finden das alle so toll weil die Itaker nachhause gehen für gute 3 Stunden und wir nicht, kein Wunder, dort is es viel zu Heiss um zu arbeiten, das ist bei uns nicht der Fall von 13:00 Uhr bis 15:00 schlafen die alle dafür wird aber bis 22:00 Uhr gearbeitet. Habt Ihr schon mal daran gedacht?
Wenn ich Arbeitslos bin, bin ich auch Spontan, ausgeglichen, da habe ich auch Zeit, das bin ich aber auch so wenn ich arbeit habe, liegt auch sehr viel am Karakter denke ich, die Leute die in Spanien, Italien leben z.b, müssen auch arbeiten um zu leben, nicht jeder ist dort Arbeitslos. Wenn ich nach Sizilien fliege haben meine Verwandten auch keine Zeit für mich weil die Arbeiten müssen und in der Mittag zeit sehe ich die auch nur zum Essen, danach gehen die Schlafen weil die so erschöpft von der hitze sind. Ich habe Kunden aus Toscana, Milano die sagen immer zu mir: wie schön das es in DE kein Stress gibt, in Milano ist mann immer am rennen. Und? Ist das so liebe Deutsche? Natürlich nicht. Aber diese Leute empfinden das so, wenn die für 1 Woche hier arbeiten müssen. Die dolce vita ist vorbei, in meine Augen die dolce vita ist dort, das Meer, das Essen, das Wetter und nicht z.b das die Leute z.b in Acquila immer noch am Strand leben, das ist nicht die dolce vita, oder das die Leute sich immer und immer mehr umbringen wie in Roma weil die nicht mehr weiter wissen.Glaubt Ihr wirklich das wenn es einen Erdbeben, die Deutschen immer noch an der Nord See wohnen würden? 4 Monaten am Strand?
Am 27. July 2009 um 21:01 Uhr
Gestern habe ich was gehört was mich echt zum nachdenken gebracht hat….Wir regen uns hier sehr viel auf und können nie schätzen was wir haben.
Gestern ruft ne Freundin an aus Lapperanta. Lapperanta liegt in Finnland. So viel zum tema Finnland.
Die ganze Familie war so fertig…Der Vater hat sich den Bein gebrochen ist zum Krankenhaus gefahren und wurde wieder nachhause geschickt weil die Ärzten Urlaub haben. 48 Stunden zuhause und mit Tabletten versorgt.
Ich möchte euch alle fragen, ob das überhaupt in frage käme ob das irgendwo in Deutschland passieren könnte? Das wäre einen Skandal….So was könnte uns nie passieren das wäre am nächsten Tag in den Nachricht…
Ich meine das ist einen Notfall und keine Bauch schmerzen.
Das ist der Hammer. Also ich bin froh über den Service denn wir in DE haben. Aber wenig Leute können das hier schätzen.
Ciao
Am 31. July 2009 um 08:03 Uhr
Das man bei deutschen Krankenhäusern abgewiesen wird, kommt auch vor. Wurde vor kurzem erst im Fernsehen dokumentiert. Gab es denn keinen Notdienst? Oder ein anderes Krankenhaus?
Um was geht es denn hier eigentlich? Um die deutsche Mentalität oder um die finnische?
Die Finnen gelten als schweigsam und introvertiert, tauen nur unter Alkohol auf…. Das mag ein Klischee sein.
Am 13. August 2009 um 18:01 Uhr
Mal wieder typisch.
Neue Leute kennenlernen in Deutschland Er, 35, sie 34, ein kleines Kind 2:
ich helfe der Nachbarin (also zum Glück nur Nachbarin der nächsten Stadt) beim Rasenmähen, daraufhin lädt sie mich zum Grillen ein mit ihrem Mann.
Erst ist es nett. Aber die wollen sofort alles wissen. Soweit kenne ich das ja schon. Konzentrieren sich gar nicht aufs Essen, was vielleicht schmecken könnte. Das wird nicht beachtet. Stopfen sich aber voll. (Und sie beschwert sich dass man sie dick genannt hätte. Immer wieder wiederholt sie dass, so dass sich bei mir schnell das Gefühl einstellt. Krank. Verdammt, schon wieder eine Kranke!) Die Themen werden immer intensiver. Ich möchte den Rettungsanker werfen so von wegen sagen “jetzt reicht es aber mal” - aber SO WAS ist unhöflich in Deutschland. Bzw wie soll man einem Deutschen sagen: halt mal die Klappe auf Höflich, bzw. so, dass er es versteht, ohne gleich zu psychoanalysieren?! Die kennen eben keine Grenzen, deswegen reiten sie selber auch so drauf rum. Also weiche ich aus. Man wird aber weitergescannt. Als dann endlich eine Pause eintritt und man sich nicht mehr so auf mich und mein Leben fixiert, geht es andersrum weiter: es wird sofort abgelästert über andere,….die ich gar nicht kenne. (Wieder bei mir dieses Gefühl: mann, sind die krank!) Es wird plötzlich bemerkt: “du hast aber tolle Venen”…kleine sarkastische Bemerktung am Rande, weil der Herr im Hause im Krankenhaus arbeitet, na toll - und eben auf diese Weise sein “zu viel an Realität ablässt. (Ok, sarkastisch sind die Engländer auch - aber sie bohren nicht so). Die Deutschen vereinigen eben ziemlich viele Übel auf einmal. ZU VIEL. Das sind die Deutschen. ZU laut, ZU impulsiv, ZU träge, ZU, ZU, ZU, ZU.(Das Essen schmeckt übrigens nicht mehr.
Die Deutschen wollen alles wissen. ALLES. Und dann stossen sie dir einen Dolch in den Rücken.
Zweiter Besuch zwei Tage später: ich komme nur kurz vorbeischauen, bekomme was zu trinken, und dann einen Anruf. Etwas Dringendes, ich muss sofort weg. Sage also beim Aufspringen: “Ich muss sofort weg, tut mir leid, wir sehen uns wieder”.
Am nächsten Tag rufe ICH an, um mich noch einmal zu erklären aber ich komme gar nicht zu Wort. Herrchen und Frauchen haben schon eine undurchdringliche Front gebildet.
“Was war das denn?” So ginge das aber nicht. Man hätte sich auf mich eingestellt. Wenigstens eine Erklärung.DAs sei ja unglaublich unhöflich gewesen, sie einfach da so sitzen lassen haben [die Deutschen sind abhängig und brauchen Abhängige alles andere bekämpfen sie] Ich daraufhin: “Ich habe doch erklärt, es ginge nicht, ich musste weg”. So schlimm sei das jetzt doch auch nicht gewesen. Die: “Ja hätte ja sagen können, was es gewesen sei, ein Notfall oder so” Ich: “Ich würde solche Sachen aber nicht sagen,das sei mir zu persönlich und ich hätte mich doch mitgeteilt, es ging einfach nicht, was soll man da noch gross erklären” Die: ” Also Notfall sei ja kein zu persönliches Wort, alle Welt würde das machen”. Ich: “ja, ich aber nicht, deswegen heisst es noch lange nicht, dass ich unhöflich sei, sie sollen das mal nicht so persönlich nehmen.
Und dann fing eine Psychoterrortirade an: von wegen ich solle in Ich-Botschaften reden, sie hätten das gar nicht persönlich genommen, alle ihre Freunde würden sich NICHT so verhalten (NxxxS grenzen aus: die gute Masse gegen das böse Individuum), und sie würde sich wünschen, dass ich auch….etc, etc. und dann meinte ich, nachdem die Frau minutenlang ununterbrochen dogmatisch rumphilosophiert hat, wo denn nun der Kompromiss sei… Und sie: naja irgendeine Erklärung würde sie erwarten (ERWARTEN - typisch deutsch), von wegen, “dir tue gerade der kleine Zeh weh oder du hättest einen Termin”. So würde man das ja verstehen. Ich dann, weil ich genervt war von dieser ganzen hochdramatischen Anklage: “ok dann habe ich verstanden”. Und sie daraufhin leicht jaulend “sehen wir uns dann wieder” ich bemerke also, dass sie einfach nur verletzt gewesen ist und mich eigentlich mag, sage beschwichtigend: “ja klar”.
ABER DANN!!!!!!!! Dann hat sie NOCH MAL minutenlang weitergeredet,ohne sich überhaupt um mich zu kümmern bzw hat die Vorwürfe von vorne angefangen - obwohl wir ja schon beim Kompromiss waren!!!?????? Ich kam gar nicht zu Wort, aber sie hat immer geschrien (mittlerweile schrie sie fast, ich solle sie ausreden lassen). Dazwischen meinte ich dann irgendwann aber mal in dringendem Ton (und auch weil ich dachte, wir hätten das ja eigentlich konstruktiv abgeschlossen) “du ich muss aber jetzt weg, ich habe einen Termin- und dies stimmte zufällig wirklich!
WAS glaubt ihr was passiet!!!!!!!!! DRECKIGER CHARAKTER: Sie stöhnt gequält auf, als hätte ich ihren Garten über Nacht in eine Müllhalde verwandelt und schnippt mich eiskalt in Stakkatoton an: “also ne, jetzt würde das ja schon wieder anfangen, ich sie mitten im Gespräch unterbrechen. Das hätte ja ÜBERHAUPT keinen Zweck. Sie würde mich nicht mehr sehen wollen. Ich brauche gar nicht mehr vorbeizukommen…..
Ein ziemlicher Dolch was! Mies, dreckig und hinterhältig.
Und so etwas passiert ständig in Deutschland. In anderen Ländern ist es Ausnahme, hier ist es Regel. Pure Willkur, Angst, Machtspiel? Ich versuche bei so etwas nicht mehr zu verstehen. Ich weiss:
EISKALTE NxxIGENE sind das. GNADENLOS UND GNADENLOS KRANK die Deutschen. WIDERLICH.
Die die sich verständnisvoll geben, das sind die Schlimmsten.
Am 25. August 2009 um 19:32 Uhr
Woher kommt nur soviel Hass auf Deutsche ??? Ich glaube kaum, dass grosser Hass dazu geeignet ist, Dinge richtig zu verstehen.
Und was hat das Verhalten der besagten Dame mit dem “dreckigen Charakter” mit der deutschen Mentalität zu tun?
Ich sehe nur Pauschalierungen. Ein vielleicht mieser Charakter und schon sind alle Deutsche genauso.
Am 27. August 2009 um 09:37 Uhr
Die Deutschen bleiben am liebsten unter sich. Alles was fremd ist, wird angegrenzt und dann reden die Heuchler noch von Integration. Bald werde ich endlich auswandern, dieses Land ist nicht auszuhalten. Aber was soll man auch von Menschen erwarten indem der Marxismus und Nationalsozialismus entstanden ist und indem man die Zahlen rückwärts lesen muss??????
Am 28. August 2009 um 18:17 Uhr
Hallo zusammen…
also nachdem ich in den vergangenen Wochen ein wenig umtriebig war und Familie in verschiedenen Ecken des Landes besucht habe, muss ich sagen, dass es doch relativ grosse Unterschiede zwischen den deutschen Völkern gibt. Also die Ostwestfalen zum Beispiel laufen mit runtergezogenem Mundwinkel durch die Fussgängerzone, rempeln, sind verschlossen und sowieso genau das was man in diesem Blog ständig über die Deutschen schreibt.
Die Schwaben, oder zumindest die Ulmer sind da nochmal was anderes, da kann man ohne grössere Schwierigkeiten durch die Strassen laufen, es gibt freundliche Menschen, die auch Grüssen…hier ist die Welt noch in Ordnung. Sowieso ist mir aufgefallen das der Süden ungemein schöner als der Norden des Landes ist. Natur. Menschen. Städte. Die reden sogar mit einem, wenn man am selben Biertisch sitzt
Sollte ich ins Ausland gehen kann ich nur hoffen, dass die Leute dort die Ostwestfalen nicht mit den Deutschen assoziieren, wäre sonst unangenehm…für beide Parteien.
Irgendwie wunderts mich nimmer, dass die Süddeutschen und die Norddeutschen von einander abraten, völlig inkompatibel, allerdings sind mir die Süddeutschen im grossen und ganzen wesentlich sympathischer
Am 10. September 2009 um 22:25 Uhr
Also alle wissen es aber nur noch mal ein “Beweis”
oder passieren MIR immer nur solche Dinge:
Ich muss mal. Fahre gestern mit Rollerblades durch Lübeck und halte an einem Gasthaus an. (Ok diese miefiegen deutschen Gasthäuser, da sollte man sich sowieso nie reinbegeben). Aber egal, denke ich (UND GENAU DAS darf man hier nicht denken. In Deutschland ist NICHTS einfach egal!!!!! Kleine Dinge können folgenschwer sein.) Also ich frage, ob ich die Toilette benutzen darf. Fette deutsche Kuh sagt grantig und BEREITS bestrafend (wofür?) “Aaaaaaber nich mit den Rollerblades” “Nein, nein, die ziehe ich aus”, erwidere ich. Während ich sie in den Rucksack verstaue, meint die Frau aufdringlich “Lassen Sie die doch hier oben” Ich freundlich “nein nein”. Sie positioniert sich daraufhin vor die Kellertür die zu den Toiletten führt mit geschlossenen Armen(und da wurde es komisch - Alarmsignal: die ist krank)” und sagt tatsächlich noch ein zweites Mal “lassen sie die doch hier oben”, jetzt schon fast drohend. Da ich meine Sachen nicht so aus der Hand gebe und es einem anderen ja ziemlich egal sein kann,(eben nicht hier…s.o.) ob das umständlich für mich ist, packe ich sie weiter ein und halte sie bei mir. Dann gibt sie es auf und unwirsch die Treppe “frei”.
Ich habe einen Termin und hatte wegen des Rollerblade-Fahrens geschwitzt. Ich ziehe mich also um, schminke mich, und trockne mir den Schweiss mit Klopapier ab etc. Halt frisch machen. Dauert so eine Weile, ca 10 Minuten.
Da kommt dieses Monster plötzlich zur Tür gestürmt, reisst sie auf,stellt sich quer hinter mich (ich stand da fast oben ohne (nur mit BH)) und BRÜLLT wie sonstwas: “RAUS”. Als ich ruhig antworte,was das denn solle, SCHREIT SIE nochmal ohrenbetäubend und ziemlich lange “RAAAAUUUUUS” UND tritt gegen meine Rollerblades!!!!!!
UND beschimpft mich von wegen, ob ich mir vielleicht auch noch eine Spritze setzen wollte.!!!……… Ich bin ziemlich schockiert!………
Es folgt von mir das Übliche: was das denn für eine unverschämte Art sei, was ihr denn einfalle gegen meine Rollerblades zu treten, ob sie vollkommen durchgeknallt sei und daß das alles ihre Angst sei aber nicht das was tatsächlich passiert ist.
Draussen allerdings merke ich, dass ich mir so etwas nicht gefallen lasse und rufe die Polizei. Die kündigt sich auch an aber ich muss bereits zu dem Termin, so dass ich nicht mitbekommen habe, was die dann zu dem widerlichen deutschen primitiven Arschloch erwidert haben.
Ist doch WIDERLICH so eine Situation, oder? Und das ist typisch deutsch.
Wie gesagt (in vorigen Postings): ständig ist hier potentiell ‘zwischenmenschliche Gefahr’. Das was andere in diesem Blog benennen als “Deutschland nimmt einem die Luft zum Atmen”.
Ja, schon klar, man darf sich damit nicht beschäftigen, mit den Monstern. Aber Frage: wie denn, verdammt noch mal?! wenn es immer unverhofft von anderswo kommt.
Am 11. September 2009 um 22:48 Uhr
Hallo Christina,
irgendwie scheinst du mit deiner vielleicht etwas schrägen Art bei der deutschen Voksseele anzuecken. Die Tante hatte wohl noch niemanden erlebt, der mit Rollerblades in einem Gasthaus zur Toilette wollte. Dies erweckte sicherlich ihr Mißtrauen. Klar sind viele Deutsche spiessig und kleinkariert, aber das gibt es in anderen Ländern genauso.
Die Tante war sicherlich auch nicht unbedingt die Gebildeste und Intelligenteste und zudem auch ziemlich primitiv oder auf neudeutsch “prollig”.
Was viele Deutsche, ich bin auch einer, partout nicht abkönnen ist, wenn einer gegen den Strom schwimmt, also sich nicht dem hiesigen Lebensrhytmus anpasst.
Da ich mich auch nicht immer angepasst verhalte, hatte ich auch schon ähnliche Erlebnisse gehabt wenn auch nicht so drastisch wie bei Dir.
Viele Deutsche neigen leider zum ängstlichen Duckmäusertun und zur Überangepasstheit und verlangen solch ein Verhalten auch von den anderen, insbesondere von Ausländern. Wer sich z.B. am Arbeitsplatz nicht anpasst, wird gemobbt und ausgegrenzt.
Viele meiner Landsleute haben auch ein oberlehrerhaftes Getue und spielen sich als Hobbypolizisten oder Hobbydetektive auf.
Meine Frau,sie kommt aus Russland, erzählt auch häufiger solche Geschichten wie Du. Im ersten Moment kann ich das fast nicht glauben wie z.B., dass eine Schwarzfahrerin, welche aber nur einem falschen Ticket erwischt wurde, eine Nacht in der Polizeizelle verbringen musste. Dabei handelte es sich um ein vierzehnjähriges Mädchen, welche etwas mit der Ticketzone mißverstanden hatte.
Die Geschichte Deutschlands bzw. Mitteleuropas hat nach der Reformation, Luther- und Preußentum, dem Kaiserreich, dem Nationalsozialismus und letzlich dem DDR-Kommunismus im Osten einen zwanghaften überangepassten Menschentyp hervorgebracht. Natürlich ist nicht jeder Deutsche so und natürlich gibts es derartige Charaktere auch woanders, aber wahrscheinlich sind sie hier in Mitteleuropa besonders häufig.
Am 13. September 2009 um 12:14 Uhr
Lieber analytiker,
vielen Dank für deine Antwort.
Ja, schräg, sagst du. So kommt das hier eben an, wenn man normal, voller Ideen, ohne Komplexe etc. ist ABER dafür hart und herzlich. Moralische Disziplin, einen aufrechten Gang, das ist schon “arrogant” für das Deutsche Häufchen Elend.
Es ist wirklich verwirrend, da dies wirklich genetisch sein muss, denn ich habe in diesem Land ja bis zum Abitur gelebt! Allerdings ab 15 schon nicht mehr wirklich verstanden, was sich bei vielen Nur-Deutschen im Kopf abspielt.
Es macht wütend, wenn man ständig, ständig aneckt für genau die Gründe, warum man im Ausland gelobt wird. (Oder hier als Kind. Denn die deutschen finden ja temperamentvolle Kinder ach soooo süss, später aber schüchtert sie das ein). Ich wollte nicht gehen aber irgendwie scheint mir keine andere Wahl zu bleiben.
“Be careful if you battle with monsters, lest you become a monster yourself”!!!!!!!
Es kommt dann noch hinzu, das wird deine Frau bestimmt auch erleben, dass deutsche Männer über 50 so aufgegeilt und ausgetrocknet sind (weil sie ihre eigenen Frauen nicht lieben (können), dass man als junge leicht ausländisch aussehende Frau alleine auf der Strasse wie Freiwild ist. Diese hässlichen eingefrorenen Gesichter, die zweimal, dreimal gucken.(Aber nicht lobend, und bewundernd wie im Süden oder Osten Europas. Wo man dann wenigstens auch mitbekommt, dass man irgendwie toll gefunden wird) Hier wird einem nur das Gesicht genommen und die Würde. ES ist einfach nur anstrengend.
Es geht nur mit fester Arbeit, Freunden, Job. Da aber genau das ziemlich labil hier ist….
lass uns doch mal ausserhalb dieses blogs unterhalten um diesen nicht allzusehr zu belasten? Ich wäre sehr interessiert an einer russischen Sichtweise von deiner Frau! Mach doch mal einen Vorschlag. Email oder so etwas.
Am 14. September 2009 um 12:44 Uhr
Der Nationalsozialismus und der Kommunismus hat eine krasse Gehirnwäsche bei den Deutschen hinterlassen. Die können nichts dafür, dass ist deren tiefste Kultur.
Am 15. September 2009 um 10:44 Uhr
Hallo Christina,
vielen Dank für Deine nette Antwort. Meine Email: analytikerVK@gmx.de.
Ab 18.9. bin ich allerdings für 10 Tage in Urlaub. Würde mich über eine Antwort sehr freuen.
Viele Grüsse Volker
Am 9. October 2009 um 15:53 Uhr
Es gibt überall solche und solche…Du hasst in meinen Augen jemanden erwischt der einen schlechten Tag hatte….Hatte ich auch schon mal versuchen zu ignorieren und darüber versuchen zu lachen. Vielleicht hat sie geschriehen weil sie Fette war heheheh…Es gibt nicht das perfekte Land….Versuchen zu lächel, einen lächel zu verschenken, das ist das was wir machen müssen. Immer daran denken das wir eigentlich alles haben, und ganz oft daran denken das es viele andere gibt die es viel schlehchter haben, hungern, Krankheiten, Krieg usw.
So schlimm sind doch die Deutschen nicht
Am 9. October 2009 um 16:04 Uhr
Na klar hat das hier alles mit der Deutsche Mentalität zu tun…
Wenn¨Deutschland mit andere Länder vergleicht wird ist das nur um andere zu zeigen, erklären das es in andern Länder fast genau gleich ist. Ich finde das auch gut hier das andere mir erklären das es wo anders nicht wirklich besser ist als bei uns, obwohl wir das immer denken.
Sie können wenigstens darüber Beichten und ich nicht.
Am 20. October 2009 um 08:54 Uhr
hi christina,
ich habe ganz oben schon mal geschrieben. Also ich habe seitdem ich wieder in Deutschland bin nichts als Probleme mit Mitmenschen. Seitdem ich einen Fuss hier in dieses Land gesetzt habe fingen die Probleme an. Oben die Nachbarn machen Lärm, ich habe versucht denen zu schreiben dass ich momentan krank bin und es mir nicht so gut geht( nachdem ich oben war und ganz lieb mit denen sprach).
Aber die verstehen es nicht, haben sich angegriffen gefühlt, waren fies, haben gedroht, obwohl ich MEGA nett und höfflich war (kenne ich so von England). Letztendlich hat sie mir dann erzählt wie viele Leute sie hier kennt und welche davon bei der Polizei arbeiten! Ich habe auch Hammer Sachen mit den Vermietern erlebt die immer grimmig sind, nie lächeln auch zu meinem Freund äusserst unfreundlich sind. Da kamen dann so einige Sticheleien, die haben zB einfach mein Fahrrad umgestellt (nach dem es da schon 1 Jahr stand), jetzt steht es im Regen.
Ich bin leider in der Zwischenzeit krank geworden (Rücken) und konnte nicht gleich wieder weg. Ich habe mich jetzt aber entschlossen trotzdem zu gehen auch mit den Schmerzen. Denn ich halte es hier wirklich nicht mehr aus. Mein Chef hat mir krankheitsbedingt einfach gekündigt. Jetzt führe ich einen Gerichtsprozess gegen die Firma weil ich Geld brauch. Mein anwalt findet das alle unmöglich. Alle finden es fies was die machen, jetzt schreiben sie alle möglichen Lügen gegen mich. Und wir müssen ständig ein Gegenstatement schreiben. Er glaubt dass ich gewinne aber die in Berufung gehen nur um mich zu zermürben.
Das Rückenproblem wir von einigen Ärzten die unfähig sind es zu verstehen (ist nunmal nix was man auf dem MRT sieht und was bekannt ist) als pures Psycho Problem angesehen. Nun will der RV Träger dass ich eine Psychosomatische Reha-Kur mache, da ich schon länger krank bin und mein Problem einfach kein häufiges ist. Und wehe nicht, dann wird mir sofort das Einkommen gestrichen.
Es gibt nur einige wenige Ärzte die nicht arrogant und nett sind und die das verstehen. Ich war jetzt 5 Wochen bei Freunden in den USA und war da in ärztlicher Behandlung der Arzt da war happy, relaxed, wie Tag und Nacht verglichen mit hier. Keiner stempelt einen ab, es ist wahnsinn. Ich war wohl zu lange da alle sind höfflich lieb, fragen “how are you?”, lächeln. Kaum ist man zurück versuchen einen die Leute in die Klapse zu stecken, nur weil die das Rückenproblem nicht kennen.
Mal davon abgesehen von der Glotzerei, dass man sich hier nicht freifühlen kann usw.
Ich werde hier auf jeden Fall wieder gehen. Nach den 10 Jahren in England kam ich hier sowieso nicht mehr klar. Die sind hier alle irgendwie krank, das stimmt schon. Man muss hier raus um sich fei entfalten zu können. Ich habe 10 Jahre in London gelebt und solche Sachen wie hier NIE Erlebt !! Das muss man sich mal durch den Kopf gehen lassen! 10 Jahre, ich glaub das sagt es alles!
Nichts wie weg!
Am 22. October 2009 um 14:40 Uhr
@anja
Wie war es in England? Wie verhalten sich die Engländer zu Fremden?
Am 22. October 2009 um 21:45 Uhr
hi martgo,
Extrem höflich! Die sagen auch nicht wenn denen was nicht gefällt. Meine US Freunde haben mir gesagt dass die USA so entstand dass viele Leute aus Ländern geflüchtet sind weil sie sich da nicht mehr wohl fühlten und alle wollten von irgendwo weg wegen Krieg oder anderem, so entstand ein Land dass sehr tolerant ist und jeden so leben lässt wie er will.
Also mein damaliger englischer Freund (32) hat mir erzählt dass die Kinder in England schon von klein auf mit folgenden Sätzen erzogen werden. Wie bei uns “du bist ein Junge, Jungen heulen nicht”. “Du musst dich wehren, lass dir dass nicht gefallen”. “Gefühle zeigen ist Schwäche”
In England lauten sie so:
“da darfst du dich nicht einmischen, das sind fremde Menschen”.
“Stir die Leute nicht so an, das gehört sich nicht”.
“Ja, aber das geht uns nichts an”.
Ein Motto so wie in England als auch in Amerika (wo ich gerad 5 Wochen bei Freuden, beide um die 60J., war) ist: “Leben und Leben lassen”! Meine liebe englische “Mutti”
die ich da damals kennengelernt hab, hat mir neulich gesagt dass das Problem in England die allgemeine Apathie ist. Also das absolute Gegenteil wie hier man hat zu viel “seine Ruhe”. Wer seinen Frieden mag, machen will was er gerne mag ohne dass es überhaupt jemand mitkriegt gehe da hin! :))
England und Amerika und auch Irland haben eine ‘general politness’ (Höflichkeit) die hier VÖLLIG fehlt. Das macht schonmal die Kultur völlig anders, da alles auf Höfflichkeit im mitmenschlichen Umgang aufgebaut ist. Es geht in aller erster Linie um Freundlichkeit und Höflichkeit. Zuerst wenn man jemanden trifft fragt man immer erst mal: “How are you?”, Wie geht es dir?
Das habe ich natürlich auch immer auf Arbeit gesagt nachdem ich hierher zurückgekommen bin, mir aber schnell wieder abgewöhnt, nachdem dadurch getuschelt wurde und keiner diese Freundlichkeit verstanden hat, und gedacht haben bei mir piept’s im Kopf.
Ich war gerade einkaufen, sobald man jemandem über den Weg läuft wird man angestarrt, furchtbar, man ist hier in diesem Land nie ganz für sich. Das schlimme ist (wie Christin oben schon schreibt) das es da noch nicht aufhört, sondern wenn man dann in sich vertieft ist (insofern man das hier in D. überhaupt schafft) jeden Moment von jemandem doof von der Seite angequatscht werden kann wenn man irgendetwas tut was die denken nicht richtig ist. Man kann also jeden Moment irgendwo, ob man nun in der Bank, Post oder sonstwo gerade ist, verbal eine gewischt kriegen.
Das schlimme ist auch das ihr schon alle so daran gewöhnt seid und garnicht merkt dass ihr in einem Käfig seid und eigentlich nicht ECHT glücklich! Ich habe hier einen Freund (der schon seit 42 Jahren hier wohnt) und dem wird jetzt alles immer bewusster, er sagt auch dass man das garnicht weiss weil man nur das hier kennt.
Die meissten Leute die hier schon schrieben, waren für eine zeitlang im Ausland, kamen dann irgendwann zurück und sehen jetzt wie eingeengt & unglücklich man hier wirklich ist.
Um noch mal auf deine Frage zurückzukommen wie es in England war. Es ist anders wie hier einige Sachen sind schlechter, andere besser. Das muss man selbst wissen für was man sich da entscheidet. Das Bildungssystem ist super man lernt nicht etwas und bleibt dann sein Leben lang in einer Tätigkeit stecken, umlernen gibt es nicht. Man kann alle Jobs machen die man will. Ich bin damals als Verkäuferin rüber und hab in Banken, Airlines, Hotels und sonstwo gearbeitet. Andererseits sind die Mieten in London sehr hoch und man kann nie eine 3 Raum Wohnung haben, man kann auch nie so viel Geld sparen wie hier. Es gibt keine Mülltrennung, alles wird in Landfills vergraben. Da ich damals 1998 noch ziemlich deutsch war hab ich mich darüber erstmal ziemlich aufgeregt. Dann der ganze Dreck auf den Strassen. Arbeitslosengeld 50 Pfund die Woche für jeden der arbeitslos wird. Keine Pflegeversicherung. Keine An/Ab oder Ummelden, kein Rathaus. Einfach loslegen.
Es ist auch alles mehr veraltert, weil im Krieg nicht ganze Städte zerbombt worden sind, so wie hier. Im Allgemeinen ist D. viel besser organisiert und man ist wenn man hier lebt sozial am besten abgesichert als irgendwo anders auf der WELT!
Nur was für einen Preis muss man dafür zahlen? Den Preis der Freiheit!… sich frei entfalten zu können und immer höffliche, freundliche, lächelnde Menschen um sich zu haben…. Ist es das Wert? Für mich nicht!
Die USA ist da für mich noch besser weil es da von dem Aspekt her so wie in England ist aber alles neuer, was mehr mein Ding ist, ausserdem wer lebt schon nicht gerne in Kalifornien. Aber da erstmal reinkommen… Aber es gibt schon noch Wege. Momentan überlege ich sehr stark wo ich hingehe.
Am 30. November 2009 um 03:45 Uhr
* ein Käffchen in die Runde stell*
Nur zum Vorwärmen: Mein Mann hat zwei Jahre bei Malaga gelebt, ich ein Jahr, dann sind wir ein Jahr in den heißgeliebten Schwarzwald und nun sind wir seit einem Jahr auf Gc ( Sonnenland, unter El Tablero, Touri-Ecke )
Also ich muss ja zugeben, ich bin gerne Deutsche und ich bin gerne Deutsche im Ausland. Wir haben doch gute Eigenschaften.
Wenn ich weiß das der spanische Tierarzt um 18 Uhr kommen will weiß ich doch ganz genau: um 10 vor 18 Uhr habe ich alles geputzt, aufgeräumt, bin schick angezogen und kann mich noch eine gute Stunde vom Putzen ausruhen weil er sowieso erst lange nach 18 Uhr kommt.
Es ist prima Deutsche zu sein weil ich nämlich nachts, wenn wir mit unseren Hunden die letzte Runde gehen und ich meine klappernden Schuhe anhabe ( weil ich meinen 2. Laufschuh nicht finden kann ( danke Hund ) ) und auf Zehenspitzen durch die Anlage schleichen muss damit ich niemanden mit dem Geklackere störe oder wecke wunderbar stramme Unterschenkel bekomme. Vor allem während dann auf der Straße ein Auto steht das die Musik bis zum Anschlag aufgedreht hat - so was ist toll.
Ich bin auch gerne eine Deutsche weil ich den Satz: Was sollen die Anderen denn denken, sei unsichtbar und stör deine Nachbarn nicht - so wunderbar verinnerlicht habe. Ich störe unsere Nachbarn nie bei Famlienfesten wenn sie laut gröhlend und klatschend tanzen. Ich bin dann immer besonders leise.
Ich finde es auch super toll Deutsche zu sein und mich nach einem Jahr immer noch erschrecke weil die Damen im Supermarkt um die Ecke immer Tschüss sagen wenn ich bezahlt habe.
Ich finde auch es ist toll deutsch zu sein wenn mir die Kassierin beim Einpacken hilft und ich ihr jedesmal alles aus den Händen reißen will weil ich denke sie nimmt es mir weg und stellt es wieder ins Regal zurück.
Nein ernsthaft, ich bin gerne Deutsche. So muss ich mich wenigstens nicht wundern wenn ich einen Deutschen treffe, ich kenne das ja dann alles schon
Es ist gar nicht so leicht heraus zu finden - was ist nun typisch deutsch an mir und welche Macken sind meine ganz persönlichen. Jedes Volk hat seine Eigenheiten und es ist manchmal ganz schön schwer zu sagen: achja ich bin auch deutsch wenn man gerade neben einer Gruppe oberkörperfreier bierbäuchiger Sangriajunkies steht. Ich sag mir dann einfach: Hey, ich bin wenigstens keine Kakerlake, das ist doch schon mal was.
Ich schätze wir haben es sowieso nicht gerade leicht. Werden wir nun als stocksteif verurteilt oder müssen wir einfach mal wieder als Nazis herhalten. Ich glaube jede Nationalität hat ihre ” Vor-Nachteile ” und es gibt zu allen passende und unpassende Vorurteile.
Wichtig ist doch einfach das wir die negativen Seiten nicht noch bestärken sondern zeigen: Hey schau mal, uns kann man auch lieb haben.
Natürlich * rolleye * haben wir hier vor allem Deutsche bzw deutschsprachige Bekanntschaften gemacht, was zum einen daran liegt das ich Fremdsprachen nur sehr sehr schwer lerne, wir beide selbst. sind und dementsprechend wirklich sehr viel arbeiten ohne freie Tage und zum andern weil ich sehr menschenscheu bin. Und soll ich euch was sagen? Ich bin sehr froh das wir wenigstens Deutsche kennen lernen konnten ( zumal wir es dadurch erst geschafft haben mit dem Tierschutz in Kontakt zu treten und wir einen zauberhaften Podenco-Pflegi haben den ich eigentlich gar nicht mehr hergeben mag ). Ich muss aber sagen es sind “spanische Deutsche”. Sehr offen, sehr hilfsbereit und sehr freundlich.
Die Deutschen die wir also bis jetzt kennen gelernt haben waren alle prima und ich gehöre auch zu denjenigen die für einen guten Kartoffelsalat alles andere stehen lassen.
Die Mischung macht es eben. Man kann nicht erwarten das Spanien deutscher wird, das einem der rote Teppich ausgerollt wird oder das man sich nicht bemühen muss. Man muss sich einfach bewusst machen wo man landet und was dann von einem als Ausländer erwartet wird.
Mir persönlich geht es hier wesentlich besser, gesundheitlich vor allem und ich habe vieles an Spaniern gesehen und bemerkt dass ich mir hoffentlich abschauen werde im Laufe der Zeit, auch wenn ich mir wünsche das sich Spanier vielleicht auch mal etwas von uns abschauen würden- Müll gehört nunmal in den Mülleimer und Hunde auf das Sofa, da kann mir einer erzählen was er will, da diskutier ich nicht- da bin ich deutsch
Danke an Spanien das es einem die Einreise so leicht macht, das Mieten von Wohnungen und das ich Mathegenie keine Wärung umrechnen muss.
Wenn es jetzt noch hier im Süden mehr regnen würde und die Kakis mal bitte verschwinden würden wäre es perfekt
Ich war schon an vielen Orten und eins habe ich gelernt in meinem Leben: Ich bin nicht perfekt und so wie ich nicht perfekt bin ist auch kein anderer Mensch perfekt, kein ganzes Volk und auch kein Land aber mit einem Lächeln im Gsicht kommt man der ganzen Sache schon einen großen Schritt näher.
Am 2. December 2009 um 12:06 Uhr
Mit Verlaub:
Ich habe selten einen derart komprimierten “pseudoakademischen geistigen Dünnschiss” gelesen. Meine Erfahrungen im In- wie Ausland sind völlig andere.
Bei leichten Mentalitätsunterschieden gibt es überall auf der Welt Menschen aus allen Kategorien. Wir Deutschen haben da absolut kein Alleinstellungsmerkmal.
In einem unterscheiden wir uns allerdings ganz erheblich von anderen Völkern, nämlich darin, uns selber schlecht zu reden und das auch noch als schick zu empfinden.
Am 3. December 2009 um 18:26 Uhr
Stimmt, Deutschland ist z.B. auch gar nicht anders, im Vergleich zu den Spaniern mal, nein wie kommen wir denn da drauf…alles leichte Mentalitätsunterschiede und sowieso sind ja alle hochgradig individuell in ihrem verhalten… und rasterdenken, sowas jibbets ja gar nich, alles dünnschiss, einmal spülen bitte, husch und weg, tralalala
Am 2. January 2010 um 20:39 Uhr
hallo anja,
es freut mich von dir zu hören!
Se sind ja eben ALLE krank. Quer durch die esellschaftlichen Milieus.
Ärzteind ein Teil Deutschlands, ein Teil der Mentalität. Die sind kleinkariert, ausser den Ausnahmen eben. Aber wo findest du die? Die haben oft eben ein “gutsituiertes Leben” und merken gar nicht was sich in der Gesellschaft wirklich tut. Arbeiten ja auch wirklich viel. Sich dann auch noch sozialpolitisch zu beschäftigen ist wohl zu viel verlangt. Ich kenne das. Zum Glück hatten wir in einer Akademiker Umgebung immer Top-Arzte, so dass ich Waschlappen sofort erkenne.
Dass dieses rechthaberische, kalte, obrigkeitshörige, lieblose etc etc etc Deutschland besonders junge, individuelle Frauen zu spüren bekommen ist nichts anderes als wiederum symptomatisch für die Deutsche Krankheit.
In Deutschland kann eine hübsche Frau einen ganzen Abend
alleine in einer Bar verbringen: intelligent wird sie nicht angesprochen, nur von aufgegeilten Prolls.
So viele dreckige Angebote von dreckigen Ehe-Brechern wie hier habe ich noch nie bekommen. Nur weil du alleine auf der Straße rumläufst und über 20 bist. Das ist sooo ekelhaft. Kennst du bestimmt.
Hoho, jetzt kommen bestimmt die “manfreds” und behaupten überall in der Welt würde fremdgegangen.
Tja, aber der Ton macht eben die Musik und hier in Deutschland ist der Ton eiskalt. So eiskalt wie die unverarbeiteten NZ Erinnerungen. Das steckt ÜBERALL drin. Klar daß das die Männer hier nicht so schnell sehen (wollen) sie sind eben Männer und geniessen den Schutz der Männergesellschaft.
Noch nicht gemerkt wie schizophren das hier alles ist. Ich “verstehe” mittlerweile die Radweg-Schreier. Die müssen so schreien, weil wirklich auch ziemlich waghalsig und zackig gefahren wird. Alles ZU EXTREM.
Bringt nichts, das den “manfreds” zu erklären. Bringt nichts menschen, die nicht in commonwealth-Ländern gelebt haben, höflichkeit zu erklären.
Das mit den Mietern hätte ich sein können! Genauso. Zum Glück ist der eine jetzt rausgeflogen, von der “Mietergemeinschaft”. Dies wollte ICH nun wiederum nicht, er sollte nur aufhören rumzubrüllen. Aber die haben ihm eiskalt Hausverbot erteilt. So läuft das hier. Dies ist schon lange kein Land der Gerechtigkeit mehr. War schon immer ein Land der Macht und des Machtkomplexes.
Nur so verstehen die Leute.
Ist ekelhaft, ich weiss.
Und dann über das gewalttätige Russland schimpfen.
Sehen die denn nicht den Unterschied. Dass ein Russe auch einen melancholischen, gütigen Blick besitzt. Viel Wärme und viel Freude vorhanden ist.
Natürlich sehen die das nicht.
Dieses Land ist kaputt. Das was geht ist reinste Inszenation. Oder eben durch Geld und Macht käuflich.
Ist jetzt nicht böse gemeint: Glückwunsch dem, der sich seinen kleinen privaten Raum erkaufen kann!
Man sollte sich eigentlich nicht damit befassen, wenn man es einmal begriffen hat.
Von Kranken hält man sich ja auch fern.
Aber Austausch ist wichtig. Wie gesagt: in Deutschland NIE alleine stehen. In diesem Sinne grüsse ich auch noch einmal Analytiker, dem ich hoffentlich bald mal wieder mailen werde.
Also, lass von dir hören anja. Nutze eine Reha um Pläne zu schmieden und Geld zu macen. Allerdings nur zumutbar, wenn es keinen Gesprächsterrorismus gibt.
Das liebste Psycho-Terror Argument quer durch die Nation ist ja dieses “das sieht so aus als würdest du weglaufen”
Ähm, ja, wieso ist denn Weglaufen etwas Schlimmes? Wenn der Cromanjon nicht vor dem Säbenzahntieger weggelaufen wäre, dann gäb es vielleicht den dummen Deutschen gar nicht…
Mich gruselt es immer bei diesem
nicht
-gut gemeinten Kommentar. So nach dem Motto: “hast du etwa Angst in die Dusche zu gehen….da wirst du doch ganz sauber…”
Es erinnert mich an die ganze alltägliche Vulgarität und den Missbrauch am Mitmenschen. Diese ganzen fiesen Markanten Sprüche und Redewendungen “Griff ins Klo”.
In kaum einem Land Europas dieses hört man so ein “halt stehenbleiben, Sie haben dies gefälligst zu ertragen”
Du weisst ja: love it leave it or change it.
Man kann ja auch gehen, um etwas für sich zu tun und trotzdem Dinge aus diesem Land nutzen. Aber dazu vielleicht besser per email
Am 5. January 2010 um 13:37 Uhr
Als Mentalität (den Geist betreffend) wird das Denk- und Verhaltensmuster einer Nation bezeichnet. Hierbei wird die Weltanschauung als Bestandteil der eigenen Kultur zu Grunde gelegt.
Auch bedingt durch den Standort des deutschen Reiches auf unserem Globus entwickelte sich hier eine Spezies, welche als „nicht Fisch – nicht Fleisch“ bezeichnet werden muss. Eine unterwürfige, gefährliche Abart wabbelnder Parasiten ohne Inhalt, welche nach oben hin lecken und nach unten treten.
Die Suche nach der deutschen Mentalität kann somit niemals über die verschieden Personen, Gruppen und/oder Institutionen erfolgreich sein, sondern wird immer und ausschließlich über die jeweiligen „Führer“ einer bestimmten Epoche manifestiert.
Ein kleiner, perverser Österreicher manipuliert die wabbelnden, deutschen Hohlkörper zu einer der gefährlichsten Spezies überhaupt. Mentalität: gefährliche, unberechenbare, ausrottende Fressmaschine.
Eine Kohlroulade mit ihrem Schwulenstab manipuliert die abartige Spezies zu unterwürfigen, hoffenden und trägen Säugetieren, welche auf den hingeworfenen Knochen warten. Mentalität: abwartend, friedlich und kaum bissig.
Fazit: Auf das Gesicht mit welchem man geboren wird, hat man keinen Einfluss. Für das Gesicht, welches man ab 40 trägt, ist jeder selbst verantwortlich. Hört auf die deutsche Mentalität bei anderen zu suchen und schaut selbst in den Spiegel.
Roland Rose
Berlin
Am 13. January 2010 um 17:11 Uhr
Aua… das tut weh… mit dem was ihr so sagt über einen Kamm geschoren zu werden.
Aber, zugegeben,auch ich tue mich hier sehr schwer mit den Leuten zurecht zu kommen.
Dennoch:
Roland hat Recht, denn jeder kehre gefälligst vor seiner eigene Tür, und: Das Leben ist das, was man draus macht!
Sich hinsetzen und jammern oder Beschwerde führen ist immer easy,
sich hinzustellen und etwas aktiv zu verändern, wenn auch nur im Kleinen - das hätte Größe!
Also Ihr lieben Blogger:
Was habt Ihr getan, um unsere Mentalität mitzugestalten?
Alex
Stuttgart
Am 16. January 2010 um 23:32 Uhr
Hallo Alex,
ich bin nicht in der Lage, unsere Mentalität mitzugestalten. Du etwa?
Ich glaube, es gibt nur sehr, sehr wenige Personen, welche in der Lage sind, die Mentalität eines Landes zu beeinflussen.
Auch wenn vielen die deutsche Mentalität nicht passt, wenn man ihr lebt, sollte man sie akzeptieren und das Beste draus machen. Viele Grüße in diesem Sinn auch an Christina.
Gruß Volker
Am 9. June 2010 um 16:05 Uhr
Ich bin Spanierin und habe mit vielen Deutschen gelebt, ich muss sagen, dass ich sehr gut mit ihnen klar gekommen bin und hatte auch eigentlich nie mit ihnen Probleme. Sie haben auch versucht die Sprache zu lernen und sich anzupassen. Klar waren das ja auch Studenten und die haben eine andere Mentalität als ein Durchschnittsbürger der die Bildzeitung liest und dann in einem Club auf Mallorca unter Deutschen Urlaub macht. Generel sind Deutsche viel ruhiger und nicht so laut wie zum Beispiel die Spanier. Was ist nicht so gut finde ist, dass manche die schon länger hier leben sich nicht versuchen anzupassen und auch nicht die Sprache lernen weil sie nur mit deutschen Kontakt haben… Sonst glaube ich, dass die Engländer einen schlechteren Ruf haben.
Am 1. July 2010 um 15:34 Uhr
Hallo Christina,
Wie gehts dir jetzt hier? Bist du noch in Deutschland? Hast du vor bald zu gehen? Wie kommst du klar mit dem Alltäglichen Spiessrutenlauf in der Glotzerei?
Ich glaube aber wirklich so richtig das Ausmass davon merken nur die Leute die mal länger woanders gewohnt haben!!! Ich sehe das an meinem Freund. Er ist 42 und lebt hier schon sein Leben lang. Ihm fällt immer erst alles besonders auf wenn wir gerade wieder aus Miami, Vancouver oder aus London kommen. Dann fühlt er sich plötzlich nicht mehr frei. Aber er gewöhnt sich in Rekordzeit wieder dran. Und ich garnicht mehr. ;( Wahrscheinlich wegen der 10 Jahre in London/Dublin.
Ja, ich gebe Volker Recht: die Mentalität kann man nicht mehr ändern. Das sind Millionen von Menschen die sich alle Gegenseitig beinflussen. Die paar individuellen Leute die ins Land rein kommen und nicht unentwegt glotzen und sich einmischen haben keine Chancen, werden entweder krank oder passen sich dem eingeengten an. Ich habe hier schon Ausländer erlebr die hier schon lange sind und genauso geworden sind.
Aber es stimmt auch dass man hier nicht gleichzeitig leben und meckern kann. Wenn man es erkannt hat und merkt dass man hier eigentlich keine Mentale Freiheit hat, dann sollte man auch alles versuchen um hier wieder wegzukommen!
Mein Freund und ich haben uns einen Anwalt genommen und wandern nach Kanada aus. Gott sei dank wird es auch klappen, da er Diplom hat und es ein sehr guter Anwalt ist. Leider dauert das ganze Prozedere 1.5 Jahre. In der Zwischenzeit gehe ich wieder nach London, denn ich halte es hier wirklich kaum aus.
Es ist für mich wie gesagt nicht nur dass man ständig beobachtet und angestarrt wird (und ich habe gemerkt dass sich auch alle unbewusst beobachtet fühlen und sich anders bewegen-konform eben) sonden auch dass es eine generelle kulturelle Unfreundlichkeit gibt.
Ausserdem kann man immer wieder eins von irgendeiner wildfremden Person auf den Deckel kriegen. (ich war gestern hier zum 1 Mal auf dem Markt und da war son älterer Herr der mich sowas von beschimpft hat weil ich ihn nicht sah und am Arm gestreift hab). Sehr komisch nur dass mir solche Dinge NIE!!! (in 10 Jahren nicht!!!) in England passiert sind!
Seitdem ich wieder in Deutschland bin (2007) hatte ich nichts als Ärger_
- mit einem neuen Chef, ich ging vor Gericht (zum 1x in meinem Leben)
- fiesen egoistischen Nachbarn,
- fiesen Vermietern,
- Gruppenzwang auf Arbeit
- Fies angemacht von fremden Leuten auf Strasse, in Bank, Post oder so (es bleibt leider nicht immer nur beim glotzen)
Und so geht es weiter…
All diese Dinge sind mir in den gesamten 10 J. England nie passiert! Aber wie willst du das jemandem erklären der hier wohnt und denkt dass die ganze Welt so ist wie hier in D. ??? Das ist schon schlimm. Ich bemerke Sachen die die garnicht merken. Wie eingeschränkt sie sich selbst schon bewegen und handeln und wie verunsichert die Leute schon sind bemerken sie auch nicht weil sie es leider nicht anders kennen.
Übrigens wisst ihr wie oft ich in irgendwelchen Foren dumm angemacht/ beschimpft werde, wenn ich ganz liebe und normale Fragen stelle? Und immer mehr dann dabei mitmachen um gut dazustehen? Und wisst ihr dass ich bei Yahoo schon den Test machte und die selben Fragen in England reigestellt habe und da dann plötzlich meine Antworten bekomme und auch immer NUR höflich, keiner ist da fies!
Ich mach 3 Kreuze wenn ich hier weg bin.
Es tut mir leid für alle von euch die es nicht merken!!! Aber vielleicht auch besser für euch solange ihr hier seid.
http://www.toytowngermany.com/forum/index.php?showtopic=16167
http://www.toytowngermany.com/lofi/index.php/t132584.html
1audgirl2.May.2009 - 16:40 hrs
What gets me is their staring. I’ve been to several restaurants and people will stare a hole through you. Now, I like to people watch myself but I am much more inconspicious.
kayw2.May.2009 - 16:58 hrs
I just turn it into a game now. If someone is staring at me on the Bahn, I’ll stare back, and see who drops their glance first.
Immature? Yes. But fun and satisfying =)
My God, I had a woman waiting to walk out of a store the other day, I was blocking her way. I didn’t know she was even there until I turned around to see her staring a hole right into my head with this look on her face that could kill (thank God I’m superman, otherwise I’d be dead right now). Since she refused to move or do anything, I kindly stepped out of her way so she could leave..and the look in her eye got even more evil and she persisted in waiting…GARRRRRRRR!
Am 24. July 2010 um 01:43 Uhr
Hallo liebe Blogger,
ich glaube die Deutschen wurden dermaßen von ihrer Geschichte ins Hirn ge….t, dass sich daraus eine relativ affektierte und krankhafte Gesellschaft herausgebildet hat.
Ich habe nicht alles gelesen was hier steht und ich möchte auch nicht geschriebene Sachen in anderer Version wiederholen.
Was man vielleicht noch anmerken könnte ist eine Fixiertheit aufeinander, was lästig sein kann und den Drang alles und jeden fast schon zwanghaft zu beurteilen.
Die Leute hier sind gerne mal extrem. Dadurch schlittern sie öfters mal am Ziel vorbei. Die allgemeine Kommunikation wirkt auch häufig plump und mechanisch oder abweisend.
Ich möchte auch nicht jeden über einen Kamm scheren, aber letztendlich kann man viele der hier beschriebenen Eigenschaften oft erleben und daraus ergibt sich dann leider für Außenstehende ein einschlägiges Bild.
Ich denke es hat sich in den letzten Jahren schon vieles zum Besseren gewandelt. Man kann es Deutschland nur wünschen, dass es seine alten Krücken ablegt und aufhört Europas Stiefkind zu sein, auch wenn das vielen Deutschen nicht bewusst ist.
Max & Moritz
Am 17. August 2010 um 12:14 Uhr
Vieles, was Christina und andere hier geschrieben haben, stimmt ziemlich genau mit meinen eigenen Erfahrungen in diesem merkwürdigen Land überein. Daher würde ich das nicht als Schwarzseherei oder Stereotypen abtun.
Ich fühle mich vielmehr getröstet und ermutigt, weil ich immer dachte es läge an mir, dass ich hier nicht gut klar komme, im Ausland dagegen schon. Ich habe hier immer nach Freundlichkeit, Offenheit, Spontanität gesucht - aber echte Freude scheint hier niemand zu empfinden. Statt dessen lange Gesichter, ewig dieses Gemecker obwohl es den Deutschen zumindest materiell und im Vergleich zu anderen Nationen noch ziemlich gut geht.
Ich bin selbst Deutsche, aber irgendwie scheint diese miefige Mentaltität bei mir noch keine Spuren hinterlassen zu haben. Die besten Freundschaften kamen stets mit Ausländern zusammen und selbst mein Partner ist Italiener. Kurz: Ich bin wohl einfach nicht dazu geboren, hier zu leben da ich mir vom Leben etwas mehr erwarte als depressiv dahinzuvegetieren, dafür aber materiell abgesichert zu sein - ja, und selbst das wird in Deutschland ja zunehmend schwieriger.
Übrigens: Hier wurde kurz etwas zu den Unterschieden zwischen Nord- und Süddeutschland gesagt. Was die Norddeutschen betrifft, ich empfinde sie als etwas laut und aufdringlich, auch etwas elitär ausgrenzend wie z.B. im Raum Hamburg. Fährst Du dagegen Richtung Nordosten, wird´s besser. Ich bin der Meinung, dass es sich als kreativer und spontaner Mensch in Berlin immer noch am besten lebt. Im Süden, zumindest in Bayern findet man dagegen den Urspießer alias Oktoberfest, der den ganzen Tag damit beschäftigt ist, andere zu beurteilen und religiöse Pseudomoral zu predigen - wobei sich das eher auf die ältere Generation beschränkt, und das ist auch genauso in Italien. Allerdings, wird man da nicht so angestarrt und man kann sich daher freier bewegen.
Als Kleinkind ist mir sogar schon aufgefallen, dass sich die Leute alle so anstarren. Anstarren - zumindest wenn darauf kein Kontaktversuch folgt - gilt nämlich als feindselige, misstrauische Geste. Und es folgt von einem deutschen Glotzer eigentlich so gut wie nie ein Kontaktversuch, weil er viel zu verklemmt dazu ist.
Das Problem der Deutschen sehe ich auch in einem tiefsitzenden Komplex - würde es als schizoid beschreiben. Jemand, der Probleme im offenen Umgang mit seinen Mitmenschen hat und sich am liebsten abkapselt. Ist ihm aber nicht bewusst. Deswegen ist der Deutsche weder zu einer netten unkomplizierten Konversation fähig (das tut er als oberflächlich ab, merkt aber gar nicht, wie gut ihm das eigentlich tun würde) und versucht Menschen gleich in Raster zu stecken - weil er zu einer unverbindlichen Konversation keine Zeit hat. Da sieht er keinen Sinn drin… “dummes Gequatsche”… Deshalb wird man schon, bevor man sich überhaupt mit seinem Namen vorstellen konnte, schon im nächsten Satz gefragt, “und wie und was machen Sie (hier)?” Man fühlt sich mit einem Deutschen eigentlich immer wie in einem Bewerbungsgespräch, ob es nun der Nachbar, Kollege oder die Bäckersfrau ist. Alles wird gleich wohl strukturiert und eingeordnet. Flexibilität null, daher wird genau das immer so als “elitäres” Merkmal behandelt. “Oh, ein intelligenter Mensch ist ja so flexibel und fähig zur Teamwork…”, was er normal überhaupt nicht kann… Damit will man sich dann als etwas Besseres fühlen und sich gegenseitig übertreffen, widerlich…
Zugegeben, die jüngere Generation ist nicht mehr ganz so verbohrt, aber auch hier findet man das ewige Schubladendenken im Umgang mit anderen. Klatsch und Tratsch gibt es überall, aber wenn man sich in Deutschland nicht wirklich anpasst, sondern Dinge auch nach ihrem Sinn hinterfragt und sich so verhält, wie man es für richtig hält (ohne dadurch zu stören oder zu verletzen), wird man schneller gemobbt oder ausgegrenzt als man bis drei zählen kann.
Diese Gruppenführer-Mentalität ist hier besonders ausgeprägt. Menschen gruppieren sich allgemein gerne, keine Frage, ob wo gibt es sonst noch einen derartigen Gruppenzwang, der sogar Einfluss auf die persönliche Freizeitgestaltung hat? Die Rede ist von Vereinen und Vereinsmeierei. Ehrlich…. wenn ich nicht gerade in der Großstadt lebe und mindestens einen 2000-Euro-Job habe und damit am Wochenende ausgiebig shoppen kann, um damit meine soziale Inkompetenz zu überdecken, dann bleibt mir auf dem Land nichts anderes übrig, als mich einem Sport- oder Feuerwehrverein anzuschließen, um überhaupt mit Menschen in Kontakt zu kommen. Andernorts gehst Du auf die Straße und triffst Bekannte und Freunde, die Dir wiederum Ihre Bekannten vorstellen und bildest soziale Netzwerke, tauschst Telefonnummern… hierzulande gilt man schon als verdächtiges Mitglied der Geheimpolizei, wenn man eine Bekannte nach einem netten Gespräch nach ihrer Handynummer fragt und wenn es sich um einen Mann handelt, der unterstellt dir ohnehin gleich nur “das eine”…
Mein Gefühl ist daher… die Deutschen sind so unglaublich verklemmt… sie funktionieren zwar irgendwie, aber richtig leben, das können sie nicht. Man muss selbst wissen, was einem wichtig ist…. entweder funktionieren und abgesichert sein - oder “leben”. Beides ist in Deutschland meiner Erfahrung nach nicht möglich. Meine Kinder möchte ich in diesem Land deshalb nicht aufwachsen lassen.
Christina mag in ihren Ansichten auf den ersten Blick etwas extrem erscheinen. Ich kann ihre Frustration gut nachvollziehen. Wenn jemand jahrelang schlechte Erfahrungen macht und Zurückweisung wegen seines Charakters erlebt, frustriert das extrem. Ich habe es ähnlich erlebt, denn Spontanität, Freundlichkeit und Witz gelten hierzulande als vedächtige Untugenden. Leider ist es auch nicht immer so einfach, auszuwandern. Wenn man aber die Möglichkeit hat, sollte man sie auch nutzen. Lange wird es den sogenannten Wohlstandsstaat ohnehin nicht mehr geben, und dann ist es egal, wohin Du gehst
Am 3. September 2010 um 11:56 Uhr
Sveiki,
Sveiki=Hallo ich bin eigentlich ein Lette und bin vor 6 Jahren nach Deutschland ausgewandert,ich finde eure Einschetzung zum Teil richtig aber auch zum Teil Falsch denn ich finde das der Deutsche an sich auch sehr symphatisch,Humorvoll und mitfühlend ist, die dunkle Seite des Deutschen besteht aber aus Neid,Wissensgier und vollkommen intolerant. Das ist meine einschetzung des Deutschen.
Am 3. September 2010 um 21:28 Uhr
Viele Deutsche sind leicht zu beeindrucken. Als ich in Holland beruflich tätig war habe ich mir aus “kosmetischen” Gründen eine Glatze rasiert- just sexy enough for my head. Nie hat mir jemand Rechtsradikalismus unterstellt. Zurück hier in Deutschland, kann man sich vor schrägen Blicken gar nicht retten. Ganz klar: Holländer sind nicht tolerant. Toleranz ist hier ausgeprägter als in jedem beliebigen anderen Land. Doch Holländer sind sozialkompetent. Die Kääsköppe… ungelernte Arbeiter sprechen fliessend Englisch.Hier in Deutschland redet man nur vom perfekten Englisch. But how can one speak so called perfect English when even the English can’t agree on the proper usage of owned to or due to? That’s why we’ve got our self invented Denglisch - atrocious. I don’t even want to mention the intellectual snobbery which is entailed… Also mal anders: Wenn ich etwas nicht kann, dann du sowieso nicht. Wenn es gar nicht anders geht, dann kenn’ ich aber jemanden der dir x - Mal was vor macht! Wir Deutschen brauchen unsere Idole. Einige Menschen scheinen förmlich auf den möglichen Gedanken von Autoritätspersonen / Idolen zu gedeihen. Warum sonst sollte man nicht immer auf den perfekten Bewerbungsauftritt bedacht sein? Schliesslich kann man doch noch im nachhinein seine mangelnde Kontinuität zum Besten geben und sein Privatleben mit zur Arbeit bringen, nicht wahr? Seltsam, Personalchefs lassen sich von einer Bewerbungsmappe über alles hinweg täuschen. Diese Leute, wie so manch’ ein anderer, deuten dann ihren Ärger durch ihre Körpersprache an. Natürlich muss man dann an seinem eigenen Verhalten zweifeln, denn irgend etwas muss man ja falsch gemacht haben - verdammte Geschichte! Schliesslich entscheiden jene, die da eine vereinfachte Sichtweise unterstellen für sich selbst in was für einer Welt wir leben.
So wächst so manch ein junger Deutscher in viele Unsicherheiten hinein - was sich sogar körperlich äussert: Junge Männer sind oft von jungen Mädchen gar nicht mehr zu unterscheiden :-O
Wenn das mal keinen Einfluß auf die Geburtenrate hat. Aber welche Frau will schon ein politisch korrektes Weichei?
Am 8. September 2010 um 18:03 Uhr
Ich stimme euch allen vollkommen zu! In euren Kommentaren habe ich mich zu 99% wiedergefunden!Ich komme aus den Philippinen, bin aber hier in Deutschland (Ostwestfalen-Lippe) geboren und aufgewachsen. Ich kann zwar nicht behaupten,dass alle so sind wie ihr es geschildert habt, da ich aus Studiengründen eine Zeit lang im Rheinland gelebt habe und diese sich doch arg von den Lippern unterschieden,aber ich muss ganz ehrlich zugeben,dass die Mentalität der Deutschen in OWL einfach nur “unerträglich” ist. Neid, Hochmut, Herrschsucht alles ist hier dabei. Seit ich denken kann werden meine Familie und ich hier herablassend behandelt, weil wir “anders” sind und die Leute hier denken wir wären aufgrund dessen “schwer von Begriff” oder einfach nur “dumm”. Dabei hat jeder aus meiner Familie (ich mit eingeschlossen) einen Universitätsabschluss!
Bis zu meinem 20. (!) Lebensjahr dachte ich, ich wäre nicht normal, weil ich nicht aussah wie eine typische Deutsche und weil man mich auch dementsprechend behandelte.
Ich bin schon viel in der Welt rumgekommen,aber wo auch immer ich war die Deutschen waren auch da und haben sich meistens auch partout geweigert wenigstens Englisch zu sprechen. In Thailand habe ich sogar erlebt,dass ein Deutscher ein Schnitzel mit Pommes wollte!!!
Na ja, zum Glück bin ich aus OWL geflüchtet,aber es ist einfach nur traurig,dass man nach all diesen Kriegen und Friedensabkommen nicht auf einer vernüftigen Ebene fähig ist zu kooperieren. Desweiteren sind die Leute hier in OWL interkulturell-und sozial inkompetent und intolerant.
Am 21. December 2010 um 22:16 Uhr
Hallo liebe Blogger,
ich finde diese Beiträge hier sehr interessant!
Ich bin auch (leider ? ) eine Deutsche, geboren im hohen Norden, verheiratet mit einem Kroaten!
Schlimmer gehts eigentlich nicht, laut den Aussagen hier.
Ich muss aber in vielen Punkten zustimmen. Auch ich bin sehr konservativ und wenig herzlich erzogen worden! Als Kind denkt man nun aber, es wäre NORMAL.
Durch verschidene Lebensumstände bin ich aber gleichzeitig ein sehr sensibler, offener und herzlicher Mensch. Auf der anderen Seite aber ( so empfinde ich das ) ekelhaft deutsch.
Dazu zählt die Planung, das Gefühl immer etwas tun zu müssen, keine Zeit zu verschwenden, das Diskutieren, den Zwang immer alles verstehen zu müssen..usw.
Meine Verwandten im Norden ist 5 mal schlimmer. Sie sind tatsächlich verbohrt, zurückhaltend, ernst…
Obwohl ich nun in Berlin seit 1998 lebe, ich sehr weltoffen, sehr tolerant ( so denke ich ) anderen gegenüber bin, ist es doch ganz anders so eine Schwiegerfamilie zu haben.
Seit fast 7 Jahren bin ich absolut glücklich mit meinem Kroaten ( natürlich nach anfänglichen Schwierigkeiten ).Seit 2010 nun auch verheiratet, aber an meiner Schwiegerfamilie beiße ich mir die Zähne aus.
Nach aussen, zu Fremden sind sie sehr offen, aber innerhalb der Familie können sie ganz schön intolerant sein.
-ich gehöre zu den Menschen, denen das alles nicht egal ist. Ich belas mich zur Kultur, ich habe von mir aus die Sprache gelernt, ich interessiere mich für deren Ernährungskultur. Meint Ihr, ich bekomme Unterstützung von meiner Schwiegermutter ???
Sie selbst ist eine moderne ,übertrieben gesagt, Frauenrechtlerin. Sie weiß viel, arbeitet gern und fleißig. Sie ist gesellig. Aber zu Kindern findet sie nicht wirklich einen herzlichen Draht, obwohl es immer heißt, Kinder sind das Oberste!
Sie redet hinter meinem Rücken, obwohl ich immer ein Mensch offener Worte bin, sie hat mich nie aktiv in meinen Interessen, den kroatischen Brauch zu lernen, unterstützt. Es ist eher so, “intern” bekriegen sie sich alle oft, bereiten sich schon allein bei der Kommunikation zu vermeidene Schwierigkeiten und nach Aussen sind sie ein Clan.
Sie machen es mir unheimlich schwer micht dort wohlzufühlen. Es ist sehr schade!
Es ist unter den Familienmitgliedern manchmal nicht mal möglich eine Absprache zu treffen, ohne das sich einer mißversteht! Das ist unglaublich.
Das ist eigentlich eines der schwerwiegendsten Probleme, dieses sich nicht ausdrücken können, was man denn nun eigentlich meint. Sie sind alle äusserst stur! Wie gesagt, ich rede nur von der Situation innerhalb der Familie!
Sie sind alle Katholiken. Das finde ich aus verschidenen Gründen toll. Jeder Mensch sollte an etwas glauben.
Nun hat eine Ihrer Töchter vor einigen Jahren ein Kind von einem Serben erwartet. Diese SS wurde abgebrochen.
Es ist nun ein schwer gehütetes Geheimnis. Nun habe ich aber eine Tochter mit in die Familie gebracht. (Damals nicht geplant) Das wiederum wird nicht gern gesehen!
Da frage ich mich nun , WIE ?
Wie passt das mit der Toleranz und dem katholischen Glauben zusammen, das sie so ein Problem mit einem “fremden” Kind haben, obwohl ihr eigener Sohn verdammt glücklich damit ist.
Ich möchte natürlich nicht meine, hin und wieder aufflammenden deutschen Art und Weisen, überspielen.
Aber ich bin ein Mensch der die Grundlage mitbringt, der es verstehen und lernen möchte, sich verbessern will, für das Allgemeinwohl aller Beteiligten, aber ich darf nicht!
Ich hätte nie gedacht, das es sich nach sechs/sieben Jahren noch so traurig anfühlen wird. Ich bin innerlich so hin und hergerissen,das kann ich mit Worten nicht beschreiben! Es gibt so viele Widersprüche, die wie Knoten ineinander verstrickt sind! Ich könnte Euch einige weitere Storys erzählen, um hier oder dort einen kleinen Rat zu erwischen.
Ich kann inzwischen nicht mehr zwischen Mentalität und Charakter eines Menschen unterscheiden. Das einzige was ich immer höre, sei einfach wie du bist. Na ja, wenn ich dann so bin, wird es einem übel genommen.
Dies ist aber nur meine Geschichte und bezieht sich auf keinen Fall auf Andere.
Auch ich finde es so oft peinlich, wie die Deutschen sich im Ausland benehmen. Man nennt es FREMDSCHÄMEN!
Nun gut, ich wünsche Euch eine wunderschöne Weihnachtszeit mit all Euren Lieben.
Liebe Grüße
Am 14. March 2011 um 20:02 Uhr
Hallo Susanna!
Das macht mich sehr betroffen und gleichzeitig gibt es mir Mut, deine Geschichte zu hören. Denn sie zeigt, daß es da draußen wirklich “gute Mädchen” gibt, die keiner zu hören scheint! Aber doch! Andere “gute Mädchen”.
Nur leider werden die wohl kaum in der Generation Kriegskinder anzutreffen sein (also unsere Eltern), noch sonstwie leicht zu finden.
Sowieso ist das Thema noch gar nicht “Präsent” in der Öffentlichkeit. Obwohl man tausende Geschichten sammeln KÖNNTE und daraus so einiges machen KÖNNTE.
Welches Thema?
Daß den westlichen Mädchen dieser Generation fast das Rückrad gebrochen wird. Aus verschiedenen Gründen. Die Mädchen kommen mit den deutschen Männern oft nicht zurecht (bitte nicht persönlich nehmen ihr Deutschen Männer), was bleibt übrig? Ausländer. Wen sucht sich die gebildete Frau (die nicht nach Südwesteuropa auswandert :-)) meistens aus? Oseuropäer. Die Gefühle stimmen! ENDLICH, geschafft, denkt man. Aber die Geschichte…..die ist mit den Osteuropäern, besonders Balkan, nicht leicht. Das sind Gesellschaften des Mißtrauens, im Prinzip auch Kriegsgeschädigt. Hinzu kommt der Paternalismus dieser Region. Die Früchte der Toleranz - nämlich du - die werden geschätzt, aber nicht die Herkunft und Konsequenz der Toleranz. Für die bist du (scheinbar) eine “Schlampe”, selbst wenn du die ehrlichste und zuverlässigste Person wärst. Wieso? Weil du (in deinem Kopf) in keinen Zwängen lebst und frei entscheidest…schon immer! Das macht dich dubios. Und das macht die die es trifft, (solche unausgesprochenen Vorhaltungen) hilflos und fast rachsüchtig, würde ich sagen. Was habe ich getan? Endlich kann ich meine Gefühle geben….und dann stimmt plötzlich mein “Können” nicht, oder wie? Ich bin nicht “schlecht” genug….. so ist es doch im Prinzip, oder? Man fühlt sich “wie im falschen Film” und “nirgendwo aufgehoben”, nicht wahr?
Es scheint so zu sein, daß der Tolerante das Einzige was er nicht tolerieren kann, Intoleranz ist. Logisch, er selber ist ja tolerant!
Intoleranz kann man wohlmöglich erst tolerieren,….ja WANN eigentlich?
Kann man es wirklich, wenn man nur genug kaputt gemacht wurde?
Oder aber nie?
Aber WO bitteschön sollen sie hin die Mädchen dieser Generation, die vor Toleranz und Können nur so strotzen aber TROTZDEM Bedürfnisse haben, wie jeder andere Mensch auch!
WER lässt sie so allein?!!!!
Welche Schweine lassen sie so alleine!
Was muß noch passieren?
Es muß mehr passieren! Man müsste sich zusammenschließen, aber dann hat - besonders hier in Deutschland - jeder einen fast asozialen Alltag zu meistern, so daß eben diese wichtigen “Zusammenschlüsse” außen vor bleiben…und man im Zweifelsfall dann beim Hausarzt landet…der das ganze nicht begreift….weil er den lieben langen Tag überlastet ist.
Zusammenschlüsse müssen unkomplizierter und generationsgerechter werden. Die Mädchen von heute, besonders die westlichen sind kompetent, haben Anhnung, können (fast) alles, aber…..sie dürfen sich nicht fallenlassen….Wohin auch? Warum? Sie haben unglaublich viel Gegenwind, Neid, Hass, vieles unterschwellig. Was sie können, wenn es möglich ist, wird boykottiert….von den “anderen”, die nicht so sind, es gerne wären aber viel zu überlastet von ihrem Alltag. Das einzige was diese “anderen” können sind Giftspritzen setzen.
Die Zusammenschlüsse für Mädchen von heute müssten unkomplizierte email-Telefonlisten sein. Die Basis wäre “Soforthilfe”. Daß man andere da bittet dort einzugreifen, wo man alleine in der “Isolation” (auch der Familie wie hier beschrieben)nicht weiterkommt, bzw gebremst, bzw vergiftet wird. ZB wäre vielleicht in einem bestimmten Gespräch einfach mal ein “Zeuge” zB den Eltern gegenüber “notwendig”. Die kompetenten Mädchen dieser Generation wissen, daß schon wenig in dieser Hinsicht viel ausrichten kann!
Warum also nicht ein Anfang?
Nun ja, warum starte ich selber nicht so eine Liste?
Ich persönlich würde sagen: lasst mir noch ein bisschen Zeit, Leute, ich brauche noch Zeit. Es (diese Realität) tut manchmal auch noch zu sehr weh. Ich kann da noch nicht mit “organisieren” kommen. Wie dumm, wie ich selber oben bemerkt habe. Denn es kommt die Zeit, da werde ich es brauchen und NICHT den Hausarzt!
Am 14. March 2011 um 20:13 Uhr
Ljeban,
das finde ich richtig beschrieben. Diese zwei Seiten. Nur muß man das von den “zwei Gesichtern” die jeder hat unterscheiden. In Deutschland ist es geradezu eine Schizophrenie. Man weiß nie mit wem man gerade spricht. Mit der humorvollen oder sadistischen Seite. Vor allem ist die sadistische Seite sofort zur Stelle, wenn kleinste Minderwertigkeitsgefühle oder einfach nur Unsicherheit ausgelöst werden. Erstens. Und zweitens: an WEM wird es dann meistens ausgelassen? Nicht unbedingt an dir Ljeban, denn für den deutschen Mann bist du ein Vorbild und für die deutsche Frau ein Kandidat. Also meistens an den Frauen. Ist halt so. Die bekommen es zu spüren. Und das querbeet: Deutsche und Ausländerinnen. Manchmal sind es “geile S..e” und dann eben “dreckige Fo..en”. So ist die Sprache jedenfalls auf der Staße in Norddeutschland.
Am 14. March 2011 um 20:29 Uhr
Liebes julsko forum,
gut daß es dich gibt!!!!!!!!!!!!
Bevor ich diese beiden “Antworten” geschrieben habe, wollte ich mich eigentlich mit einer anderen geschichte einloggen, bzw. über meine Situation “berichten”.
Also einige haben gefragt, was ich denn so mache, ob ich schon weg bin?! Ich grüsse euch! Wo seid ihr denn?! Nein ich bin noch nicht weg (Sollte ich aber). Aber es gibt hier tatsächlich noch Dinge zu klären, jedenfalls glaube ich das.
Ich bräuchte auch einen, der mich da schneller rauszieht, als ich brauche! Wie gesagt, ich bin auch “betroffen”….. von der Situation hier!
Ach so, ob ich “verbittert” oder “verzweifelt” bin?
Hört sich das so an? Ist das also Verbitterung?
Ich erlebe das anders. Ich erlebe mich einfach so, daß ich das, was ich sehe, höre, fühle, aufschreiben, benennen möchte. Und wenn ich bittere und verzweifelnde Umstände feststelle…nun ja, dann beschreibe ich sie zunächst einmal. Ich finde das gar nicht so verbittert, sondern es erleichtert mich, besonders wenn man Feed-Back bekommt! Dann ist man plötzlich gar nicht mehr so “bitterlich” alleine. DAS ist vielleicht das wahre Bittere an der Sache: sich alleine zu fühlen mit der ohrenbetäubenden Realität, die einem geradezu tagtäglich vor den Latz (Deutsche Sprache) geworfen wird. Es ist vielleicht auch so, daß viele einfach nicht gewohnt sind, das zu sehen, zu hören, zu beschreiben, was wirklich ist. Weil es sonst zu weh tut. Oder einige sind tatsächlich wie “Teflon”…..:-)
Am 14. March 2011 um 21:00 Uhr
Also, jetzt die eigentliche Geschichte, mit der ich mich einloggen wollte:
ich habe meine Sachen hier soweit geregelt. Fast. Es stehen noch einige wichtige Gespräche an.
Desweiteren war ich noch vor Kurzem relativ stolz darüber, mir hier (als völlig neu zugezogene vor 2 Jahren) unter den schwierigen Bedingungen so einige Kontakte aufgebaut zu haben. War das nicht mein ursprüngliches Ziel bevor ich nach Deutschland zurückkam: mir hier eine Ausgangsbasis zu schaffen um dann immer etwas zu haben, wo ich zurückkehren könnte..(hahah, kann ich da heute nur leicht sarkastisch sagen).
Es war jetzt fast auch soweit, eine “echte” deutsche Freundin zu haben….dachte ich….
Also diese eine Nachbarin, die in dem Geschäft arbeitete, dann ich sie auf der Straße angesprochen. Sie ebenso unkompliziert hat eine Lehre gemacht, jetzt wegen zwei Kindern arbeitslos, Mann auch.
Wohnen so 50 Meter von meinem Haus entfernt!!
Was habe ich mich geärgert, die in den letzten zwei Jahren nicht “gehabt” zu haben.
Vater auch nett, hilft um zu renovieren. (Ich selber habe auch mehrmals angeboten zu helfen, das würde mir Spaß machen)Sie ist wirklich locker, fast zu locker (schimpft nicht, wenn Kinder sich mit Stiften die Kleidung zermalen, den Esstisch anmalen (”Was soll man da machen”) )
Ich komme zu Stippvisiten vorbei. Bleibe meistens 15 Minuten, einmal auch länger. Meistens passen die “Termine” auch nicht. Ich komme halt vorbei, und probiere aus, ob sie Zeit hat oder nicht. So haben wir das “abgemacht”.
Ich verstehe mich also mit der Frau ziemlich gut. Das gleiche Grinsen haben wir, eine ziemlich ähnlich Art.
Wir planen einmal (vor drei Wochen) am Wochenende mit den Kindern schwimmen zu gehen (welches ist noch unklar) und außerdem will sie mir beim Anbringen einer Gardine in meiner Wohnung helfen. (Das steht also alles an)
Dann allerdings erzählt sie mir einmal bei einer meiner kurzen Besuche reatilv viele “Intima” (also für mein Empfinden). So von wegen sie müsse sich die Spirale rausnehmen lassen, da hätte sie jetzt einen Termin. Außerdem erzählt sie über ihren Mann und seinen körperlichen Leiden, weswegen er nun beim Arbeitsamt umschult.
Soweit sogut denke ich. Freue mich auch für das Vertrauen, obwohl es nicht nötig ist. Ich denke also nicht schlecht darüber im Gegenteil. Sie hat erzählt, was sie erzählen wollte.
Eine Woche später:
Sie laden mich zum Abend auf der Terasse ein (per sms).
An dem Tag kann ich leider nicht.
Ich selber frage später ob wir in den kommenden Tagen ein Treffen mit Einkaufen verbinden können (meine Fortbewegungsmittel sind kaputt). Ich sehe solche Dinge irgendwie nicht als Forderung an, sondern Möglichkeit, sich kennenzulernen - in Aktiva - sozusagen.
Der Termin, wird aufgeschoben, abgesagt.
Einen Tag später komme ich vorbei auf dem Weg zum Bus, nach einem Wochenende. Ich hatte nichts im Kühlschrank und habe keinen Aufschnitt mehr. Frage sie kurz, ob sie Käse hätte für meine “Stulle” : “Neh!” ob sie Wurst hätte “Neh!”. Die Tür war nur einen Spaltbreit auf. “Wir fahren erst morgen wieder einkaufen” sagt sie…..Der Tag an dem ich mit ihr einkaufen wollte! Ungutes Gefühl. Ich fühle mich verletzt: ich frage nach etwas zu Essen und bekomme nur ein fast gehässiges “Neh!” Das ist Übel.
Das wars wohl mein Wunsch einer unkomplizierten deutschen Freundin.
Ich frage am nächsten Tag per Telefon nach.
Sie: nein es wäre nichts. Sie sei so ein Typ, wenn was wäre, würde sie es sagen…. Hätte einfach viel um die Ohren….
(Haha, daß ich nicht lache…ich bin so ein Typ, wenn was ist, dann MERKE ich es einfach!)
Später abends, die sms, die mich doch fast “aus den Socken” gehauen hat: vor Erstaunen, vor Entsetzen, vor Verachtung, vor Verletzung. Diese Frau schreibt doch tatsächlich:
“Wenn du ne Freundschaft willst würd ich Dich gern erst mal kennenlernen bevor wir einkaufen fahren oder sonst was machen. Das geht mir alles zu schnell. Du weißt so viel über uns. Das ist komisch.Ich weiß zum Beispiel nicht mal deinen Nachnamen, was du von mir willst, wo du genau wohnst, wie alt du bist oder warum du immer nach….fährst. Wenn die Kinder im Bett sind kann man sich mal in Ruhe unterhalten aber tagsüber hab ich halt kaum Zeit, wie du weißt”
…….
Was soll man dazu sagen?
Wie schaffen “die” es immer wieder?
Diese unsägliche soziale Beklopptheit, wird das vererbt oder übernommen?
Wir WAREN DOCH GERADE DABEI, uns kennenzulernen? Was sie wissen möchte, das kann sie doch fragen?!
Die brauchen halt mehr Gesprächstherapie als wirklich andere Menschen um sich herum?!
Was mich schockiert hat, dieser Ton: das hat sich so angehört: wenn ich dich b…en soll, dann hast du dies und das zu tun…..
also gar nicht von einer gleichaltrigen Frau zu erwarten..
Am 8. April 2011 um 10:02 Uhr
Also die Sache ging weiter.
Nach einigen Tagen rief ich sie an und bat um eine Stellungnahme. Wir unterhielten uns, und sie sagte am Ende, es täte ihr leid, sie sei halt wirklich etwas kompliziert. Das sei auch mit anderen so.
Ich meinte, ja das hätte ihr auch leid zu tun, also so etwas. Beide haben wir gelacht. Sie meinte: komm einfach vorbei wie vorher.
Am Sonntag darauf kam ich halt wieder vorbei. Zufälligerweise, hatte ich wieder nichts im Kühlschrank. Ich überlegte noch: koche ich mir erst etwas oder besuche ich erst die Nachbarin. Ich entschied mich für Letzteres, da ich später keine Zeit mehr gehabt hätte.
Sie war dabei ihre Spülmaschine zu reparieren. Ich fragte, ob sie ein Stück Käse hätte, aber nur wenn es nicht wieder ein Drama gäbe. Sie meinte “ja, ja, nimm dir”. Ich fragte daraufhin noch zweimal nach, ob es diesmal auch wirklich kein Problem wäre. Ansonsten würde ich sowieso gleich bei mir Essen kochen. Sie verneinte zweimal, es wäre kein Problem. Ich fragte, ob ich sonst noch irgendwie helfen könne. Da trug sie mir auf, ein Teil des dreckigen Geschirrs in den Keller zu tragen. Na ganz toll. Warum ich das gemacht habe, weiß ich auch nicht mehr. Kurz danach verabschiedete ich mich, weil ich nicht noch weiteres dreckiges Geschirr tragen wollte.
Am nächsten Tag bekomme ich eine sms:
“Mein Mann ist sauer weil du bei uns gegessen hast, wir haben selber nichts und die Kinder essen ne menge im wachstum. Wir sind nicht die Wohlfahrt, mir ist das zu stressig alles. Bitte komm nicht mehr her und lass uns in Ruhe. Meine Ehe ist mir wichtiger. alles gute für dein Leben”
……
kein Problem, sie kann sagen, lass mich in Ruhe, aber in Kombination mit diesen dreckigen, sadistischen Hieben und theatralischem “Abschied” war das einfach “unter aller Sau”.
Ein paar Tage später wollte ich das besprechen, daß man so mit anderen Menschen nicht umspringen kann, zumal ich sie ausdrücklich und wiederholt gefragt hatte. Es war nur der Mann da, der erstens alles auf die Frau schob (er hätte damit nichts zu tun. Ach ne? Und sie schiebt in der sms alles auf ihn. Wie feige.) und zweitens jegliches Gespräch verweigerte. Als er seine unsäglich dreckige Provokation wiederholte, sie seien nicht die Wohlfahrt,habe ich einmal gegen die Tür getreten.
Eine Woche später hatte ich eine Anzeige im Briefkasten…!
Am 8. April 2011 um 14:51 Uhr
Warum habe ich das Gefühl das dieses Posting eine Verars..e ist.
Am 8. April 2011 um 20:24 Uhr
hallo christine,
hier ist nochmal anja (weiter oben hab ich schon ein paarmal geschrieben). Ich empfinde hier genauso wie du. Nur versteht mich sonst keiner weil sie alle nur das hier kennen, die müssen denken ich spinne.
Meine Mutter, mein Freund usw sind alle von hier und keiner weiss was ich wirklich empfinde oder wie es wirklich hier ist wenn man nach so einer langen Zeit zurückkommt.
War ja auch 10 Jahre in London & 1 Jahr in Irland. Ich bin auch froh dass es noch so jemanden wie dich gibt der so empfindet und vorallendingen mich versteht! Endlich weiss mal einer was ich meine!
Ja man weiss nie was einen erwartet wenn man einfach ganz normal aufsteht und rausgeht, eigentlich nur zur Post will oder in ein Geschäft… es kann immer und überall passieren dass man verletzt wird. Deine Nachbarin ist verunsichert. Was ich immer wieder merke ist dass hier nicht einfach ganz locker gelebt wird sondern die Menschen sehr ängstlich sind und nicht so einfach Beziehungen eingehen. Ich habe seit dem ich hier bin (2007) schon unzähligen Ärger gehabt (mit lärmenden Nachbarn, unverschämten egoistischen Vermietern, Chef hat mich entlassen wegen Krankheit Betriebsrat geht dagegen an, ich gehe vor Gericht und gewinne!, und noch viele andere schlimme Sachen.) Letztens hat mich mein Heilpraktiker hochkannt aus seiner Praxis geschmissen. Die Leute sind sehr verunsichert und wenn man dann den falschen Nerv trifft reagieren sie ganz anders wie jemand der stabil und normal ist zB wie ein Ami! Deine Nachbarin hört sich typisch deutsch an.
Ich kann verstehen dass sie bzw die Leute Angst haben zu schnell Freundschaften zu schliessen. Denn hier wird man ganz oft verletzt, wenn ich jetzt immer hier wäre würde ich mich automatisch irgendwann schützen und nicht mehr frei und “normal” agieren können, so wie in anderen Ländern, wo man diese Erfahrung nicht macht.
Ich bin in London mind. 20 mal umgezogen und hatte nie Ärger mit Vermietern und Nachbarn! Ich hatte auch nie Ärger mit Chefs! Ich war noch nie vor Gericht! Sowas wir hier ist mir in 10 Jahren nie passiert. Letzten Sommer bin ich ganz knapp daran vorbeigekommen vor Gericht zu kommen obwohl mir das angedroht wurde. Wir müssen hier wieder weg das steht fest. Wo gehst du hin zurück nach England?
Wir wandern nach Kanada aus! Wenn wir am 1 Mai die Greencard gewinnen nach Florida. Da ich es hier aber nicht mehr aushalten (wegen solcher Erfahrungen wie du sie hast) gehe ich im Mai/ Juni nach London zum arbeiten. War gerade da und hab wieder den RIESEN Unterschied in der Freundlichkeit und Gelassenheit der Menschen gemerkt. Da hab ich dann endlich meine Ruhe! :)!!
Kopf hoch und liebe Grüsse!
Am 26. April 2011 um 13:49 Uhr
Hi anja,
Danke für die Antwort.
auch bei mir steht es jetzt bald an. Ich überlege gerade noch, wie ich das mit Wohnung mache, ob ich die hier erstmal halte oder nicht. Als Arbeitsziel habe ich ebenfalls London gedacht. Ich möchte definitif wieder in den englischsprachigen Raum. Nur da funktioniert es meiner Meinung nach. Aber (leider) kenne ich mehr Leute in Paris… Ich kenne Paris und Frankreich wäre eigentlich eher eine Notlösung.
Sag mal, damit du nicht jetzt schon “weg” bist, kannst du mir eine email geben, wo ich dich (v.A auch bezüglich London) konkreter etwas fragen kann?
Ach so eine Frage noch: siehst du eigentlich auch ganz gut aus? Ich meine, das ist mir hier halt auch aufgefallen, daß Frauen die eigentlich richtig gut aussehen eben sprichwörtlich gemieden werden…weil sie irgendwie “zu gut” erscheinen. Immer nur dieses Spannen. Überhaupt wollte ich auch wissen, wie er das sieht. Du sagst ja, du bist zu zweit. Ich glaube du hattest das auch mal angedeutet. Denn das ist ja im Prinzip noch mal eine ganz andere Sichtweise. Selbst “verständliche” Männer bekommen in ihrer Männerwelt und ihrem Männerblick die gesamte Penetranz oft gar nicht mit UND wollen es dann auch nicht glauben…
Viele Grüsse erstmal!
Am 17. May 2011 um 11:25 Uhr
Hi Anja, also kannst mir auch die email per sms schicken:
0176 77508093.
Habe eben kurz mit meiner Anwältin geredet und die meinte: “also irgendwie werden Sie nie in Ruhe gelassen”.
Ach ne und gut gesagt.
Mir wurde da nur noch einmal deutlich, daß ich eigentlich seitdem ich in Deutschland bin, hauptsächlich gebremst oder gehetzt wurde.
Gebremst von den Leuten, die selber Probleme haben und diese im Schneckentempo lösen und gehetzt von den Leuten, die sich darüber klar werden daß sie kaum in der Lage sind ihre Probleme jemals zu lösen.
Am 20. June 2011 um 18:39 Uhr
hallo christina,
hab dir meine email addresse per sms geschickt, hast du sie bekommen?
viele grüsse!
anja
Am 20. June 2011 um 18:45 Uhr
Hallo Susanne,
Sorry, etwas späte Antwort.
Ich habe eben nochmal deinen Beitrag gelesen und ich würde folgendes machen. Ziehe doch mit deinem Lieben, dem Kroaten, ins Ausland. Entweder ins englisch-sprachige oder nach Kroatien oder wandert nach Kanada aus, wie wir. Ich verspreche dir dann wirst du später auch wieder den Unterschied zwischen der Mentalität und dem Charakter eines Menschen kennen!
Alles Gute!
Anja
Am 23. June 2011 um 23:36 Uhr
Da ist etwas Wahres dran! Man kann nicht verallgemeinern, aber an Klischees ist auch ein Pünktchen Wahrheit dran. Ich glaube auch, daß die Geschichte die Deutschen stark geprägt hat. Wer eine andere als die Durchschnittsmeinung vertritt, wird oft gleich wie ein Aussätziger behandelt.
Es gibt aber auch in Deutschland Unterschiede. Süddeutsche habe ich oft als viel freundlicher und zugänglicher erlebt als andere. Aber auch in Ostfriesland habe ich mehr Zugänglichkeit erlebt. Ja, der Bayer hat sicherlich eine spießige, aber auch eine liebenswerte Seite.
Aber am meisten krank finde ich den verbreiteten Selbsthaß gegenüber dem eigenen kulturellen Erbe. Dieses krankhafte mit dem Dritten Reich in Verbindung bringen! Das ist so eine krampfhafte Weltoffenheit, die eigentlich keine ist. Weltoffen bedeutet eigentlich auch Offenheit gegenüber allem. Aber wer überlieferte, deutsche Kultur wie Regionalsprachen oder Volkslieder schätzt oder streng katholisch ist, wird schnell als Idiot abgestempelt.
Ja, ich bin auch etwas verklemmt wie man es Deutschen nachsagt, aber bemühe mich um menschliches Verhalten.
In Irland sind die Leute im Durchschnitt auf jeden Fall zugänglicher und bodenständiger. Natürlich gibt es auch dort abstoßende Menschen. Aber die kann man dort besser wegstecken, wenn der Umgang im ganzen von mehr Herzlichkeit geprägt ist. Es ist etwas Wahres dran, was ich in einem Reiseführer gelesen habe:”Man kann in jedem Iren einen guten Gesprächspartner finden”. Zu einigen Gebieten Deutschlands müßte es heißen:”Du kannst von jedem Deutschen vor den Kopf gestoßen werden, wenn Du nicht das sagst, was er hören will.”
Weil der Ire sich nicht dermaßen von seiner eigenen Kultur entfremdet hat, kann man als Fremder dort besser zeigen, daß man sich dort eingliedern will.
Mein Verhältnis zum eigenen Land ist zwiespältig. Ich liebe die Landschaften und das kulturelle Erbe und bin auch stolz darauf. Aber ich schäme mich dafür, was heutzutage im Land abläuft.
Am 6. September 2011 um 10:36 Uhr
Weitere Attribute für Deutsche: streitsüchtig und unzufrieden.
Ein Beispiel: Wir haben ein altes modernisierungsbedürftiges Haus für 27.000 € verkauft. Jetzt kommt der Käufer und verlangt eine Kaufpreisminderung, weil Wasser in den Keller eingedrungen ist, ansonsten werde er rechtliche Schritte einleiten.
Also müssen wir uns jetzt an einen Anwalt wenden.
Am 11. September 2011 um 20:48 Uhr
Hallo Monika,
normalerweise wird bei einem Kaufvertrag Sach- und Rechtsmängelhaftung ausgeschlossen!
Bitte schau mal im notariellen Kaufvertrag nach. Das Anliegen des Käufers hat beim Ausschluss der Mängelhaftung meines Wissens keine Chancen. Im Zweifel musst du dich an einen Rechtsanwalt wenden.
Ich hatte auch schon einmal Probleme mit einen sehr seltsamen Zeitgenossen. Für sehr wenig Geld (49.000Euro) hatte ich ihm die Eigentumswohnung verkauft. Leider war ich dazu gezwungen, sie zu verkaufen. Wenig später wurde eine gleichartige Wohnung in demselben Wohnblock im Immobilien Scout für 107.000 Euro angeboten!
Aber der Typ wollte mich noch weiter abzocken, verlangte sogar, ich solle ihm die Briefkastenschlüsseln für 3,50 Euro bezahlen, weil dieses so im Gesetz geregelt sei…
Drei Monate nach dem Verkauf kam plötzlich ein Schreiben, wo er verschiedene Mängel bei der Wohnung auf einmal festgestellt haben will…Innerhalb einer Woche forderte er mich auf, die Mängel zu beseitigen. Anderenfalls würde er eine Firma mit der Reparatur beauftragen und die Kosten mir in Rechnung stellen.
Ich wandte mich dann an einen Rechtsanwalt. Nach dem dieser den Typen schriftlich auf den Ausschluß der Rechtsmängelhaftung im Kaufvertrag hingewiesen hatte, gab er auf.
Dieser Mensch hatte für mich einen sehr “deutschen Charakter” mit seiner sturen Rechthaberei. Bis zum Kaufvertrag war er freundlich und nett und anschließend trat er wie eine Ordnungs- oder Polizeibehörde auf und traktierte mich mit ständigen Schreiben, welche wie ein Verwaltungsakt einer Behörde wirkten.
In Deutschland funktioniert ja die Bürakratie meistens sehr routiniert, aber viele meine Landsleute treten auch im täglichen Leben wie eine Polizeibehörde oder eine Ornungsmacht auf. Vorschriften, auch unsinnige, sind peinlichst genau einzuhalten! Selbsternannte Hausmeister bzw. Hobby-Streifenpolizisten sorgen dafür, dass sich auch alle ja ans Regelwerk halten.
In anderen Ländern findet man solch ein Verhalten kaum, Ausnahme vielleicht die deutsche Schweiz. Dafür haben andere Völker wieder andere Fehler.
Am 12. September 2011 um 16:44 Uhr
Hallo analytiker,
danke für den Hinweis.
Natürlich steht im notariellen Kaufvertrag der Auschluss der Haftung ausgenommen bei arglistiger Täuschung. Da wir das Haus geerbt haben (der Erblasser ist verstorben) und nicht darin wohnten, haben wir ja einen Makler beauftragt, der das für uns abwickelte, da wir nicht viel Ahnung hatten. Wir haben uns auf seinen Sachverstand verlassen.
Der Anwalt hat uns gut beraten und den Käufern auch einen entsprechenden Brief gesandt. Mal sehen was dabei raus kommt.
Am 13. September 2011 um 20:17 Uhr
ich weiß gar nicht, was die meisten von euch haben.
Erstmal beweisen doch die meisten Einträge, dass nicht nur bei Deutschen “Rasterdenken/Schubladendenken” angesagt ist!
Allein der Unterschied zwischen Hamburg und dem Rhurpott (Doutmund und die Ecke da)in der Mentalität ist enorm! Da unten feiern sie Karneval bis zum Umfallen, während wir hier im Norden meistens nur im Radio/Fernsehr davon mitkriegen.
Allein die regionalen Unterschiede sind riesig, weshalb es eigentlich keine Deutsche Mentaliäz gibt.
Das einzige, was mir aufgefallen ist, dass Deutsche allgemein MEINSTENS (nicht immer) ruhig, verschlossen, fast verklemmt, egoistisch und abweisend sind. Man trifft wenige, bis keine Menschen an, die einen auf der Straße anlächeln.
Alles sollte schnell, reibungslos und am besten perfekt ablaufen - aber wer will das nicht?
Als ich im Ausland war, wollten irische Jungendliche, dass ich eine Melonenschale küsse, weil das wohl Glück bringt und sie das auch zu anderen Feiertagen machen. Nein, ich habe -als Deutsche- diese auf einer Gabel aufgespießte Schale nicht geküsst wie so einige andere.
Sprechchöre habe ich auch nicht angeführt wie Iren, Brasilianer oder Mexikaner, aber wir haben sie zu mindest lautstark unterstützt!
Unter dieser verklemmten abweisenden Fassade können viele Deutsche auch sehr nett sein. Man muss sie nur genug kennenlernen, dann lässt sich gut mit ihnen ein Bier trinken.
Am Wochenende lassen die meisten eh los und feiern.
Was die Nachkriegs-Mentalität angeht: Was soll Deutschland machen, wenn es für den 1. Weltkrieg verantwortlich gemacht wird, obwohl es den nicht angefangen hat (Österreciht vs. Serbien)? Dann sahen zu viele in Hitler Deutschlands Retter, was zum 2. Weltkrieg führte.
Wie sollen wir un denn nicht betroffen, nicht schamhaft, nicht verantwortlich dafür fühlen?
Woher sollen wir wissen, wie andere Länder von uns nach den Kriegen denken?
Als ich in Lettland war, begrüßten uns Jungs auf Fahrrädern mit “Heil H.!”, genauso in Ungarn. Ausstauschschüler aus den USA fragten, ob er immer noch im Gefängnis sei.
Wenn das die Verschlossenheit nicht wenigstens Teilweise erklärt, weiß ich auch nicht.
Und nach dem langen Gelaber:
Ich bin nicht unbedingt stolz auf die deutsche Vergangenheit, aber ich bin zumindest stolz Deutsche zu sein. Denn zu allem Überfluss bin ich groß, sportlich, blond und blauäugig - womit ich alle äußerlichen Klischees erfülle.
Aber so kann ich anderen zeigen, dass nicht alle Deutsche “kalt, herzlos, egoistisch, geizig, etc.” sind.
Klischees sind und bleiben Klischees. Zum Orientieren sind sie hlifreich, aber nicht zum Glauben!
Am 13. September 2011 um 20:37 Uhr
Goethe:
“Die Deutschen sind übrigens wunderliche Leute! – Sie machen sich durch ihre tiefen Gedanken und Ideen, die sie überall suchen und überall hineinlegen, das Leben schwerer als billig.”
Martin Luther:
“Und dieser Mann, dessen Wirken im größten Teil Europas eine tiefe Umwandlung herbeiführte, erwies sich in jeder Hinsicht als typisch deutsch. [...] Der deutsche Geist sei in seiner Hand wie Ton in des Töpfers Hand gewesen. Diese drei Komponenten, konservativer Revolutionismus, revolutionäre Mittelalterlichkeit und seine deutsche Mentalität bestimmen auch seine Einstellung zu den Juden”
Napoleon Bonaparte:
„Es gibt kein gutmütigeres, aber auch kein leichtgläubigeres Volk als das Deutsche. Zwietracht brauchte ich unter ihnen nicht zu säen. Ich brauchte nur meine Netze aufspannen, dann liefen sie wie scheues Wild hinein. Untereinander haben sie sich gewürgt, und sie meinten damit ihre Pflicht zu tun. Törichter ist kein anderes Volk auf Erden. Keine Lüge kann grob genug ersonnen werden, die Deutschen glauben sie.“
Am 13. September 2011 um 20:39 Uhr
In Russland sind die Rechten stärker denn je, die Regierung und die Menschen in dem Land unternehmen nichts. In Thailand werden Kinder zur Prostitution gezwungen. In Afrika werden täglich tausende von Frauen vergewaltigt, Kinder sterben als Soldaten oder arbeiten sich zu Tode. In Amerika werden Menschen wegen Ipods umgebracht, andererseits gibt es riesige religiöse Bewegungen, die alle positiven Erungenschaften unserer Zivilisation wegen ihrer Verbohrtheit und für ihren Glauben wieder abschaffen wollen. In (fast) allen islamisch geprägten Ländern gibt es Gruppen von Menschen, die allen Andersgläubigen den Tod wünschen, Unschuldige mit Attentagen töten und verstümmeln. In Irland sterben Menschen wegen dem winzigen Unterschied katholisch-protestantisch. In Frankreich gehen Jugendliche, die keine Perspektive haben auf die Straße und richten Verwüstungen an. England ist im Moment dabei sich zu einem vollkommenen Überwachungsstaat zu entwickeln. Soll ich noch alle anderen Länder wie Burma oder Nordkorea nennen, in denen das Leben lebensunwert ist?
Die oben genannten Beispiele sollen nur einmal verdeutlichen, wie “toll” doch die Mentalität in anderen Ländern ist.
Ich verstehe nicht, wie man sich da hinstellen und behaupten kann, dass es hier sooo schrecklich ist. Klar hatten wir mal eine faschistische Diktatur, in der Milionen von Unschuldigen starben. Aber ist es denn irgendwo besser? Im Moment geht es uns doch relativ gut hier.
Natürlich haben die Deutschen eine eigene Mentalität. Aber das ist ja nicht unbdingt etwas Negatives. Klar sind Südländer teilweise offener.
Aber andererseits sind manche auch gradezu aufdringlich. Seht ihr, etwas Negatives zu finden ist überall leicht, man sollte sich lieber auf die positiven Seiten konzentrieren.
Warum dieses ganze Verallgemeinern? Ich kenne hier genug Leute, die nett und aufgeschlossen und kein bisschen spießig sind. “Typisch Deutsche” sehe ich eher selten.
Das Einzige, was mir in diesem Land im Moment wirklich negativ auffällt, ist dieses ständige Gemecker, wie schlecht doch alles ist. Das ist aber nicht typisch deutsch sondern eher typisch menschlich würde ich mal sagen.
Am 26. September 2011 um 23:05 Uhr
Hallo Julie,
du hast einige Dinge aufgezählt die in anderen Ländern so ziemlich schief laufen und womit du auch sicherlich recht hast. Klar hat Deutschland ein sehr gutes soziales Auffangnetz und auch das Krankenversicherungssystem ist eins der Besten in der Welt. In der Hinsicht ist D echt super organisiert. Was die meisten Leute hier aber ankreiden ist diese erdrückende Stimmung hier, die Unlockerheit und Miesepetrigkeit hängt regelrecht in der Luft und meist merken es die Leute wenn sie mal ne Weile im Ausland gelebt haben. Wenn man von Natur aus ein lockerer und fröhlicher und vielleicht etwas unkonventionellerer Mensch ist, dann hat man hier in dieser Gesellschaft (außer in Berlin vielleicht) keine guten Karten. Du sagst, daß in England ein Überwachungsstaat aufgebaut wurde: auch wenn das so ist - den Leuten ist darüber trotzdem kein Unmut anzumerken. Ich habe 3 Jahre in England gelebt (in London und im Nordosten des Landes) und habe nur gute Erfahrungen gemacht. Selbst während der Rezession als Viele ihre Job verloren haben, hat keiner rumgemosert und sich hängen lassen. In D brauchen die Meisten hier nicht mal einen triftigen Grund um zu Jammern. Ich verstehe es einfach nicht und habe es schon als Kind nicht verstanden: wieso muß man sich das Leben so schwer machen? christinas Worte mögen vielleicht etwas heftig klingen aber ich kann ihre Aufgewühltheit gut nachvollziehen, denn irgendwann hat man keinen Bock mehr für nichts von der Seite dumm angemacht zu werden. @Christina: bist du mittlerweile in London? und @Anja: Gruß auch an dich! Wo bist du denn mittlerweile?
Am 8. December 2011 um 18:10 Uhr
Auch ich bin in jungen Jahren nach England gegengangen, nicht, weil ich in Deutschland nicht zurecht kam. Es hat sich einfach so ergeben, wegen des Jobs.
In all den Jahren, die ich dort verbracht hatte, gab es leider auch unangenehme Situationen mit Engländern, ganz schön daneben benommen, auf Kosten anderer. Ich bin sehr sozial und fühlte mich manchmal tief betroffen.
Jetzt bin ich wieder in Deutschland und habe auch hier wieder viele nette Menschen kennen gelernt. Man muss nur selektieren, dann entdeckt man auch in Deutschland fröhliche Personen.
Ich habe den Eindruck, dass fast alle Teilnehmer, die sich über Deutschland beklagen, psychisch down sind, und deshalb sich so auslassen müssen.
Am 8. December 2011 um 20:36 Uhr
„Es gibt kein gutmütigeres, aber auch kein leichtgläubigeres Volk als das deutsche. Keine Lüge kann grob genug ersonnen werden, die Deutschen glauben sie. Um eine Parole, die man ihnen gab, verfolgen sie ihre Landsleute mit größerer Erbitterung als ihre wirklichen Feinde.“
(Napoleon
Am 12. December 2011 um 22:10 Uhr
Hallo Julie,
Ich bin momentan in London. Man war das wieder ein Unterschied zu Deutschland! Wie Tag und Nacht. Ich habe ein USA Visum laufen. Florida lässt grüssen.
Das entscheidet sich in den nächsten 4 Wochen. Ich muss dann in Frankfurt zur Botschaft daher fliege ich am Mittwoch erstmal temporär wieder nach D. zurück. (leider)
Natürlich nur kurzfristig. Weil es momentan einfach besser ist da vor Ort zu sein, wegen des Visums.
Was mir jetzt schon wieder davor graut. Die Glotzerei fängt schon auf dem Flughafen in der Schlange an! Hier hab ich einfach meine Ruhe und die Leute sind so EXTREM höflich. Naja eigentlich ist das normal wie die sind, nur in D. ist es eben unnormal! Heute ist mir aufgefallen dass hier die Leute einzeln “Thank you”! zum Busfahrer sagen wenn sie aussteigen. Sie BEDANKEN sich beim Busfahrer. Heftig! Das soll mal jemand in Deutschland sagen. Versucht es mal!
Ich hab in den letzten Tagen wieder unglaublich tolle Erfahrungen mit der Mentalität gemacht. Es ist jedes Mal wieder umwerfend obwohl ich hier schon mal 10 Jahre gelebt habe. Die letzten 4 Jahre in Deutschland waren für mich sehr schlimm (auch für Christina)! Und aus der heutigen Sicht hätte ich nie zurückgehen sollen. Meine Gesundheit hat regelrecht einen Schaden genommen, weil ich ständig auf fiese egoistische Vermieter, Berater, Bosse gestoßen bin. Mobbing ist mir zwar persönlich nicht passiert, aber wird in Deutschland ja auch groß geschrieben! Für mich steht jetzt absolut fest dass ich in Deutschland nie wieder in meinem Leben dauerhaft leben werde.
Leute ich appelliere jetzt mal an jeden einzelnen von euch, BITTE wer von euch die Möglichkeit dazu hat mal 1 Jahr oder mehr rauszukommen, versucht es. Ihr glaubt nicht was ihr alles als normal empfindet was nicht normal ist!
Wenn man immer in Deutschland lebt gewöhnt man sich an vieles, der Mensch ist ein Gewohnheitstier und man gibt sich mit vielem ab und weiß ja auch gar nicht dass es auch anders geht!
Ich bin dankbar dass ich hier wieder hergehen kann und dass es noch ein anderes Universum gibt, außerhalb von Deutschland!
Anja
Am 21. January 2012 um 11:20 Uhr
Bin aus Hellas, hier geboren und aufgewachsen und germanistik studiert. Leider ist die deutsche sprache hier im land nicht so populaer wie Franzoesisch und English..Daher kaum von gebrauch!!In DE war ich 5 jahre lang.. Meine Meinung zu den deutschen: Kalt,Freundlich wenn sie moechten,Arrogant,Hochnaesig und keiner spricht so richtig english… Habe anfangs nur auf english gesprochen und keiner wollte mir so richtig weiterhelfen.. So schlimm wie in Frankreich war es aber nicht..
Zu Puenktlich sind sie auch..ich hatte damit immer probleme…Ein Dialog konnte ich NIE mit einem deutschen fuehren er sprach halt VIEL zu wenig zu leise und zu langweilig…. Was ich komisch fand ist dass sie nur miteinader fluestern und nicht reden.. sie sind einfach zuuu leise… Manchmal schauen sie einen schon etwas komisch..nach dem motto….Auslaender??? Das mache ich in Hellas natuerlich auch…hier ist es ja noch schlimmer…Alles was nicht Hellenisch ist wird runter gemacht…naja…. die deutschen sind komische autofahrer… in den 5 jahre wo ich dort war musste ich 19x gegnipst aber habe dies nie bezahlen muessen…ich hatte mein wagen mit GR-Kennzeichen mit.. ich fahre halt ganz anders auto als die…… Ich konnte die deutschen NIE mit unserer Mentalitaet vergleichen… Es ist als wuerde man den Tag mit der Nacht vergleichen.. Was ich jedoch super fand ist die Organisation,saubere Strassen,Schoene Hauser und generell es ist alles da wo es sein muss…ich wuenschte wir haetten die Organisation der deutschen in unserem Land… Da sind die deutschen nicht zu uebertreffen… Was ich witzig fand war das bei roter ampel alle warteten nur ich ging ueber die strasse… Was ich echt komisch fand war das die deutschen einem Fussgaenger uber die zebrastreifen gehen lassen ohne zu hupen….. Ich war in 12 verschiedene staete in deutschland am schoensten war Colonia-Koeln. Die nettesten menschen habe ich in Baiern-Bayern gesehen…. Die deutschen sind genau so ein Volk fuer sich wie Wir Hellenen (Greeks)
Am 22. January 2012 um 20:25 Uhr
Die deutschen Autofahrer fahren nicht komisch, sondern weitgehend nach den Vorschriften….Dazu gehört auch der Respekt vor dem Zebrastreifen. Hier gilt der Vorrang des Fussgängers.
Da das Nummernschild deines Autos nicht in Deutschland registriert ist, konnte es auch kein Bussgeld geben. Aber in Zukunft soll dies irgendwann auch bei vielen ausländischen Kennzeichen möglich sein.
Dass die Deutschen sehr leise sprechen, wäre mir neu. Südländer sprechen durch ihr anderes Temperament allerdings meistens schneller und lauter.
Dafür mangelt es denen jedoch häufig am Organisationstalent und Disziplin….
Am 8. March 2012 um 10:26 Uhr
Ich kann - leider - nur dem zustimmen, was hier von Anja und Andere gesagt wurde. Ich selbst bin Engländer und lebe in Deutschland seit 2003. Am Anfang habe ich all diese negativen Charakterzüge halbbewusst als nur eigenartig empfunden und habe versucht immer dem Beste aus der jeweiligen Situation zu entnehmen. Wenn ich ehrlich bin, muss ich doch zugeben, dass ich nicht erstmal wirklich auf diese Eigenschaften (Missgunst, Arroganz, Intoleranz, Drangsalieren, u.s.w, et.c.) fokussiert habe. In den letzten zwei Jahre musste ich jedoch feststellen, dass ich mich hierzulande ständig unglücklich fühle, obwohl bei mir alles gut zu Hause mit meiner Freundin war (und immer noch gut ist).
Vielleicht wie andere Menschen in diesem Forum wurde ich praktisch dazu gezwungen, die alltägliche Lebenswelt mit der ich tagtäglich konfrontiert bin, kritisch in Betracht zu ziehen und zu hinterfragen. Es hat ziemlich lange dauert bevor ich auf die Idee gestossen bin, dass vielleicht meine unglückliche Lage zum grössten Teil auf die miese und dystopische Atmosphär in meiner Umgebung zuruckzuführen sei. Anja, Christina, Analytiker und Andere haben schon mal beschrieben (und mit genügend Beispielen belegen) was hier angesprochen wird: die fehlende Menschlichkeit, wenn man “auf die Strasse geht”. Für mich ist es eine Konstellation von Faktoren, die das Verkehr mit Menschen in Deutschland sehr schwer zu ertragen macht:
Die “Gruppenführer” Mentalität, wobei ein Verantwortlicher in jeglicher kleinen Machtposition rüppig und tyrannisch seine “Kunden” (egal ob in der Arztpraxis an der Rezeption, beim Busfahrer, im Rathaus, u.s.w.) beim dem kleinsten “Verstoss” zurecht wies. Die völlig unnötige Ekelhaftigkeit, die man zu spüren bekommt, wenn man sich nicht “ordnungsgemäss” pingelig nach den Machtfantasien dieser Personen verhält. Ein jüngstes Beispiel: Ich bin an einer Raststätte auf einer Autobahn in der Nähe von Braunschweig angehalten, weil ich musste zur Toilette gehen. Ich fragte die Dame an der Kasse ganz höflich wo die Toiletten sind und bekam züruck im brülltem Ton, “Wie Sie das Schild sehen können, ….”. Wenn ich den Wegweiser gesehen hätte, dann hätte ich Sie sicherlich nie gefragt, wollte ich antworten, aber ich hatte keine Lust in eine Streiterei zu geraten. Leider musste ich feststellen, egal ob im Büro, auf der Strasse, im Rathaus - eigentlich überall ausser den eigenen vier Wänden, dass diese Einstellung und diese Verhaltenweise zu begegnen ist. Es ist nicht die Ausnahme, sondern die Regel. In den letzten zwei Jahren, als ich merkte wie es hier wirklich geht, habe ich versucht immer weniger Kontakte zu den Menschen in den Läden, Arztpraxen, Postamt, et.c. zu haben, weil ich weiss, dass die Wahrscheinlichkeit “eine erwischt zu bekommen” immer relativ hoch steht. Haben auch Andere diese Taktik des Vermeidens auch benützt wegen solcher Situtationen? Es wurde mir sehr interessieren…
Das zweite Merkmal, was mich in letzter Zeit wirklich stört, ist die Bereitschaft der überwiegenden Mehrheit der hier lebenden Menschen, vor einer solchen “Autoritätsperson” zu beugen, egal wie frech und unhöflich man behandelt wird. Ich gebe Euch ein kleines Beispiel dazu: Ich war vor einer Woche in einem Bus in Salzgitter (Im süden Niedersachsens) und der Fahrer (wie es oft der Fall ist) bremste sehr hart (ohne Grund - einfach nur weil er das immer tut). Eine ältere Dame fällt als Folge dieses Irrfahrens zum Boden und musste geholfen werden, aus dem Bus auszusteigen. Ich war schockiert zu erfahren, wie die anderen Fahrgäste reagiert hatten: Zwei ältere Frauen, die unmittelbar hinter mir sassen, haben gesagt: “Tja, selber Schuld, wenn man nicht richtig daran festhält”. Es fiel mir echt die Worte. Ehrlich! Keiner hat etwas kritisches über den Fahrer gesagt ausser mir und ich habe gesehen wie die Anderen mich angeguckt habe, als ob zu sagen, “Halt mal die Klappe du Querulant!”. In habe in verschiedenen Ländern Europas gelebt und ein solcher Gehorsam habe ich nie (Gott sei Dank) erfahren musste. Das Traurige daran ist es, dass ein solcher Gehorsam gegenüber kleinen Tyrannentypen die eigentliche Grundlage bildet, um die Misstände zu ermöglichen, die ich im obigen Absatz geschildert habe. Es wäre völlig unvorstellbar in England, dass sich ein Busfahrer so verhalten haben könnte, ohne zumindest eine Gruppe von Passagieren ihn schaft zu kritisieren. Einfach unvorstellbar.
Als ich mich nach einigen Jahren züruck nach England, war es als ob ich in Himmel gekommen bin. Ich habe eigentlich vergessen, wie offen, tolerant (gewiss nicht jeder aber im Durchschnitt), kontaktfreudig und hilfsbereit die Menschen dort sind und was dem alltäglichen Leben in Deutschland fehlt. Ein Land wo der kleine Tyrann-Typ (”Bully boy”) ziemlich verachtet ist und wo solche Typen - zum Dank - eher viel, viel seltener zu begegnen sind. Man kann einfach zum Einkaufen gehen mit einem Lächeln im Gesicht, Selbstbewusst und ohne zu befürchten, dass man von irgendeiner “Autoritätsperson” eine - wenn nur verbal - auf die Fresse bekommt. Anja hat Recht, die Unsicherheiten der Menschen hier ist sehr geprägt und ist zum grössten Teil dafür verantwortlich, dass es diese erdrückende Atmosphäre in der Öffentlichkeit herrscht. In anderen Ländern habe ich selber bemerkt, wie selbstbewusster und entspannter die Menschen sind, sogar in Ländern wo es wirtschaftlich viel schlimmer als in Deutschland geht. Viele der Menschen hier gehen um wie Gespensterfiguren, mit langen, verbitterten Gesichtern - völlig ohne Selbstbewusstsein und scheuen sich vor einem freundlichen Gespräch oder sogar ein Lächeln (”Was will er denn von mir?”- denken viele, wenn man das versucht). Die meisten Ausnahmen sind eher Beamtentypen, die sich nur anmassend auf der Strasse brüsten (Polizisten, “Ordnungsamt”-mitarbeiter, Bahnkontrolleure und sonstige Typen, die einem unbedingten Gehorsam immer finden und - noch wichtiger - erwarten).
Aus all diesen Gründen (und nicht nur diesen!) merke ich nur langsam, dass ein richtiges Leben hier für mich nicht möglich ist (im Gegensatz zum blossen Existieren). Ich würde auch allem raten, die mir nicht glauben, dass es wirklich anders sein kann in einem anderen Land, für mindestens ein Jahr nach Australien, Spanien, UK, et.c. auszuwandern. Es mag zwar wirtschaftlich in Deutschland besser gehen für die meisten Einheimischen, aber von einer Lebensqualität hier - zumindest für mich - ist leider nichts mehr zu spüren.
Ich möchte Deutschland nicht komplett dem Rücken kehren. Das Land hat immer noch einiges zu bieten, z.B. ein viel höher allgemeines Bildungsniveau in der Bevölkerung als in England, eine seriöse Einstellung gegenüber der Welt und besitzt eine höhere Wertschätzung von allgemeinem Wissen, einige nette Individuuen (wie überall in der Welt), die nicht dem obengeschilderten Kulturmuster angehören, et.c.
Ein Land zum Besuchen, ja, aber ein Land, in dem man das grösste Teil seines Lebens verbringt, nein - aufgrund der obengeschilderter Problematik.
Am 8. March 2012 um 11:11 Uhr
[An den Moderator: Eine korrigierte Version meines vorherigen Beitrags - bitte diesen alten Beitrag löschen, wenn das geht.]
Ich kann - leider - nur dem zustimmen, was hier von Anja und Andere gesagt wurde. Ich selbst bin Engländer und lebe in Deutschland seit 2003. Am Anfang habe ich all diese negativen Charakterzüge halbbewusst als nur eigenartig empfunden und habe versucht immer dem Beste aus der jeweiligen Situation zu entnehmen. Wenn ich ehrlich bin, muss ich doch zugeben, dass ich nicht erstmal wirklich auf diese Eigenschaften (Missgunst, Arroganz, Intoleranz, Drangsalieren, u.s.w, et.c.) fokussiert habe. In den letzten zwei Jahren musste ich jedoch feststellen, dass ich mich hierzulande ständig unglücklich fühle, obwohl bei mir alles gut zu Hause mit meiner Freundin war (und immer noch gut ist).
Vielleicht wie andere Menschen in diesem Forum wurde ich praktisch dazu gezwungen, die alltägliche Lebenswelt mit der ich tagtäglich konfrontiert bin, kritisch in Betracht zu ziehen und zu hinterfragen. Es hat ziemlich lange dauert bevor ich auf die Idee gestossen bin, dass vielleicht meine unglückliche Lage zum grössten Teil auf die miese und dystopische Atmosphäre in Deutschland zuruckzuführen sei. Anja, Christina, Analytiker und Andere haben schon mal gut beschrieben (und mit genügend Beispielen belegen) was hier angesprochen wird: die fehlende Menschlichkeit, wenn man “auf die Strasse geht”. Für mich ist es eine Konstellation von Faktoren, die das Verkehr mit Menschen in Deutschland sehr schwer zu ertragen macht:
Die “Gruppenführer” Mentalität, wobei ein Verantwortlicher in jeglicher kleinen Machtposition rüppig und tyrannisch seine “Kunden” (egal ob in der Arztpraxis an der Rezeption, beim Busfahrer, im Rathaus, u.s.w.) beim dem kleinsten “Verstoss” zurecht wies. Die völlig unnötige Ekelhaftigkeit, die man zu spüren bekommt, wenn man sich nicht “ordnungsgemäss” pingelig nach den Machtfantasien dieser Personen verhält. Ein jüngstes Beispiel: Ich bin an einer Raststätte auf einer Autobahn in der Nähe von Braunschweig angehalten, weil ich musste zur Toilette gehen. Ich fragte die Dame an der Kasse ganz höflich wo die Toiletten sind und bekam züruck im brülltem Ton, “Wie Sie das Schild sehen können, ….”. Wenn ich den Wegweiser gesehen hätte, dann hätte ich Sie sicherlich nie gefragt, wollte ich antworten, aber ich hatte keine Lust in eine Streiterei zu geraten. Leider musste ich feststellen, egal ob im Büro, auf der Strasse, im Rathaus - eigentlich überall ausser den eigenen vier Wänden, dass diese Einstellung und diese Verhaltenweise zu begegnen ist. Es ist nicht die Ausnahme, sondern die Regel. In den letzten zwei Jahren, als ich merkte wie es hier wirklich geht, habe ich versucht immer weniger Kontakte zu den Menschen in den Läden, Arztpraxen, Postamt, et.c. zu haben, weil ich weiss, dass die Wahrscheinlichkeit “eine erwischt zu bekommen” immer relativ hoch steht. Haben auch Andere diese Taktik des Vermeidens auch benützt wegen solcher Situtationen? Es wurde mir sehr interessieren…
Das zweite Merkmal, was mich in letzter Zeit wirklich stört, ist die Bereitschaft der überwiegenden Mehrheit der hier lebenden Menschen, vor einer solchen “Autoritätsperson” zu schweigsam zu gedulden, egal wie frech und unhöflich man dabei behandelt wird. Ich gebe Euch ein kleines Beispiel zu verdeutlichen: Ich war vor einer Woche in einem Bus in Salzgitter (im süden Niedersachsens) und der Fahrer (wie es oft der Fall ist) bremste sehr hart (ohne Grund - einfach nur weil er das immer tut). Eine ältere Dame fällt als Folge dieses Irrfahrens zum Boden und musste geholfen werden, aus dem Bus auszusteigen. Ich war schockiert zu erfahren, wie die anderen Fahrgäste reagiert hatten: Zwei ältere Frauen, die unmittelbar hinter mir sassen, haben gesagt: “Tja, sie ist selber Schuld, wenn man nicht richtig daran festhält”. Es fiel mir echt die Worte. Ehrlich! Keiner hat etwas kritisches über den Fahrer gesagt ausser mir und habe gesehen wie die Anderen mich angeguckt habe, als ob zu sagen, “Halt mal die Klappe du Querulant!”. In habe schon in verschiedenen Ländern Europas gelebt und einen solchen Gehorsam habe ich nie (Gott sei Dank) erfahren musste. Das Traurige daran ist es, dass ein solcher Gehorsam gegenüber kleinen Tyrannentypen die eigentliche Grundlage bildet, um genau die Misstände zu ermöglichen, die ich im obigen Absatz geschildert habe. Es wäre völlig unvorstellbar in England, dass sich ein Busfahrer so verhalten haben könnte, ohne zumindest eine Gruppe von Passagieren ihn schaft kritisiert hätte. Einfach unvorstellbar.
Als ich nach einigen Jahren aus Urlaubsgründen züruck nach England reiste, war es als ob ich in Himmel gekommen wäre. Ich habe eigentlich vergessen, wie offen, tolerant (gewiss nicht jeder aber im Durchschnitt schon), kontaktfreudig und hilfsbereit die Menschen dort sind, und was dem alltäglichen Leben in Deutschland fehlt. Ein Land wo der kleine Tyrann-Typ (”Bullyboy”) ziemlich verachtet ist und wo solche Typen - zum Dank - eher viel, viel seltener zu begegnen sind. Man kann einfach zum Einkaufen gehen mit einem Lächeln im Gesicht, Selbstbewusst und ohne zu befürchten, dass man von irgendeiner “Autoritätsperson” eine - wenn nur verbal - auf die Fresse bekommt. Anja hat Recht, die Unsicherheiten der Menschen hier sind sehr geprägt und zum grössten Teil sind dafür verantwortlich, dass diese erdrückende Atmosphäre in der Öffentlichkeit herrscht. In anderen Ländern habe ich selber bemerkt, wie selbstbewusster und entspannter die Menschen umgehen, sogar in Ländern wo es wirtschaftlich viel schlimmer als in Deutschland geht. Viele der Menschen hier gehen um wie Gespensterfiguren, mit langen, verbitterten Gesichtern - völlig ohne Selbstbewusstsein und scheuen sich vor einem freundlichen Gespräch oder sogar ein Lächeln (”Was will er denn von mir?”- denken viele, wenn man das versucht). Die meisten Ausnahmen sind eher Beamtentypen, die sich nur anmassend auf der Strasse brüsten (Polizisten, “Ordnungsamt”-mitarbeiter, Bahnkontrolleure und sonstige Typen, die einem unbedingten Gehorsam immer finden und - noch wichtiger - erwarten). Aber das ist kein Selbstbewusstsein, sondern bloss nur Arroganz.
Aus all diesen Gründen (und nicht nur diesen!) merke ich nur langsam, dass ein richtiges Leben hier für mich nicht möglich ist (im Gegensatz zu einem leeren Existieren). Ich würde auch Allem raten, die mir nicht glauben, dass es wirklich anders sein kann in einem anderen Land, für mindestens ein Jahr nach Australien, Spanien, UK, et.c. auszuwandern. Es mag zwar wirtschaftlich in Deutschland besser gehen für die meisten Einheimischen, aber von einer Lebensqualität hier mit meinen Mitmenschen - zumindest für mich - ist leider nichts mehr zu spüren.
Ich möchte Deutschland nicht komplett dem Rücken kehren. Das Land hat immer noch einiges zu bieten, z.B. ein viel höher allgemeines Bildungsniveau in der Bevölkerung als in England, eine seriöse Einstellung gegenüber der Welt und besitzt eine höhere Wertschätzung von allgemeinem Wissen, einige nette Individuuen (wie überall in der Welt), die dem obengeschilderten Kulturmuster nicht angehören, et.c.
Ein Land zum Besuchen, ja, aber ein Land, in dem man das grösste Teil seines Lebens verbringt, nein - aufgrund der obengeschilderten Problematik.
Entschuldige mich bitte für einige Grammatikfehler, Schreibfehler, u.s.w.
Gruss
Steve
Am 27. March 2012 um 13:19 Uhr
leute,ich persönlich muss auch sagen das ich mit manchen Eigenschaften der Deutschen nicht auskomm,jedoch würde ich sagen sind auch Deutsche recht verschieden
die jungen leute z.B. besonders so in meinem alter,ist alles egal und denen ist alles gleichgültig
die alten Leute z.B. meinen das wenn sie laut betonen das es gut war das sie ihre Kinder früher noch geschlagen haben,und das wenn man diese aussagen zustimmt,ihnen respekt damit beweist,
ich persönlich finde das voll daneben aber mal ganz ehrlich ,mir fällt auf das man manchmal die Art eines Menschen falsch interpretiert,
z.B. wenn ein Deutscher anderen gegenüber erst mal distanziert ist,muss das doch nicht gleich bedeuten das er kalt ist
was heißt denn für euch z.B gefühlskalt,mir fällt auf das viele Menschen einen zurückhaltenden Menschen gleich als kalt interpretiert dabei kann auch ein aufgeschlossener mensch gefühlskalt sein
ich glaube auch einfach das man sich ziemlich oft missversteht
z.B wenn ein kontaktfreudiger mensch auf anderen zugeht und ein nettes gespräch mit ihnen hat ,sieht er darin nicht gleich eine Freundschaft,jedoch ein mensch der weniger kumpelhaft mit anderen leuten umgeht würde sagen das dieser kontaktfreudiger mensch das macht um eine freundschaft aufzubauen
ich hoffe ich konnte euch dabei helfen gewisse dinge auch von einem anderen standpunkt zubetrachten
LG Tatjana